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Melnyk warnt Putin: «Verschwindet aus der Ukraine, bevor es zu spät ist»

Ukraine's Ambassador to the United Nations Andrii Melnyk makes a statement on behalf of a group of nations before a Security Council meeting at United Nations headquarters, Tuesday, May 26, 2026. ...
Der ukrainische UN-Botschafter Andrij Melnyk (l.) bei einem früheren Auftritt.archivBild: keystone

Melnyk warnt Russland: «Verschwindet aus der Ukraine, bevor es zu spät ist»

Der ukrainische Vertreter bei den Vereinten Nationen signalisierte im UN-Sicherheitsrat Gesprächsbereitschaft. Zugleich drohte er dem russischen Diktator Wladimir Putin mit einem Kurswechsel.
24.06.2026, 10:0624.06.2026, 10:06
Julian Alexander Fischer, Simon Cleven / t-online
Ein Artikel von
t-online

Andrij Melnyk, ständiger Vertreter der Ukraine bei den Vereinten Nationen, zeigt sich bereit, mit Russland zu sprechen. So habe sich die Dynamik im vergangenen Monat deutlich geändert und Russland habe erkannt, dass es den Krieg nicht gewinnen könne, sagte er in einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats.

Man sei bereit, zu verhandeln, um einen gerechten und dauerhaften Frieden im Einklang mit der UN-Charta zu erreichen, sagte Melnyk, der früher ukrainischer Botschafter in Deutschland war. Allerdings sei die Geduld der Ukraine «nicht unbegrenzt». Er könne daher nicht ausschliessen, «dass die Ukraine ihre Position überdenkt und ihr Angebot ändert.»

Zudem warnte er Russland: «Sie werden die besetzten Gebiete niemals halten können. Niemals.» Er forderte: «Verschwindet aus der Ukraine so schnell ihr könnt, bevor es zu spät ist!»

Die Sitzung wurde auf Antrag Kiews nach den jüngsten russischen Angriffen auf ukrainische Städte und Kulturstätten einberufen. Nach Angaben der Ukraine gab es dabei zahlreiche zivile Tote und Verletzte.

Scharfe Vorwürfe gegen Putin

Melnyk sprach von einem beispiellosen Ausmass des russischen «Raketenterrors» gegen die ukrainische Bevölkerung. Allein in der Nacht zum 15. Juni habe Russland mehr als 70 Raketen und über 600 Drohnen eingesetzt. Ziel der Luftangriffe sei vor allem die ukrainische Hauptstadt gewesen.

Besonders ausführlich sprach Melnyk über den Angriff auf das Kiewer Höhlenkloster, eine Unesco-Welterbestätte aus dem 11. Jahrhundert. Russland habe damit erneut eine rote Linie überschritten, betonte er. Der Angriff sei «eine Ohrfeige für die gesamte zivilisierte Welt».

Der ukrainische Diplomat warf Kremlchef Wladimir Putin vor, sich durch die Angriffe auf Kulturstätten «einen Platz unter den finstersten Figuren der modernen Geschichte» gesichert zu haben. Zudem beschuldigte er Russland, gezielt die kulturelle Identität der Ukraine anzugreifen. Als Beispiel nannte er Schäden am Dowschenko-Filmstudio in Kiew, das Melnyk als das «ukrainische Hollywood» bezeichnete.

Weiter sprach der Botschafter von Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Russische Streitkräfte würden gezielt zivile Infrastruktur angreifen und hätten zuletzt auch Handelsschiffe auf dem Weg zu ukrainischen Häfen attackiert.

Zugleich verteidigte Melnyk ukrainische Angriffe auf russische Ölraffinerien. Diese seien nach internationalem Recht legitime militärische Ziele, da sie Treibstoff für russische Panzer, Flugzeuge und Raketen lieferten. Die ukrainischen Streitkräfte würden dagegen keine Zivilisten angreifen.

Mit Blick auf die Lage in Russland erklärte Melnyk, die Folgen des Krieges seien inzwischen auch dort deutlich spürbar. Fast 40 Prozent der russischen Ölraffinerien seien beschädigt worden. «Das ist erst der Anfang», warnte der ukrainische UN-Botschafter.

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Die beliebtesten Kommentare
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Acai
24.06.2026 10:47registriert März 2017
Ich bewundere die Ukraine dafür, dass sie sich konsequent nur rein militärische Ziele ausgesucht. Es muss schwierig sein, sich so im Zaum zu halten. Es wäre ja ein leichtes, ganz Moskau mit einer Drohnenschauer zu überziehen, also wie die Russen Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser oder Wohnblöcke zu beschiessen.
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Callao
24.06.2026 10:45registriert April 2020
Stimme dem Botschafter zu 100% zu!
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Rannen
24.06.2026 10:44registriert Januar 2018
Bravo Ukraine, das ist die Ansage! Die kranken Russen sollen zurück in ihr Gezzo
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