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People in Akcakale, Sanliurfa province, southeastern Turkey, at the border with Syria, watch smoke billowing from targets inside Syria, during bombardment by Turkish forces, Thursday, Oct. 10, 2019. Turkey's foreign minister says Turkish troops intend to move some 30 kilometers (19 miles) deep into northern Syria and that its operation will last until all

Türken sehen, wie auf der syrischen Seite der Grenze Rauch auf steigt: Die Gefechte halten auch am Samstag an. Bild: AP

«IS»-Terroristen nutzen Chaos nach türkischer Invasion

In Nordsyrien mehren sich seit Beginn der türkischen Offensive Berichte von Aktionen der Terrormiliz «IS». Mehrere Extremisten sollen aus einem Gefängnis ausgebrochen sein, zwei Bombenanschläge wurden gemeldet.

David Ruch / t-online



Ein Artikel von

T-Online

Experten und Beobachter hatten vor diesem Szenario gewarnt: Wenn die Amerikaner aus Nordsyrien abziehen und die Türkei gegen die syrischen Kurden vorrückt, droht die Terrormiliz «IS» wieder an Stärke zu gewinnen. Nun scheint es, als könnten diese Befürchtungen wahr werden.

Seit dem Beginn der türkischen Militäroffensive gegen die kurdische Miliz YPG im Nordosten Syriens mehren sich Berichte, wonach die Dschihadisten die Gunst der Stunde zu nutzen versuchen. In der Stadt Kamischli an der türkisch-syrischen Grenze sollen am Freitag fünf «IS»-Kämpfer aus einem Gefängnis ausgebrochen sein, als in der Umgebung türkische Granaten niedergingen.

Begleitet wurde der Ausbruch von einem Autobombenanschlag, der Kamischli ebenfalls am Freitag erschütterte. Dabei wurden drei Zivilisten getötet und neun verletzt. Der «IS» bekannte sich. Die Stadt – eine der wichtigsten in Rojava, wie die syrischen Kurden die Region nennen – war in der Vergangenheit weitgehend verschont geblieben von den Bomben der Extremisten.

In this photo provided by Rojava Media Center, a pro-Kurdish media group, a Syrian family with their belongings flees Ras al Ayn, in northeast Syria, Wednesday, Oct. 9, 2019. Turkish President Recep Tayyip Erdogan announced Wednesday the start of a Turkish military operation against Kurdish fighters in northeastern Syria. (Rojava Media Center via AP)

100'000 Personen befinden sich wegen der Kämpfe auf der Flucht. Bild: AP

In der Nacht meldeten die kurdisch dominierten Syrisch-Demokratischen Kräfte (SDF) einen zweiten Autobombenanschlag in der Stadt Hasaka, 50 Kilometer von der Grenze entfernt. Die Explosion habe der zentralen Haftanstalt gegolten, in der Extremisten des «IS» festgehalten würden, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Die SDF hätten Verstärkung geschickt, um die «IS»-Häftlinge am Ausbruch zu hindern. Berichte über Tote oder Verletzte gab es nicht.

Kurden sprechen von Verrat der Amerikaner

Die Türkei hatte am Mittwoch ihre lange angedrohte Militäroffensive in Nordsyrien begonnen. Zuvor hatten sich die USA von ihren Posten in der Nähe der türkisch-syrischen Grenze zurückgezogen und damit praktisch dem Angriff den Weg geebnet. Der Schritt der Regierung von US-Präsident Donald Trump wurde international scharf kritisiert. Die syrischen Kurden, die gemeinsam mit den USA das «Kalifat» des «IS» im Frühjahr zerschlagen hatten, sprachen von Verrat.

Trump hatte den Abzug mit den Worten begründet, er wolle Amerika aus den «endlosen Kriegen» herausführen. Die USA würden nur noch dort kämpfen, wo es zu ihrem Nutzen sei, und nur noch kämpfen, um zu gewinnen. Im Übrigen sei der «IS» aus seinem «Kalifat» vertrieben worden.

