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Er raste mit einem Auto in eine Demo – US-Neonazi zu 419 Jahren Haft verurteilt



epa06159869 Flowers, candles and other items are placed in memory of Heather Heyer and for those affected by the violence at the site where a vehicle smashed into counter-protesters in Charlottesville, Virginia, USA, 24 August 2017. The city draped black canvas over statues of two Confederate generals, 23 August, at Emancipation Park and Justice Park following the violence that occurred at the 12 August white nationalist rally in Charlottesville. A vehicle, who police say was driven by James Alex Fields Jr., smashed into a crowd of counter-protesters 12 August, resulting in the death of 32-year-old Heather Heyer and the injury of more than two dozen others. The city council has voted to remove the Lee statue but a lawsuit has put that action on hold.  EPA/MICHAEL REYNOLDS

Blumen und Kerzen am Tatort, 24. August 2017. Bild: EPA/EPA

Ein bereits zu lebenslanger Haft verurteilter Neonazi ist in den USA zu lebenslänglich plus 419 Jahren Haft verurteilt worden. Ein Gericht im Bundesstaat Virginia verhängte diese Strafe am Montag gegen den 22-Jährigen.

Der junge Mann war im August 2017 am Rande einer Neonazi-Demo in Charlottesville mit einem Auto in eine Gruppe von Gegendemonstranten gerast und hatte eine Frau getötet und 29 weitere Menschen verletzt.

Das Bundesgericht in Virginia verkündete nun das endgültige Strafmass. Wegen des Mordes an der 32-jährigen Gegendemonstrantin war Fields bereits im vergangenen Dezember von einem örtlichen Geschworenengericht für schuldig befunden worden.

Ende Juni 2019 war er wegen 29 Hassverbrechen zu lebenslanger Haft ohne Aussicht auf Begnadigung verurteilt worden. Dieser Vorwurf bezieht sich auf die 29 Menschen, die bei dem Angriff verletzt wurden. Fields hatte sich in Absprache mit der Anklagebehörde schuldig bekannt, um der Todesstrafe zu entgehen.

Videos von der Tat

Der junge Mann war aus seiner Heimatstadt Maumee im Bundesstaat Ohio nach Charlottesville gefahren, um am Marsch von Rechtsextremisten am 12. August 2017 teilzunehmen.

Auf im Prozess gezeigten Videoaufnahmen war zu sehen, wie Fields sich an rassistischen, antisemitischen und homophoben Sprechchören beteiligte und die typische Kleidung von weissen Rechtsextremisten in den USA trug: ein weisses Polo-Shirt und khakifarbene Hosen.

Die Staatsanwaltschaft zeigte auch Videoaufnahmen von der Tat: Darauf war zu sehen, wie Fields mit seinem Auto einen Hügel hinauffuhr, bevor er auf eine Gruppe von Gegendemonstranten zuraste, die sangen und feierten, nachdem die Stadt die rechtsextremen Demonstranten des Platzes verwiesen hatte.

Monate zuvor hatte Fields Bilder beim Online-Dienst Instagram hochgeladen, auf denen ein Auto in Demonstranten rast. Die Anklage sah darin den Beweis, dass seine Tat geplant war.

Der Aufmarsch von Neonazis und anderen Rassisten in Charlottesville hatte weltweit für Schlagzeilen gesorgt – auch deshalb, weil US-Präsident Donald Trump kurz danach das Verhalten von Rechtsextremisten und Gegendemonstranten gleichsetzte und von «Gewalt auf vielen Seiten» sprach. (jaw/sda/afp)

Charlottesville August 2017: Neonazis und Gegendemonstranten geraten aneinander

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19Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Magnum 16.07.2019 14:51
    Highlight Highlight «Very fine people, on both sides.»
  • Silvan Marty 16.07.2019 14:05
    Highlight Highlight Wie lächerlich... 500jahre verurteilt...
    Sind die krank, meinen einzelne täter für 7-8 leben einzusperren verbessere die Gesellschaft..
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 16.07.2019 18:08
      Highlight Highlight Nö, es ist lediglich auf dem Papier so lange.
      In Wirklichkeit stirbt der Typ ganz einfach im Knast an Altersschwäche und fertig.
  • Gipfeligeist 16.07.2019 13:32
    Highlight Highlight 419 Jahre sehen nach einer faire Strafe aus, sprechen allerdings für eine unfaire und kaputte Justiz...
    • Baba 16.07.2019 14:35
      Highlight Highlight Das US Justizsystem sieht mehr als nur eine 25 Jahre dauernde "lebenslange" Strafe vor. Da gibt sich das Problem einer anschliessenden Verwahrung auch nicht... Offenbar wird da alles für sich beurteilt und am Schluss die Strafen addiert. So kommen auch "acht mal lebenslänglich" u.ä. zustande.

