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Russland

Eigenartige Rede nährt Spekulationen über Putin

«Hat der Gedenkgottesdienst begonnen?» – Eigenartige Rede nährt Spekulationen über Putin

Ein russischer Politiker hat eine Lobesrede auf Wladimir Putin gehalten. Allerdings sah es wie eine Trauerrede aus.
11.11.2023, 07:0411.11.2023, 07:04
Thomas Wanhoff / t-online
Ein Artikel von
t-online

Der Gesundheitszustand des russischen Präsidenten gehört zum wohl bestgehüteten Geheimnis im Kreml. Umso mehr kommen immer wieder Gerüchte auf – sogar, dass der Machthaber bereits gestorben und durch Doppelgänger ersetzt worden sei.

Jetzt kommen neue Spekulationen auf, diesmal ausgelöst von einem Putin durchaus nahestehenden Politiker und ehemaligem Chef des FSB-Geheimdienstes. Nikolai Patruschew, dem sogar nachgesagt wird, den Kremlchef einst beerben zu können, war in einem ein bizarren Video zu sehen, bei dem Putin im Mittelpunkt stand. Dabei sprach er merkwürdigerweise in der Vergangenheit.

FILE - Secretary of the Security Council of the Russian Federation Nikolai Patrushev speaks to the media after a meeting of the Prosecutor General's Office Board with Russian President Vladimir P ...
Nikolai Patruschew.Bild: keystone

Patruschew, Mitglied des russischen Sicherheitsrats, war in dem Clip ganz in Schwarz gekleidet. Er stand dabei an einem Rednerpult, im Hintergrund ein grosser Bildschirm, der immer wieder Bilder von Putin zeigte. Vor ihm sassen mehrere Personen. Unklar ist, wann und wo das Video aufgenommen wurde.

Patruschew sprach über die Notwendigkeit einer starken Führung nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion in den 90er-Jahren.

«Ein solcher Führer war Putin, der zunächst Premierminister war, dann zum Präsidenten gewählt wurde und gemäss der Verfassung Vorsitzender des russischen Sicherheitsrats wurde.»

Dabei sprach er aber in der Vergangenheit über Wladimir Putin. «Er glaubte an die Menschen und an die Verlässlichkeit ihrer Unterstützung und Unterstützung, erkannte und übernahm bewusst alle Verantwortung für die Rettung des Vaterlandes», sagte er weiter.

«Hat der Gedenkgottesdienst begonnen?»

Der russische Oppositionspolitiker Gennady Gudkow, der früher auch beim FSB gedient hat, mokierte sich auf Twitter über den Auftritt:

«Hat der Gedenkgottesdienst begonnen? (...) Haben sich Waleri Solowei Vorhersagen bewahrheitet?»

Mit dem letzten Teil bezog er sich auf den russischen Analysten Waleri Solowei, der behauptet hatte, Putin sei am 26. Oktober gestorben.

Der Kreml hatte Gerüchte über den Tod Putin mehrmals zurückgewiesen. Dennoch gibt es Sorgen über seine Gesundheit. Er versprach sich mehrmals bei einem Treffen mit dem Präsidenten vom Kasachstan, schien bei einer Videokonferenz abwesend und schien ungewöhnlich dicke Wangen auf einem Foto zu haben.

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