Nach tödlichem Unfall: Six Flags rüstet Achterbahnen mit Gurten nach
Six Flags verschärft nach einem tödlichen Unfall in den USA seine Sicherheitsvorkehrungen. Anfang Oktober wurde ein 42-jähriger Mann während der Fahrt mit der Achterbahn «Goliath» im US-Bundesstaat Georgia aus seinem Sitz geschleudert und tödlich verletzt. Vier weitere Passagiere wurden verletzt.
Konzernchef John Reilly kündigte nun in einem Schreiben an die Kundschaft an, dass die «Goliath» und vergleichbare Achterbahnen zusätzlich mit Sicherheitsgurten ausgerüstet werden. Bislang verfügen die Fahrgeschäfte bereits über Sicherheitsbügel.
Neun Achterbahnen bleiben vorerst geschlossen
Die «Goliath» bleibt bis zum Abschluss weiterer Sicherheitsüberprüfungen ausser Betrieb. Auch acht weitere Fahrgeschäfte in fünf Six-Flags-Parks werden vorsorglich geschlossen.
Das Unternehmen hat zudem unabhängige Ingenieure und Spezialisten beauftragt, die Sicherheitsabläufe in seinen Freizeitparks zu überprüfen. Six Flags betreibt 34 Parks in Nordamerika mit insgesamt mehr als 220 Achterbahnen.
Die Ermittlungen zur genauen Ursache des Unfalls dauern an.
Bis zu 112 Kilometer pro Stunde
Die «Goliath» wurde 2006 eröffnet. Die Bahn erreicht eine Höhe von rund 60 Metern und Geschwindigkeiten von bis zu 112 Kilometern pro Stunde. Zu den Elementen gehören ein rund 52 Meter tiefer Fall sowie eine 540-Grad-Spirale.
Der tödliche Vorfall war nicht der erste schwere Unfall in einem Six-Flags-Park. 2011 starb ein Kriegsveteran nach einem Sturz aus einem Fahrgeschäft in New York. Zwei Jahre später kam eine Frau in Texas ums Leben, nachdem sie aus ihrer Sicherung gerutscht und rund 23 Meter in die Tiefe gestürzt war.
2022 erlitt zudem ein 22-Jähriger nach einer Fahrt mit der Achterbahn «X2» im Six Flags Magic Mountain in Kalifornien eine tödliche Hirnverletzung. Nachdem später mehr als 100 Menschen Verletzungen im Zusammenhang mit der Bahn geltend gemacht hatten, wurde sie geschlossen. (mke)
