Demokratische Funktionärin verweigert eigenem Senatskandidaten die Stimme
Turek erklärt in der Werbung, er sei gegen Diskriminierung, lehne aber die Teilnahme von Transfrauen am Frauensport sowie eine Finanzierung geschlechtsangleichender Behandlungen durch Steuergelder ab. Kathy Winter, Vorsitzende der Demokratischen Partei im ländlichen Osceola County, erklärte daraufhin, sie könne Turek nicht wählen. Seine Aussagen widersprächen der Position der Demokratischen Partei in Iowa zu den Rechten von trans Menschen. Auch eine LGBTQ-Organisation kritisierte die Werbung. Andere Demokraten stellten sich dagegen hinter Turek, obwohl einige ebenfalls erklärten, mit dem Inhalt des Spots nicht einverstanden zu sein.
Republikaner hatten Turek zuvor massiv angegriffen
Tureks Kampagne veröffentlichte die Werbung, nachdem die Republikaner Millionen für Spots ausgegeben hatten, in denen sie ihn wegen seiner Haltung zu Trans-Themen angriffen. Turek erklärte gegenüber CNN, er habe seine eigene Position klarstellen wollen. Solche Kulturkampfthemen spielen im diesjährigen Wahlkampf eine grosse Rolle: Republikanische Gruppen haben laut einer Analyse von Associated Press landesweit rund 183 Millionen Dollar für TV-Werbung mit Angriffen auf Demokraten zu Trans-Themen ausgegeben.
In Iowa tritt Turek gegen die Republikanerin Ashley Hinson um einen frei werdenden Senatssitz an. Umfragen zeigen seit Wochen ein enges Rennen. Damit sorgt der Spot nicht nur für einen innerparteilichen Streit, sondern fällt auch in eine Phase, in der für beide Seiten praktisch jede Stimme zählt. (mke)
