International
Russland

Treffen von Trump und Polens Präsident Duda sorgt für Stirnrunzeln

Republican presidential candidate former President Donald Trump meets with Poland's President Andrzej Duda at Trump Tower in midtown Manhattan in New York on Wednesday, April 17, 2024. (AP Photo/ ...
Donald Trump (l.) und Polens Präsident Andrzej Duda im Trump Tower in New York, 17. April 2024.Bild: keystone

«Sehr nette Atmosphäre»: Polens Präsident Duda zu Besuch in Trumps Wohnung

18.04.2024, 16:3118.04.2024, 16:31

Polens Präsident Andrzej Duda hat bei einem gemeinsamen Abendessen mit Donald Trump in New York seine Freundschaft zu dem ehemaligen US-Präsidenten bekräftigt.

«Das war ein freundschaftliches Treffen in einer sehr netten Atmosphäre», sagte Duda am Mittwochabend (Ortszeit) nach der Begegnung.

Trump, der für die Republikaner im November erneut ins Weisse Haus einziehen will, hatte das polnische Staatsoberhaupt in seine Wohnung im Trump Tower eingeladen. Er lobte Duda vor dem Treffen: «Er hat grossartige Arbeit geleistet und er ist mein Freund. Wir hatten vier tolle Jahre zusammen.» Trump versicherte auch: «Wir stehen voll hinter Polen.»

Dudas Treffen mit Trump wurde in grossen Teilen der polnischen Öffentlichkeit mit Stirnrunzeln verfolgt. Der Präsident, der aus den Reihen der nationalkonservativen PiS stammt, hat aus seiner Bewunderung für Trump nie einen Hehl gemacht. Zugleich ist das EU- und Nato-Mitglied Polen ein enger militärischer Verbündeter der von Russland angegriffenen Ukraine und eine wichtige Drehscheibe für die westliche Militärhilfe für Kiew. Ähnlich wie in anderen europäischen Ländern gibt es auch in Polen die Sorge davor, dass die USA ihre Unterstützung für die Ukraine zurückfahren werden, sollte Trump erneut Präsident werden.

Polens Regierungschef Donald Tusk sagte vor Dudas Visite: «In Polen sind sich fast alle darüber im Klaren, dass ein möglicher Sieg von Donald Trump bei den US-Präsidentschaftswahlen für die Sicherheit Polens, Europas und der Zukunft der Nato ungünstig wäre.» Fast jede Rede von Trump zeige seine antiukrainische und prorussische Haltung, sagte Tusk weiter. In einem Post auf der Plattform X (vormals Twitter) ergänzte er am Donnerstag, er vertraue darauf, dass Duda während des Treffens mit Trump in New York die Empfehlung der polnischen Regierung aufgegriffen und den polnischen Standpunkt zu Sicherheitsfragen dargelegt habe. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Ärger über Wohnungsnot setzt Spaniens Regierung unter Druck
Aus Empörung über die Zwangsräumung einer 87-Jährigen und Ärger über die immer grössere Wohnungsnot in Spanien sind in Madrid Zehntausende auf die Strasse gegangen. Der Protest stand unter dem Motto «Ni una Maricarmen más» («Keine weitere Maricarmen») und richtete sich vor allem gegen die Zwangsräumung von Maricarmen Abascal, die nach 70 Jahren aus ihrer Wohnung in der spanischen Hauptstadt vertrieben worden war.
Zur Story