      Über Erfolg oder Versagen des US Justik und des -vollzugs müssen wir jetzt nicht diskutieren - da reichen 600 Zeichen definitiv nicht aus.
  • Rupert The Bear 16.07.2019 12:36
    Highlight Highlight So ein Urteil ist doch dämlich. Lebenslänglich ohne Chance auf Bewährung wäre realistischer.

    Aber Hauptsache, er wird nicht durch die Giftspritze erlöst und schmort bis zum bitteren Ende in einer Zelle!
  • Goblin Johnson 16.07.2019 10:44
    Highlight Highlight Bleiben da nach seinem tod die überreste noch weitere 419 jahre in der zelle liegen? Oder wird er mit handschellen beerdigt??
    • DocShi 16.07.2019 11:22
      Highlight Highlight Nein, er wird speziell behandelt und kommt als Zombie wieder um den Rest abzusitzen. 😁
    • bebby 16.07.2019 11:43
      Highlight Highlight Deshalb liegt also Lenin schon solange im Mausoleum. Danke DocShi.
    • Silvan Marty 16.07.2019 14:08
      Highlight Highlight Genau einfrieren und nach 500 Jahren auftauen und schauen ob er resozialisiert ist.... Oder andere familien angehörige müssen rest absitzen... Kommt so weit
  • Matrixx 16.07.2019 10:42
    Highlight Highlight Und danach wird er noch verwahrt, oder wars das dann?
    • Score 16.07.2019 11:11
      Highlight Highlight Ich denke danach folgt noch die Todesstrafe...
  • Typ 16.07.2019 10:31
    Highlight Highlight Na super, so kann er immernoch 581 Jahre des Tausendjährigen Reiches geniessen...
  • The fine Laird 16.07.2019 10:25
    Highlight Highlight Ich hätte ihm nochmals 100 Jahre obendrauf gegeben nur zur Sicherheit🙄😂
  • Baba 16.07.2019 10:04
    Highlight Highlight Und der ach so mitfühlende, dauertwitternde amerikanische "Landesvater" aka Donald J. Trump, der beste POTUS aller Zeiten, der so unglaublich gute Worte kennt, dieser Typ hat damals KEIN Wort des Bedauerns für das Todesopfer und die Verletzten gefunden. Noch hat er die Tat mit einem Wort verurteilt. Im Gegenteil, er nannte dieses Pack sogar "fine people".

    Der 22jährige Täter ist ein weisser Amerikaner... Ein Schelm, wer Böses dabei denkt 🤬
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 16.07.2019 13:46
      Highlight Highlight Er hat jedoch die Amokfahrt mit keinem Wort verurteilt, sonder einfach wieder geschwafelt.
    • m:k: 16.07.2019 14:02
      Highlight Highlight @ Cédric. Jetzt verrennst du dich komplett. Die Demos wurden unter dem Motto "Unite the Right" abgehalten. Organisiert von der Alt-Right Bewegungen nahmen daran unter anderem teil: der Ku-Klux-Klan, National Socialist Movement oder Traditional Youth Network.
      Das sind bekennende Neonazis und/ oder stolze Rassisten. Wer mit solchen Leuten übereinstimmt, gehört niemals in die Kategorie "fine people".
      Es heisst nicht, dass alle Konservativen per se schlecht sind. Aber alle die sich mit Neonazis verbünden sind definitiv schlecht und müssen bekämpft werden.
    • Baba 16.07.2019 14:30
      Highlight Highlight Ach Cédric! Sie meinen Neonazis sind also "fine people"? Bloss weil sie damals in Charlottesville nicht "mordend durch die Strassen zogen"? Echt jetzt?

      Ich hoffe für Sie, bzw. Ihre Umgebng, dass bei Ihrer der Entscheidung, jemanden als "netten Menschen" zu bezeichnen etwas mehr als "sie/er zieht nicht mordend durch die Strassen" einfliesst.

      45 hat seit dem 20. Januar 2017 unzählige Male bewiesen, dass er ZERO Empathie in sich trägt. Was er kann ist Hass und Verachtung säen - oder Dummheiten verbreiten (Wälder rechen...). Seine Tweets über die vier US-Kongressfrauen waren Beweis (für beides).
  • Asmodeus 16.07.2019 09:42
    Highlight Highlight Der Mann hat ein Leben genommen und zahlreiche zerstört. Unter Anderem sein eigenes.

    Selbst bei Guter Führung wäre er erst nach 286 Jahren draussen (guter Witz).

    Der nächste Schritt werden Privatklagen der Verletzten und Angehörigen werden. Nicht weil bei dem Verlierer Geld zu holen wäre, sondern weil ansonsten die Arztrechnungen nicht bezahlt werden können.


    Ansonsten. Mal sehen was zuerst kommt. Die Kuscheljustiz-Schreier, die Relativierer (er hatte nur Angst und war panisch wegen der bösen linksextremen), die Verschwörungsspinner oder die Ablenker (siehe Thematik böse linksextreme).

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