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Wegen Erdogan: Verdoppelung der Zahl der türkischen Flüchtlinge in der Schweiz



Es ist bereits mehr als drei Jahre her, als das türkische Militär versuchte, den Staatschef Recep Erdogan zu stürzen. Es blieb beim Versuch und Erdogan nutzte die Gunst der Stunde, um seine Macht auszubauen. Mit der Verhängung des Ausnahmezustandes war es ihm möglich, Gesetze und die Verfassung zu schärfen. Zudem entliess er Zehntausende Staatsangestellte und verfolgte systemkritische Bürger. Viele von ihnen landeten im Gefängnis – willkürlich.

Turkey's President Recep Tayyip Erdogan salutes supporters during a rally in Malatya, Turkey, Sunday, Sept. 8, 2019. Turkish and U.S. troops conducted their first joint ground patrol in northeastern Syria on Sunday as part of a so-called

Schert sich wenig um Menschenrechte: Recep Erdogan. Bild: AP

Der türkische Präsident beging eine ganze Palette an Menschenrechtsverletzungen seit Juni 2016. Laut der «NZZ am Sonntag» hat diese Entwicklung in der Türkei auch Auswirkungen auf die Schweiz: Es wird eine deutliche Zunahme an Flüchtlingen mit türkischer Staatsangehörigkeit registriert. In den letzten drei Jahren nahm die Anzahl an asylsuchenden Türken und Türkinnen um 130 Prozent zu.

«Die Zunahme der Zahl türkischer Asylsuchender ist auf die innenpolitischen Entwicklungen in der Türkei zurückzuführen», sagt Lukas Rieder, Sprecher des Staatssekretariats für Migration gegenüber der «NZZ am Sonntag». Eine deutliche Mehrheit der Asylgesuche werden derzeit auch vom Bund genehmigt, weil sie als Flüchtlinge anerkannt werden.

Erleichtert wird die Anerkennung als Flüchtling durch die Gerichtsurteile, die viele Asylsuchende Türken dabei haben. Diese erzählen die Geschichte von willkürlicher Verfolgung durch die türkische Regierung.

Die Lage in der Türkei hat sich noch nicht verbessert, wie Pierre-Alain Eltschinger – Sprecher des Eidgenössischen Amts für auswärtige Angelegenheiten (EDA) gegenüber der «NZZ am Sonntag» bestätigt: «Die Schweiz bleibt besorgt über die Menschenrechtssituation in der Türkei». (mim)

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15Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Pascolo 15.09.2019 14:31
    Highlight Highlight Rechnung für die Umstände erstellen und nach Ankara schicken, Er bekommt Geld für die Syrer, soll also auch gefälligst für seine Landsleute bezahlen!
    • AdiB 16.09.2019 12:42
      Highlight Highlight Keine 2000 euro pro kopf bekommt er für die flüchtlinge und dies einmalig das man über jahre verteilen muss.
  • Ruedi56 15.09.2019 13:42
    Highlight Highlight Liebe(r) was für ein Artikel! 130% von was ?

    Naja im 2017 und 2018 habe rund 1200 Türken Asyl und wohl noch einige Tausende in A und D. Tolles Land diese Türkei 🇹🇷
    Unverständlich dass man dorthin in die Ferien geht, solange diese Diktator regiert.
    • Scott 15.09.2019 20:25
      Highlight Highlight Ist halt super günstig und so vermag man auch den CO2-Ausgleich zur Beruhigung des Gewissens zu bezahlen.
    • Qui-Gon 16.09.2019 09:30
      Highlight Highlight Naja, die Südtürkei hat damals deutlich gegen Erdogans Reformen gestimmt und die Hotels und Läden gehören ja nicht dem Staat. Den Leuten gehts nicht besser, wenn man sie boykottiert.
  • H. Fröhlich 15.09.2019 13:30
    Highlight Highlight Klar ist dieser Präsidentenpalast ein Ausdruck von Grössenwahn. Nur um es etwas zu relativieren: Das Polizei- und Justizzentrum in Zürich (Bauherr, Kanton Zürich) kostet 568 Mio Fr.
  • malu 64 15.09.2019 12:24
    Highlight Highlight Es bleibt nur der Kampf gegen diese Diktatur, oder die Flucht.
  • Firefly 15.09.2019 11:15
    Highlight Highlight Liebe SVP, hier wäre also anzusetzen falls es euch wirklich um Ursachenbekämpfung geht.

    Ich hoffe, der Typ hat keine Konten in der Schweiz... ansonsten, rann an den Speck.
  • Eight5 15.09.2019 10:52
    Highlight Highlight Wäre gut zu wissen was die 130% in absoluten Zahlen bedeuten. 130% alleine sagt wenig bis gar nichts aus.
  • michirueegger 15.09.2019 10:25
    Highlight Highlight Der bekommt doch Geld dass er Flüchtlinge zurück hält?
    • borael 15.09.2019 13:28
      Highlight Highlight Erdogan bekommt Geld, damit er Flüchtlinge aus dem Nahen Osten zurück hält. Die Türken müssen aber vor ihrer eigenen Regierung fliehen, was Erdogan aber wahrscheinlich gar nicht zugeben würde.
  • sherpa 15.09.2019 09:55
    Highlight Highlight Angeblich soll der Putsch von hohen Offizieren der türkischen Armee geplant und mit Hilfe gleichgesinnter durchgeführt worden sein. So zumindest die Version des Diktators, es gibt allerdings große Zweifel an dieser Versio. Vielmehr soll Erdogan selbst den Putsch inszeniert haben um als, beim türkischen Volk, Staatsheld anerkannt und in den Himmel gehoben zu werden. Diese Version wird immer wieder und hinter vorgehaltener Hand, auch in der kritischen Türkei, ins Feld geführt.
    auf Grund des Verhaltens von Erdogan sicher nicht auszuschließen
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 15.09.2019 13:18
      Highlight Highlight Ganz ehrlich, ich glaube eigentlich auch eher dass Erdogan das ganze inszeniert hat, um seine Macht auszubauen.
  • Yoku 15.09.2019 09:13
    Highlight Highlight Hm, Zunahme um 130%. Sind es nun 23 statt 10 oder 23'000 statt 10'000. Die Angabe der absoluten Zahl hätte ich erwartet.
  • rodolofo 15.09.2019 09:00
    Highlight Highlight Der "Fall Erdogan" reiht sich ein in eine endlose Kette von selbstherrlichen, gewalttätigen, verlogenen und skrupellosen Herrschern in "Peripherie-Staaten" der global-kapitalistischen Macht-Pyramide, welche drei Spitzen hat: Eine ultra-liberal-kapitalistische (USA), eine staatskapitalistische (China) und eine neofeudal-mafios-kapitalistische (Russland).
    "Provinz-Fürsten", wie Erdogan, Duterte, Maduro, Bolsonaro, usw. haben die Aufgabe, ihre Bevölkerungen unter der Knute zu halten, damit ihre Länder die Rolle als Lieferanten von billigen Rohstoffen und Halbfertigungsprodukten weiter erfüllen.

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