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Ukraine zerstört Bataillon: Russlands Desaster am Siwerskyj Donez

Ukraine zerstört Bataillon auf Brücke: Russlands Desaster am Siwerskyj Donez

Als das russische Bataillon den Fluss überqueren wollte, schlugen die Ukrainer zu: Der Verlust an der Brücke über den Siwerskyj Donez dürfte Putins Invasionsarmee schon rein rechnerisch wehtun.
12.05.2022, 12:1312.05.2022, 12:13
Ein Artikel von
t-online

Es ist ein schwerer Schlag für die russische Invasionsarmee im Osten der Ukraine: Bei einem Artillerieangriff auf eine schwimmende Pontonbrücke bei Luhansk haben ukrainische Truppen mindestens 50 russische Panzer und gepanzerte Fahrzeuge zerstört. Das zeigen Drohnenaufnahmen, die das ukrainische Verteidigungsministerium vom Ort des Geschehens am Fluss Siwerskyj Donez veröffentlicht hat:

Zerstörte russische Fahrzeuge am Ufer.
Zerstörte russische Fahrzeuge am Ufer.Bild: twitter.com/DefenceU

Wie das US-Magazin «Forbes» berichtet, hätten in den vergangenen Tagen 1000 russische Soldaten mit ihren Fahrzeugen versucht, den Fluss in Richtung der umkämpften Stadt Lyman zu überqueren. Die 17. Panzerbrigade der ukrainischen Armee soll den Querungsversuch mit Drohnen entdeckt und dann mit einem Artillerieangriff zugeschlagen haben.

Die Reste der Pontonbrücke.
Die Reste der Pontonbrücke. Bild: twitter.com/DefenceU

Wie viele russische Soldaten dabei getötet wurden, ist unklar. Die hohen Verluste an Material dürften das russische Bataillon aber praktisch kampfunfähig zurückgelassen haben.

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Russen bauten offenbar weitere Pontonbrücke

Unter den zerstörten russischen Fahrzeugen sind mindestens sieben Kampfpanzer der Typen T-72 und T-80, 17 gepanzerte Truppentransporter, sieben amphibische Truppentransporter und fünf weitere Spezialfahrzeuge. Laut CNN soll die russische Einheit nach einem ersten Angriff noch einmal versucht haben, eine Pontonbrücke über den Fluss zu spannen – doch auch diese sei von der ukrainischen Artillerie zerstört worden.

Der Verlust des Bataillons am Siwerskyj Donez dürfte Russland schon rein rechnerisch wehtun. Gemäss westlichen Schätzungen hat Russland noch etwa 100 Bataillone auf ukrainischem Boden, 20 weitere sollen sich bei Belgorod auf russischer Seite nahe der Grenze befinden. Ein Bataillon besteht in der Regel aus 900 bis 1200 Soldaten.

Russische Einheiten im Wald.
Russische Einheiten im Wald.Bild: twitter.com/DefenceU

Unklar ist aber, ob Russland diese Personalstärke nach den Verlusten der vergangenen Wochen halten kann und wie kampfbereit die Truppen tatsächlich sind.

Der Angriff  am Siwerskyj Donez dürfte den Ukrainern auch helfen, ihre Position im Donbass zu verbessern. Die russische Armee hatte ihre Angriffe in der Region zuletzt auf den Ort Lyman konzentriert, der wiederum nur 55 Kilometer südwestlich von Isjum liegt.

Dort hat die russische Armee einen Grossteil ihrer Truppen im Osten der Ukraine stationiert. Die Eroberung von Lyman wäre ein wichtiger taktischer Erfolg für die russische Armee bei ihrem Ziel, den gesamten Donbass einzunehmen. (t-online,mk)

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