117 tote Hunde in kalifornischem Tierheim entdeckt
In einem Tierheim in Kalifornien haben Ermittler der lokalen Polizeibehörden die Überreste von mindestens 117 Hunden entdeckt. Das Büro des Sheriffs informierte in einer Mitteilung über den Fund; mehrere US-Medien hatten anschliessend darüber berichtet.
Die Behörden waren von Tierschützern wegen Verdachts auf Tierquälerei und Betrug zum Tierheim gerufen worden. Die Polizisten hätten anschliessend das Gelände abgesucht, unter anderem mithilfe eines Bodenradars. Dabei seien die Überreste von mindestens 117 Hunden in verschiedenen Stadien der Zersetzung aufgefunden worden. Viele davon hätten Fragmente von Projektilen in sich getragen.
Demnach sei bei vielen der Hunde wohl die Todesursache eine Schussverletzung gewesen, heisst es in der Mitteilung. Die Kadaver waren auf einem offenen Feld vergraben gewesen.
Besonders brisant: Das Tierheim verkauft sich als «No-Kill-Shelter». Üblicherweise werden in solchen Heimen eben keine Tiere getötet. Der Betreiber weist Vorwürfe diesbezüglich zurück: Berichte über sein Heim hätten «ein unvollständiges und teils unzutreffendes Bild unserer Arbeit» gezeichnet.
Sein Ziel sei es, «so viele Tiere wie möglich sicher zu retten». Man sei stets bedacht, das Mitgefühl für die Tiere mit der Verantwortung über die Sicherheit von Familien, Kindern, anderen Haustieren und der Öffentlichkeit in Balance zu halten.
Weiter schreibt der Betreiber, dass man in diesem Tierheim keine Tiere töte, nur um «Platz zu schaffen». Es gäbe aber seltene Fälle, in denen eine gezielte Tötung nötig sein könne – etwa, wenn ein Tier an einer unheilbaren Krankheit leide oder eine Gefahr für andere Tiere oder Menschen darstelle.
(cpf)