FILE - In this Wednesday, July 11, 2018, file photo, President Donald Trump, left, talks with Turkey's President Recep Tayyip Erdogan, as they arrive together for a family photo at a summit of heads of state and government at NATO headquarters in Brussels. The White House says Turkey will soon invade Northern Syria, casting uncertainty on the fate of the Kurdish fighters allied with the U.S. against in a campaign against the Islamic State group. (AP Photo/Pablo Martinez Monsivais, File)
Donald Trump,Recep Tayyip Erdogan

Trump gab Erdogan per Telefon grünes Licht für die Offensive. Bild: AP

Beobachter und auch das US-Verteidigungsministerium hatten jedoch wiederholt davor gewarnt, die Schlagkraft der Dschihadisten zu unterschätzen. Als Gefahr wurden insbesondere die Tausenden von inhaftierten «IS»-Kämpfern in den Gefängnissen der syrischen Kurden betrachtet. Lager wie das in al-Hol, in dem 70'000 Menschen – «IS»-Kämpfer und Angehörige – unter widrigen Bedingungen untergebracht sind, gelten als tickende Zeitbomben.

Kürzlich warnte ein Kommandeur der SDF vor einer Revolte in al-Hol. «Der ‹IS› formiert sich im Camp neu. Wir können das nicht zu 100 Prozent kontrollieren, uns fehlen die Ressourcen. Die Situation ist ernst», erklärte er. Nach dem Beginn der türkischen Militäroffensive kündigten die SDF an, einen Teil der Soldaten von der Bewachung der Lager abzuziehen. Man sei dazu gezwungen, um der türkischen Invasion zu begegnen. Am Freitag hiess es dann, in al-Hol sei es zu einem Aufruhr gekommen.

Experten: Sicherheitspolitisches Vakuum droht

Nach Vorstellung der USA soll die Türkei künftig die Bewachung der inhaftierten Terroristen gewährleisten. Wie eine geordnete Übergabe der Lager unter den Bedingungen des Krieges vonstatten gehen soll, blieb allerdings offen. Experten warnten vor einem sicherheitspolitischen Vakuum. Nils Wörmer von der Konrad-Adenauer-Stiftung sagte t-online.de, es sei zu befürchten, dass der «IS» die Lage nutzt, um sich lokal zu reorganisieren und wieder an Stärke zu gewinnen.

Der Türkei-Experte und Politikwissenschaftler Burak Copur rief die Europäer zu schnellem Handeln auf. «Der geplante türkische Angriffskrieg ist auch eine sicherheitspolitische Gefahr für Europa, denn er wird eine neue Flüchtlingswelle in der Region auslösen, und damit werden sich möglicherweise auch freigekommene «IS»-Kämpfer nach Europa absetzen», sagte er t-online.de.

Türkische Armee fällt in Ras al-Ain ein

Unterdessen hat die Türkei ihren Vormarsch in Nordsyrien auch am Samstag fortgesetzt. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Ankara brachte die Armee die Grenzstadt Ras al-Ain unter ihre Kontrolle. Kurdische Kämpfer wiesen dies umgehend zurück. Der Kampf um Ras al-Ain dauere an, sagte ein Vertreter der SDF.

Ein AFP-Korrespondent und die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichteten, dass die türkische Armee zwar in Ras al-Ain einmarschiert sei. Die Gefechte dauerten demnach aber an. Über der Stadt waren dunkle Rauchschwaden zu sehen. 

 Seit Beginn der Offensive sind nach Angaben der Beobachtungsstelle 74 Kämpfer aufseiten der SDF getötet worden, 49 auf Seiten der Türkei und der mit ihnen verbündeten Rebellen. Zudem seien 20 Zivilisten ums Leben gekommen, die meisten davon in Tal Abjad. Die Türkei sprach von 415 getöteten feindlichen Kämpfern. Laut den Vereinten Nationen flohen 100'000 Menschen vor den Kämpfen.

