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Student, schwarz, unbewaffnet, erschossen: Die USA haben einen neuen Fall von Polizeigewalt

Student, schwarz, unbewaffnet, erschossen: Die USA haben einen neuen Fall von Polizeigewalt

09.08.2015, 04:2309.08.2015, 10:39

In den USA ist erneut ein unbewaffneter Schwarzer von einem weissen Polizisten erschossen worden. Bei dem Toten handle es sich um einen 19-jährige Studenten, teilte die Polizei in Arlington im US-Bundesstaat Texas am Samstag mit.

Soll die Todesschüsse abgefeuert haben: US-Polizist Brad Miller.
Soll die Todesschüsse abgefeuert haben: US-Polizist Brad Miller.Bild: AP/Arlington Police Department

Er sei mit einem Auto in das Schaufenster eines Autohändlers gefahren. Nach Eintreffen der Polizei sei es zu einer Auseinandersetzung gekommen, bei der Schüsse gefallen seien. Der Tote sei unbewaffnet gewesen, teilte die Polizei weiter mit. Der Vorfall werde untersucht. Wie das gerichtsmedizinische Institut bekanntgab, hatte der Tote Schusswunden am Hals, im Brustkorb und im Bauch.

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Mit seinem Jeep durchbricht das spätere Opfer die Abschrankung zum Gelände des Autohändlers.

Überwachungsvideos, die vom Autohändler Classic GMC Buick aufgenommen und von Medien online verbreitet wurden, zeigen, wie der mutmassliche Eindringling auf dem Gelände randaliert.

Videoaufnahmen vom Tatort.YouTube/YouFirstNews

Die Nachricht machte in den sozialen Netzwerken umgehend die Runde. Beim Opfer handelt es sich offenbar um Christian Taylor, ein Mitglied des Football-Teams der Angelo State University. Sein Vater sagte gegenüber den Medien, sein Sohn sei noch nie mit dem Gesetz in Konflikt geraten.

US-Medien ordneten den Twitter-Account «October 13th» Taylor zu. Auf dem sozialen Netzwerk hatte sich dieser selber in der Vergangenheit gegen Polizeigewalt gewehrt:

Nachdem in den vergangenen Monaten mehrere Male unbewaffnete Schwarze von Polizisten erschossen wurden, ist in den USA eine Debatte um übermässige Gewaltanwendung im Dienst entbrannt. Es kam auch immer wieder zu Unruhen.

Auslöser waren die tödlichen Polizeischüsse auf einen schwarzen Jugendlichen in der US-Kleinstadt Ferguson vor genau einem Jahr. An ihn soll mit einer Reihe von Veranstaltungen gedacht werden. Am Sonntag ist eine Schweigeminute geplant. (kad/sda/reu)

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