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Türkei

Finnland verteidigt NATO-Beitritt ohne Schweden

epa10528609 Finland's President Sauli Niinisto (L) and Turkish President Recep Tayyip Erdogan attend a press conference after their meeting at the presidential palace in Ankara, Turkey, 17 March  ...
«Die Ratifizierung unserer NATO-Mitgliedschaft liegt in den Händen der Türkei und Ungarns», sagt Sauli Niinistö, hier bei einem Treffen mit Recep Erdogan.Bild: keystone

Finnlands Präsident verteidigt möglichen NATO-Beitritt ohne Schweden

19.03.2023, 12:2404.04.2023, 09:19

Der finnische Präsident Sauli Niinistö hat den sich abzeichnenden NATO-Beitritt Finnlands ohne Schweden verteidigt. «Hätten wir der Türkei die Ratifizierung verweigern sollen? Das klingt etwas verrückt», sagte Niinistö nach der Ankündigung der Türkei am Freitag, zunächst nur den Beitritt Finnlands, nicht aber den Schwedens, ratifizieren zu wollen. «Es wäre eine sehr schwierige Situation gewesen, wenn wir Nein zu Ankara gesagt hätten», sagte Niinistö.

Er habe immer betont, man gehe «Hand in Hand» mit Schweden, soweit es in den Händen der nordischen Länder liege, sagte der finnische Präsident weiter. «Aber die Ratifizierung der finnischen NATO-Mitgliedschaft liegt in den Händen der Türkei und Ungarns.»

Vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs in der Ukraine hatten sich Finnland und Schweden im vergangenen Frühjahr gemeinsam um eine Mitgliedschaft in dem westlichen Verteidigungsbündnis beworben. Dem Beitritt müssen alle NATO-Mitglieder zustimmen.

Die Türkei sperrt sich aber bislang gegen einen Beitritt Schwedens. Ankara fordert von dem Land die Auslieferung von 120 Personen, die aus Sicht der Türkei «Terroristen» sind. Auch die Zustimmung Ungarns zu dem Antrag Schwedens steht noch aus. Den finnischen Beitritt will das ungarische Parlament dagegen am 27. März ratifizieren.

Seiner Einschätzung nach verschlechtere ein früherer NATO-Beitritt Finnlands nicht die Sicherheitssituation in Schweden, sagte Niinistö in dem Interview, das am Sonntagabend in voller Länge bei dem Sender SVT ausgestrahlt werden sollte. Er hoffe nicht, dass es lange dauere, bis Schweden Finnland in die NATO nachfolge. (sda/dpa)

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