Türkei startet Offensive gegen Kurden in Syrien

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36Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • malu 64 13.10.2019 09:38
    Highlight Highlight Die ganze Welt ist nur peinlich. Es braucht sofortige, harte Konsequenzen. Reiseverbot für alle Regierungsmitglieder und sperren ihrer Konten weltweit.
    Alle türkischen Produkte boykottieren.
  • malu 64 13.10.2019 04:05
    Highlight Highlight Der IS dankt Trump, für die Befreiung von vielen Brüdern. Als Belohnung werden sie ein paar militärische Einrichtungen in die Luft jagen.
  • Do not lie to mE 12.10.2019 23:04
    Highlight Highlight Mehrere tausend Menschen demonstrieren in Berlin gegen türkische Offensive in Nordsyrien und warnen vor dem IS
    Play Icon
  • manchmalnervts 12.10.2019 22:07
    Highlight Highlight Nun, wir wollten die IS Kämpfer ja nicht zurück nehmen. Jetzt kommen sie halt unkontrolliert zurück. Das nennt man fehlende Weitsicht. Wer keine Verantwortung übernehmen will, muss es halt auf andere Art lernen.
  • drjayvargas 12.10.2019 21:16
    Highlight Highlight So entstehen neue Gruppierungen, welche dann wieder bekämpft werden. Es geht also super auf als Basis für in 3-5 Jahren.
    Die Kurden lässt man trotz aller Loyalität liegen, aber in Saudi Arabien läuft man mit 1800 Mwnn mehr ein weil halt Geld vorhanden ist. Tjo 🤷‍♂️
  • Sosolala 12.10.2019 20:57
    Highlight Highlight Erdogan gehört vor ein Kriegsgericht. Genozide hartnäckig leugnen und den nächsten selber durchführen. Es ist abartig, was sich dieser Verbrecher unter den Augen der Weltpolitik alles leisten kann.
  • yey 12.10.2019 20:31
    Highlight Highlight Europa, der Zaungast.
  • Matthiah Süppi 12.10.2019 18:46
    Highlight Highlight Und die Bürgerlichen erlauben fröhlich Waffenexporte in die Türkei.
  • reactor 12.10.2019 18:14
    Highlight Highlight Vielleicht könntet ihr auch noch über die grosse Demo heute in Zürich berichten....
  • rodolofo 12.10.2019 17:34
    Highlight Highlight Immer wieder staune ich über die Tatsache, dass die Kurden IS-Terroristen gefangen halten!
    Niemand könnte es Ihnen verübeln, wenn sie mit diesen grässlichen Typen kurzen Prozess gemacht hätten!
    Aber diese Kurden beweisen damit eine hohen menschenrechtlichen Standart, der in dieser Region der sadistischen Kriegsgurgeln doch sehr erstaunlich ist!
    Aber die Trump-USA bevorzugt klassische Fascho-Régime, wie dasjenige von Erdogan...
  • ostpol76 12.10.2019 16:48
    Highlight Highlight Wir sind wieder auf Feld 1 und alles kann von vorne beginnen. Die lange, harte und opferreiche Arbeit der Kurden wird in wenigen Tagen zerstört.
    Was sind dass doch für Id....ten da unten.
  • Uglyman 12.10.2019 16:35
    Highlight Highlight Die Türkei ist auf dem besten Weg, nach den Armeniern auch das Volk der Kurden zu ermorden.
    Sicher ist, auch dieser Völkermord werden sie leugnen.
  • Basswow 12.10.2019 16:33
    Highlight Highlight Man müsste ALLE momentanen Politiker auf den Mars schiessen und NEU anfangen können 🤷🏽‍♂️
    Alles vollidioten, leider.
    • _kokolorix 12.10.2019 18:23
      Highlight Highlight Ein guter Teil dieser Politiker wurde gewählt, und zwar genau weil sie rassistisch sind, den Reichsten zudienen und auf Minderheiten herumtrampeln. Es nützt wenig, die Spitze des Eisbergs abzugraben. Auch wenn wir NEU anfangen, ⅓ der Menschen sind immer voll egoistisch, ein weiteres Drittel hängt sein Fähnchen dahin wo der Wind weht. Bloss ein Drittel versucht ernsthaft eine faire Gesellschaft aufzubauen und das sind längst nicht alles Helden die bereit sind ihr Leben für die Sache zu opfern. Entscheidend ist nur, wohin die Mitte tendiert. Bis vor Kurzem klar egoistisch, aber wer weiss...
    • Nate Summer-Cook 12.10.2019 18:58
      Highlight Highlight Na ALLE ist jetzt aber etwas übertrieben. Z.B. Der Äthiopische Presi scheint ganz ok zu sein 🤷🏼‍♂️
    • Basswow 14.10.2019 02:09
      Highlight Highlight Ich habe versucht alles mal andersherum zu sehen:
      Nicht immer nur die miserablen Politiker Typen aufzuzählen. Wollte mal die guten aufzählen...es fielen mir aber nur 2-3 ein...das ist eindeutig zu wenig 😕
  • Garp 12.10.2019 16:17
    Highlight Highlight Das ist doch alles so gewollt, weil es keine Überraschung ist. Die Türkei hat den IS ja unterstützt. Die Kurden werden geopfert und Europa weiter destabilisiert, was so mancher Grossmacht sehr gelegen kommt.
    • rodolofo 12.10.2019 17:38
      Highlight Highlight Und die Europäer merken gerade, dass sie Freunde hätten im Nahen Osten...
      Zu spät?
      Ich hoffe es nicht, aber ich befürchte es.
    • _kokolorix 12.10.2019 18:33
      Highlight Highlight @rodolfo
      Zu spät ist es nie. Aber eine entschiedene Reaktion kann in Europa kein Politiker riskieren, weil ihn die selbstgerechten Wutbürger sonst abwählen wenn ein paar Tausend Flüchtlinge in sein Land kommen.
      Ich fürchte die Dummheit und Ignoranz der satten unzufriedenen Mehrheiten hier wird zu einer weiteren Gewalteskalation, bis hier in Europa führen. Erst dann werden diese Nimmersatte feststellen, dass sie es früher doch ganz gut hatten, ja im Überfluss lebten, von dem sie ab und zu mal was hätten abgeben können
    • Garp 12.10.2019 20:12
      Highlight Highlight Es gibt nicht die Europäer, manche huldigen Erdogan. Leider!
  • Füürtüfäli 12.10.2019 16:11
    Highlight Highlight Von Ankara unterstützte Rebellenmilizen...
    Den Peschmerga und der YPG haben wir es zu verdanken, dass der islamische Staat weit zurückgedrängt worden ist. Sie haben die gefährlichen Bodeneinsätze durchgeführt, für welche die US- und NATO zu feige waren.

