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Historischer Wintereinbruch: Bombenzyklon trifft USA

epa12691168 An ice sheet covers the bank of the East River as freezing temperatures continue in New York, New York, USA, 29 January 2026. EPA/SARAH YENESEL
Die eiskalten Temperaturen lassen Teile des East River in New York gefrieren.Bild: keystone

Historischer Wintereinbruch: Bombenzyklon trifft USA

01.02.2026, 16:1501.02.2026, 16:15

Ein schwerer Wintersturm hat Schnee, Orkanböen, Sturmfluten und gefährliche Kälte in den Südosten der USA gebracht. Ein Tiefdruckgebiet vor der Küste entwickelte sich in der Nacht zum Sonntag nach Angaben des nationalen Wetterdienstes zu einem sogenannten Bombenzyklon – einem explosiv erstarkenden Wintersturm.

Im US-Bundesstaat North Carolina fielen örtlich Schneemengen, die zu den höchsten seit Beginn der Aufzeichnungen zählen. An der Küste wurden bis zum Morgen (Ortszeit) teils mehr als 25 Zentimeter gemessen, in Charlotte war es bis dato der viertschneereichste Tag seit fast 150 Jahren. Betroffen waren auch South Carolina sowie Teile von Georgia und Virginia.

epaselect epa12691598 Snow piles up outside the US Capitol in Washington, DC, USA, 29 January 2026. EPA/WILL OLIVER
Schneebrocken vor dem Capitol in Washington, DC.Bild: keystone

Gefährliche Windchill-Temperaturen

Auch weiter südlich sorgte die hinter dem Sturm nachströmende arktische Kaltluft für ungewöhnliche Wetterphänomene. In Florida meldeten Meteorologen neue Kälterekorde für den Monat Februar: Die Temperaturen sanken teils bis unter den Gefrierpunkt – sogar in Teilen Südfloridas. Solche Werte seien dort zuletzt Ende der 1980er Jahre gemessen worden, teilte der Wetterdienst mit.

Behörden warnten vor lebensgefährlichen Windchill-Temperaturen, also gefühlten Temperaturen, die oft deutlich unter den gemessenen Werten liegen, weil starker Wind der Haut Wärme entzieht. Dadurch steigt das Risiko für Unterkühlungen und Erfrierungen deutlich.

Zweiter Wintersturm in Folge

Der neue Sturm folgt auf die extreme Kälte und auf starke Schneefälle vom vergangenen Wochenende, bei denen nach Medienberichten mindestens 85 Menschen in mehreren US-Bundesstaaten ums Leben kamen. Hunderttausende Haushalte sind vielerorts noch immer ohne Strom und damit ohne Heizung. Mit den neuen Ausfällen waren landesweit am Sonntagmorgen mehr als 150'000 Haushalte und Betriebe betroffen, besonders in Mississippi und Tennessee.

Auch der Flugverkehr blieb stark eingeschränkt: Mehr als 1'100 Flüge wurden am Sonntag gestrichen, nachdem bereits am Samstag rund 2'500 Verbindungen ausgefallen waren. Zudem kam es auf vereisten Strassen zu zahlreichen Unfällen und Lieferverzögerungen. (sda/dpa)

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