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Unwetter in Spanien: Menschen warten auf Dächern auf Rettung

Unwetter in Spanien: Menschen warten auf Dächern auf Rettung

19.10.2026, 14:0019.10.2026, 14:00

Heftige Regenfälle haben in der Mittelmeerregion Spaniens zu schweren Überschwemmungen geführt.

In den Provinzen Valencia und Alicante standen am Morgen viele Strassen, Häuser und Campingplätze unter Wasser. Einige Menschen sassen in überfluteten Gebäuden fest und warteten teils auf Dächern auf ihre Rettung, wie der TV-Sender RTVE berichtete.

Rettungseinsätze aus der Luft wurden vorbereitet. Die Regionalregierung rief die zweithöchste Notfallstufe aus. In mehr als 40 Gemeinden der Provinzen Valencia und Alicante wurde der Unterricht ausgesetzt.

epa13315149 Cars are partially submerged along a flooded street near Terranova Beach in Oliva, Valencia province, Spain, 19 October 2026. Spain's national meteorological agency (AEMET) issued red ...
Hochwasser in Oliva.Bild: keystone

Besonders heikel war die Lage in Oliva: In der Küstengemeinde rund 70 Kilometer südlich der Provinzhauptstadt Valencia wurden nach Angaben von Bürgermeisterin Yolanda Pastor etwa 2000 Menschen von sieben Campingplätzen evakuiert. Die Feuerwehr rettete Menschen aus überfluteten Gebäuden. «Noch sind aber viele Menschen in ihren Häusern von den Wassermassen eingeschlossen», sagte die Bürgermeisterin im TV-Sender Antena 3. Einige seien auf die Dächer geflohen.

In den am schwersten betroffenen Gebieten im Süden der Provinz Valencia und im Norden der Provinz Alicante riefen die Behörden die Menschen auf, nach Möglichkeit in den Häusern zu bleiben. Besonders betroffen waren die Küstenregionen La Safor in Valencia und Marina Alta in Alicante.

Mehr als 600 Liter innerhalb von 24 Stunden

Nach Angaben des spanischen Wetterdienstes Aemet wurden in Oliva innerhalb von 24 Stunden mehr als 530 Liter Regen pro Quadratmeter gemessen, in der Gemeinde Pego in Alicante sogar gut 620 Liter pro Quadratmeter.

Auf Mallorca blieb die Lage trotz der für die Nacht ausgerufenen höchsten Alarmstufe Rot derweil ruhig. Die Rettungsdienste registrierten lediglich drei kleinere Zwischenfälle: zwei umgestürzte Bäume und eine inzwischen behobene Einsturzgefahr. Auf den Balearen wurden insgesamt 16 Vorfälle gemeldet, elf davon auf Ibiza und zwei auf Formentera. Auf allen Inseln war der Schulunterricht für Montag vorsorglich abgesagt worden.

Das Sturmtief «Adam» hatte zuvor mit extremen Niederschlägen bereits am Wochenende Chaos auf dem spanischen Festland verursacht, zwei Menschen starben. Eine Frau kam in Sagunto in der Provinz Valencia ums Leben, eine weitere Frau starb im katalanischen Cabrera de Mar.

Im Laufe des Montags sollten sich die Regenfälle in Valencia und Alicante und auch auf den Balearen allmählich abschwächen und weiter nach Katalonien verlagern. (dab/sda/dpa)

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