    Sie haben auch für die Sicherheit in Europa gekämpft!
    Play Icon


    Jetzt lassen wir zu, dass Sie dafür von Erdogan und den "unterstützte Rebellenmilizen" (die Großteils aus Ex-IS-Kämpfern bestehen) ermordet werden?

    Dafür diskutieren wir über die Rückholung ehem. IS-KämpferInnen.
    Zum Kotzen!
  • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 12.10.2019 16:05
    Highlight Highlight Danke Mr. Stable Genius Trump und Erdogan 😔
  • Damuck 12.10.2019 16:04
    Highlight Highlight Es ist einfach nur zum heulen. Ich war heute bei meinem kurdischen Coiffeur, dessen Heimatdorf in Nordsyrien liegt. Er erzählte mir, dass er alle zwei Stunden seine Mutter in Syrien anrufe um zu schauen, ob alles in Ordnung ist. Die Leute dort fühlen sich total verar****, da sie jahrelang gegen den IS gekämpft haben und nun von allen im Stich gelassen werden. Die eigenen Truppen werden nun an der Grenze zur Türkei benötigt. So fehlen sie aber überall dort, wo der IS noch aktiv ist (und in den Gefängnissen).
    Das kurdische Volk; ein Spielball der internationalen Politik...
  • RatioRegat 12.10.2019 16:04
    Highlight Highlight Die Kurden sind die besten Verbündeten des Westens im Kampf gegen ISIS. Die Türkei gehört hingegen zu den schlechtesten "Verbündeten", sofern dieser Begriff überhaupt gerechtfertigt ist.

