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«Abscheulich» – britischer Prinz Andrew streitet Verwicklung in Epstein-Skandal ab



FILE- In this Wednesday, June 6, 2012 file photo, Britain's Prince Andrew leaves King Edward VII hospital in London after visiting his father Prince Philip. Reacting to U.S. court documents, royal officials issued a statement on Friday, Jan. 2, 2015 denying that Britain's Prince Andrew engaged in sexual impropriety with a minor. (AP Photo/Sang Tan, File)

Prinz Andrew will nichts mit dem Missbrauch zu tun gehabt haben. Bild: AP/AP

Der britische Prinz Andrew hat eine Verwicklung in den Missbrauchsskandal um den kürzlich gestorbenen US-Milliardär Jeffrey Epstein von sich gewiesen. «Seine Königliche Hoheit verurteilt die Ausbeutung eines jeden Menschen und die Unterstellung, er würde solches Verhalten dulden, daran teilnehmen oder dazu animieren, ist abscheulich», teilte der Buckingham-Palast am Sonntagabend mit.

Kurz zuvor hatte die britische Boulevardzeitung «Daily Mail» ein Video veröffentlicht, das Andrew angeblich in dem New Yorker Anwesen Epsteins im Jahr 2010 zeigt. Zu sehen ist eine Gestalt, die in der Türe steht und einer jungen Frau zum Abschied winkt. Dabei soll es sich um Andrew handeln. Der Palast wollte die Echtheit des Videos nicht bestätigen. Dass Andrew sich 2010 mit Epstein in New York getroffen hat, ist aber auch durch eine Fotoaufnahme der beiden Männer im Central Park belegt.

Im Jahr 2008 hatte sich Epstein bereits schuldig bekannt, Klienten mit minderjährigen Prostituierten versorgt zu haben. Er war dafür zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Im Gegenzug war ihm ein zweites Verfahren erspart geblieben. Mehr als 20 Frauen hatten ihm Missbrauch vorgeworfen. Eines der mutmasslichen Opfer hatte später angegeben, als damals 17-Jährige mehrmals zu Sex mit Prinz Andrew gezwungen worden zu sein. Die Vorwürfe wurden jedoch nicht weiter verfolgt. Der Buckingham-Palast hatte sie als «kategorisch falsch» zurückgewiesen.

FILE - This March 28, 2017, file photo, provided by the New York State Sex Offender Registry shows Jeffrey Epstein. (New York State Sex Offender Registry via AP, File)

Jeffrey Epstein Bild: AP

Der in elitären Kreisen bestens vernetzte Epstein hatte sich Anfang dieses Monats in einer Haftanstalt in Manhattan das Leben genommen, nachdem er erneut wegen der Missbrauchsvorwürfe vor Gericht gebracht werden sollte. Den Prozessauftakt hatte das Gericht vorläufig auf Anfang Juni 2020 festgelegt. Laut Anklageschrift hatte Epstein zwischen 2002 und 2005 in New York und Florida einen Missbrauchsring aufgebaut. (aeg/sda/dpa)

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18Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Sir Edmund 19.08.2019 19:19
    Highlight Highlight Wie meistens bei so Fällen
    - hat Geld
    - leugnet es
    - die Wahrheit werden wir wohl nie erfahren...

    Wen wunderts? 🤷
  • Spooky 19.08.2019 19:07
    Highlight Highlight Wenn es keine Fotos gäbe,
    würde er behaupten,
    er habe Epstein nie getroffen.
  • WatDaughter (aka häxxebäse) 19.08.2019 19:02
    Highlight Highlight Randy andy spielt den enthaltsamen......

    und mein sohn wurde jungfräulich empfamgen...
  • Abu Nid As Saasi 19.08.2019 18:59
    Highlight Highlight Die Europäischen Adeligen gruppieren sich um die Sachsen-Gotha-Coburg, von Battenberg, Hohenzollern, Bourbon (nicht Jack Daniel's). Wenn man zwecks Ehe und Besitzstandswahrung meistens nur Cousinen beglücken darf, muss man sich den Spass beim
    "Pōbel" holen. Vermeintlich sicher im Ausland.
    • Baron Swagham IV 20.08.2019 00:34
      Highlight Highlight Also ich entstamme mit gewisser Distanz einem der besagten Häusern und möchte zumindest meine Fraktion aus dem Spiel nehmen.
      Ah nein Moment, meine Linie entstammt ja auch Bastarden weils da Mätressen gab🤷‍♂️
  • MKVLTRA 19.08.2019 18:52
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
  • koks 19.08.2019 17:53
    Highlight Highlight Iwoo. Alles nur Verschwörungstheorien von Rechtsextremen...
  • flausch 19.08.2019 17:20
    Highlight Highlight "Seine Königliche Hoheit verurteilt die Ausbeutung eines jeden Menschen und die Unterstellung, er würde solches Verhalten dulden, daran teilnehmen oder dazu animieren, ist abscheulich"

    Ich weiss ja nicht so recht, habe aber leichte Zweifel daran das sich der Titel "Königliche Hoheit" mit dem Rest der Aussage vereinbaren lässt.
    • manhunt 20.08.2019 00:49
      Highlight Highlight warum? englische „königliche hoheiten“ haben in ihrem namen die halbe welt versklavt, ausgebeutet und terrorisiert. das britische königshaus war stets teil, wenn nicht gar initiator unzähliger verbrechen und abscheulichkeiten.
    • flausch 20.08.2019 13:26
      Highlight Highlight @manhunt
      Genau darum habe ich ja leichte Zweifel.
  • Basti Spiesser 19.08.2019 17:15
    Highlight Highlight Pfff es gibt Beweisfotos in Epsteins Anwesen.
  • Fritz N 19.08.2019 17:15
    Highlight Highlight Ähm, es gibt Bilder mit ihm, Virginia Roberts und Ghislaine Maxwell... Und da soll eine solche Stellungnahme ausreichen? Das schreit ja förmlich nach Leugnung O_o
    • wasps 19.08.2019 17:59
      Highlight Highlight Es liegt an den Augen. Wir Nichtroyals haben halt Tomaten darauf, und was wir gleichwohl sehen, bilden wir uns bloss ein.
    • Name beginnt mit D 19.08.2019 20:43
      Highlight Highlight Ja und das Video der Daily Mail von Prinz Andrew mit den zwei Maedels war dann noch mal krasser! Ich finde es wirklich grauenhaft, dass die Met(ropolitan Police) nix macht.
  • Team Insomnia 19.08.2019 16:45
    Highlight Highlight War doch klar. Jeder Multimillionär oder Milliardär wird Kontakte zu Epstein&Co dementieren oder leugnen. Ein paar “kleine” Fischen werden wohl büssen, falls überhaupt. Der Rest mit Geld kommt davon, wie immer.
    • Free 19.08.2019 17:52
      Highlight Highlight Traurig aber wahr....
  • Der Teufel auf der Bettkante 19.08.2019 16:27
    Highlight Highlight Es stinkt alles zum Himmel. Abscheulich
  • Jazzchops 19.08.2019 16:23
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.

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