International
Syrien

Syrien: Laut Aktivisten16 Tote bei schweren Angriffen

Aktivisten: 16 Tote bei schweren Angriffen in Syrien

06.03.2025, 21:4606.03.2025, 21:46

Bei einer Reihe von Angriffen auf Sicherheitskräfte in Syrien sind Menschenrechtsaktivisten zufolge mindestens 16 Menschen getötet worden. Es seien die schwersten Angriffe gegen Sicherheitskräfte seit dem Sturz des früheren Machthabers Baschar al-Assad im Dezember, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit.

In sozialen Medien zirkulierte ein Video, das mehrere Sicherheitskräfte zeigt, die tot neben einem Einsatzfahrzeug liegen.

Oberstleutnant Mustafa Knifati, verantwortlich für die Sicherheit in der Provinz Latakia am Mittelmeer, machte frühere Gefolgsleute Assads verantwortlich. «Überbleibsel von Assad-Milizen» hätten Kontrollpunkte und Patrouillen in der Küstenstadt Dschabla nach guter Vorbereitung angegriffen, berichtete die Nachrichtenagentur Sana. Sie hätten auch öffentliche und private Gebäude beschädigt und geplündert.

Latakia ist eine Hochburg der Alawiten, denen auch Assad angehört. Er hatte Syrien mehr als zwei Jahrzehnte regiert. Nach einer Blitzoffensive unter Führung der Islamistengruppe HTS floh er nach Russland. Die neue Übergangsregierung unter Führung von Präsident Ahmed al-Scharaa hat seitdem versucht, die Sicherheit im Land nach einem langen Bürgerkrieg wiederherzustellen. In Teilen des Landes kommt es aber weiter zu Gefechten.

Sana berichtete, aus mehreren Provinzen seien militärische Konvois zur Verstärkung auf dem Weg nach Latakia. Der Beobachtungsstelle zufolge kam es zu schweren Kämpfen mit Artillerie und Hubschraubern sowie zu Gefechten mit Maschinengewehren am Boden. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
2 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2
Italien: Handy-Verbot für Fussgänger beim Überqueren der Strasse
Autofahrer dürfen beim Fahren unter keinen Umständen auf ihr Handy schauen. Auch Fussgänger werden in Italien wohl bald stärker in die Pflicht genommen.
Wer in Italien beim Überqueren der Strasse den Blick auf sein Handy richtet, dem droht künftig ein Bussgeld. Mindestens 75 Euro Strafe sollen fällig werden, wenn Fussgänger mit Smartphone von Polizei oder Ordnungsbeamten ertappt werden. Die Regelung ist Teil der geplanten Reform des italienischen Strassenverkehrskodex, berichten mehrere Nachrichtenportale. Dabei soll es keine Rolle spielen, ob Handynutzer einen Zebrastreifen nutzen oder die Fahrbahn an einer anderen Stelle überqueren.
Zur Story