    Jahrelang hat die Türkei die Islamisten weitgehend ungehindert nach Syrien einsickern lassen. Viele Grenzübergänge wurde erst geschlossen, nachdem die Kurden die Ortschaft auf der syrischen Seite erobert hatten.

    Die Schweiz und andere europäische Staaten müssen hier klar Stellung beziehen und wirkungsvolle Sanktionen gegen die Türkei ergreifen.
  • F Dizzy 12.10.2019 15:51
    Highlight Highlight Ist doch genau, was der Erdowahn möchte.. den IS befreien, damit diese für ihn wieder kämpfen können.. traurig nur, dass der EU/Nato/UN und all die nutzlosen Organisatiomem nur zusehen und abwarten:/
    • _kokolorix 12.10.2019 18:54
      Highlight Highlight Diese Organisationen sind designt um Europa vor der Selbstzerfleischung zu bewahren oder eine Invasion des Wahrschauer Pakts abzuwehren. Diese Aufgaben haben sie erfüllt, aber sie wurden nie an die aktuellen Bedrohungsszenarien angepasst. Ein Mangel der auch bei der Schweizer Armee immer deutlicher wird. Auch unsere Armeeführung glaubt mit mächtigen Waffen protzen zu müssen. Aber in der heutigen Welt weist man den Gegner mit wirtschaftlichen Massnahmen in die Schranken, nicht mit Bomben und Kanonen.
      Dazu muss man dann aber den einen oder anderen Deal opfern, dabei hapert es aber gewaltig
  • RatioRegat 12.10.2019 15:46
    Highlight Highlight Das war absolut voraussehbar.

    Die Kurden, die versuchen im Norden Syriens eine einigermassen sichere, demokratische und pluralistische Gesellschaft zu errichten, werden von Erdogan offenbar als die grössere Gefahr wahrgenommen als der IS.

    • Pascal1917 12.10.2019 16:02
      Highlight Highlight Das schwere Erbe von 1919...
    • supremewash 12.10.2019 16:57
      Highlight Highlight Dieser Trottel sieht im IS nicht mal die Gefahr fürs eigene Land und seine Leute.
    • Garp 12.10.2019 17:29
      Highlight Highlight Erdogan ist doch selber ein Islamist. Und ja die Kurden werden von vielen Türken als grosse Gefahr wahrgenommen. Waisenknaben sind sie ja auch nicht.
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«Wir sprechen hier von einem Nato-Mitglied, das Bomben auf Zivilisten abwirft»

Trotz Feuerpause laufen die Gefechte in Rojava weiter. Mittendrin: Die Schweizer Ärztin Maja Hess. Bei ihrem Einsatz in einem kurdischen Spital behandelte sie Opfer von grauenhaften Misshandlungen.

Frau Hess, am Dienstagabend kamen Sie von Nordsyrien zurück. Was haben Sie dort gemacht? Maja Hess: Ich war Teil einer internationalen Ärztedelegation, bestehend aus acht Medizinern aus Deutschland, Dänemark, Schweden und der Schweiz. Auf Einladung der Hilfsorganisation Kurdischer Roter Halbmond bereisten wir während einer Woche die Gebiete, die von der türkischen Invasion betroffen sind. Unsere Mission war in erster Linie zu beobachten, wie es den Leuten geht, an was es ihnen fehlt und das …

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