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Polizeirapport

Grosseinsatz in Leipzig: Auto fährt in Menschenmenge – zwei Tote

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Der Vorfall ereignete sich in der Grimmaische Strasse in der Leipziger Innenstadt, der Bereich zwischen Augustusplatz und Ritterstrasse wurde abgesperrt.Bild: IMAGO / dts Nachrichtenagentur
Polizeirapport

Das ist über die «Amoktat» in Leipzig bekannt

Schreckliche Szenen in der Leipziger Innenstadt: Bei einer mutmasslichen Amokfahrt sind zwei Menschen getötet worden, drei Menschen wurden schwer verletzt.
04.05.2026, 17:2904.05.2026, 20:17

Was ist passiert?

In der deutschen Stadt Leipzig ist ein Mann in einem PKW in eine Menschenmenge gefahren. Das bestätigte die Polizei. Der Vorfall ereignete sich in der Grimmaischen Strasse, einer Einkaufsstrasse in der Innenstadt Leipzigs.

Der Verdächtige war am frühen Abend mit einem weissen Auto vom Augustusplatz kommend über den Marktplatz gefahren und fuhr dabei mehrere Menschen an.

Kurz nach der mutmasslichen Amokfahrt war am Leipziger Marktplatz überall Blaulicht zu sehen, zahlreiche Einsatzkräfte waren vor Ort. Ein Sichtschutz wurde aufgebaut. Vor dem weissen Auto des Täters war ein Tuch zu sehen. Mutmasslich bedeckte es eine der Leichen.

Laut Augenzeugen sei der Fahrer mit 70 bis 80 km/h unterwegs gewesen sein, berichten mehrere deutsche Medien.

Wie viele Tote und Verletzte gibt es?

Zunächst herrschte Unklarheit über die Opferzahlen. Nun bestätigt die Polizei, dass es zwei Todesopfer und drei Schwerverletzte gibt.

Nach Angaben der Polizei sind insgesamt etwa 80 Menschen betroffen, wie viele von ihnen körperlich verletzt wurden, war zunächst unklar.

Was weiss man zum mutmasslichen Täter und zum Motiv?

Bei dem festgenommenen Fahrer handelt es sich um einen 33-Jährigen mit deutscher Staatsangehörigkeit, der in Deutschland geboren wurde und in der Region Leipzig wohnhaft sei. Er sei «psychisch auffällig» gewesen. Der Mann sei von Einsatzkräften noch an seinem Fahrzeug gestellt und festgenommen worden, teilte die Polizei am Abend bei einer Pressekonferenz mit. Er befinde sich aktuell in polizeilichem Gewahrsam.

Der mutmassliche Amokfahrer von Leipzig habe sich widerstandslos festnehmen lassen. «Der Täter wurde durch uns im Fahrzeug dingfest gemacht», sagte der Leipziger Polizeipräsident René Demmler.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Mordes in zwei Fällen sowie versuchten Mordes in mindestens zwei Fällen. Leipzigs Leitende Oberstaatsanwältin Claudia Laube bekräftigte, man gehe von einer Amoktat aus. Es gebe keinerlei Anzeichen für «eine andere Lesart» und auch keine Anzeichen für weitere Täter.

Wie sind die Reaktionen?

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) zeigt sich auf X bestürzt:

«Das erschüttert mich zutiefst. Ich bin in Gedanken bei den Opfern und ihren Familien. Den Verletzten wünsche ich Kraft und schnelle Genesung. So eine Tat macht uns sprachlos – und sie macht uns entschlossen. Wir werden alles daransetzen, sie schnell und vollständig aufzuklären. Der Rechtsstaat wird mit aller Konsequenz handeln.»

Oberbürgermeister Jung und Innenminister Schuster bedankten sich ausdrücklich auch bei den Menschen, die vor Ort schnell und umsichtig geholfen hätten. Besonnene Passanten hätten schnelle Hilfe gespendet, Wasser gereicht und vorbildlich reagiert.

(hkl, mit Material von sda/dpa)

Dieser Artikel wird laufend aktualisiert.

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