International
USA

Mamdani verspottet JD Vance mit 9-Sekunden-Video – und geht viral

epa13275025 New York City Mayor Zohran Mamdani (L) speaks during a press conference to announce the start of construction on Box Street Park in Greenpoint, a neighborhood in the Brooklyn borough of Ne ...
New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani beweist seinen Sinn für Humor.Bild: keystone

Mamdani verspottet JD Vance mit 9-Sekunden-Video – und geht viral

US-Vizepräsident JD Vance rühmt die Trump-Regierung für Erfolge in New York. Bürgermeister Zohran Mamdani antwortet darauf ohne ein einziges Wort – mit einem neun Sekunden langen Video.
04.11.2026, 01:0704.11.2026, 01:30

Ein Mann in Warnweste steht an einem New Yorker U-Bahn-Gleis und tut so, als würde er einen einfahrenden Zug mit den Händen abbremsen. Anschliessend «hilft» er dabei, die automatischen Türen zu öffnen und zu schliessen, winkt die Passagiere hinein und schickt den Zug weiter.

New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani teilte den Clip auf X – ohne Kommentar. Seine Antwort richtete sich an US-Vizepräsident JD Vance und wurde schnell zum viralen Hit. Mehr als eine Million Nutzerinnen und Nutzer versahen den Beitrag mit einem Like.

Vance schreibt: «Wir stehen hinter dir, New York»

Auslöser war ein Beitrag von Vance vom Montag. «We got your back, New York!», schrieb der Vizepräsident und veröffentlichte dazu eine Grafik des Weissen Hauses mit angeblichen Erfolgen der Trump-Regierung im Bundesstaat.

Aufgeführt werden unter anderem 337'000 «geschützte» Arbeitsplätze, 32 Milliarden Dollar an «gesicherten» Löhnen, Steuersenkungen sowie Unternehmensinvestitionen von mehr als 472 Milliarden Dollar. Auch auf sinkende Kriminalität verweist das Weisse Haus.

Mamdani kommentierte keine dieser Zahlen direkt. Stattdessen teilte er den Clip des Content Creators Olly Bee. Die Pointe: Der Mann im Video schreibt sich Dinge auf die Fahne, die ohnehin ohne sein Zutun geschehen.

Zahlen von Vance sorgen für Kritik

Genau so wurde Mamdanis Reaktion im Netz verstanden: als Seitenhieb auf den Versuch der Trump-Regierung, Entwicklungen in New York für sich zu beanspruchen.

Auch X versah Vances Beitrag mit einer sogenannten Community Note. Darin wird darauf hingewiesen, dass mehrere der aufgeführten Zahlen nicht ausschliesslich New York betreffen oder nicht direkt auf Massnahmen der Bundesregierung zurückzuführen sind.

So beziehen sich die genannten 48 Prozent weniger Morde auf 28 Polizeibehörden eines Programms des Bundesstaates New York. Auch die mehr als 472 Milliarden Dollar an Investitionen bestehen teilweise aus landesweiten oder mehrere Bundesstaaten betreffenden Investitionszusagen.

Vice President JD Vance delivers remarks a midterm campaign rally at JRJ Construction in Weatherford, Texas, Thursday, Oct. 29, 2026. (Evan Vucci/Pool Photo via AP)
JD Vance
JD Vance an einem Wahlkampfauftritt. Bild: keystone

Vance hatte Mamdani zuvor scharf angegriffen

Die Spitze kommt zudem nur wenige Tage nach einem deutlich weniger humorvollen Schlagabtausch. Vance hatte Mamdani Ende Oktober als politisch «gefährlich» bezeichnet und dessen Positionen mit Kommunismus gleichgesetzt.

Der Vizepräsident sagte, die politische Bewegung um Donald Trump müsse verhindern, dass «Kommunisten wie Mamdani» jemals ein nationales Amt erhielten.

Mamdani verzichtete dieses Mal auf eine ausführliche Antwort. Neun Sekunden U-Bahn-Video mussten reichen. (mke)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
watson-Schweizerdeutsch-Prüfung
1 / 14
watson-Schweizerdeutsch-Prüfung
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Hillary Clinton sagt, was passieren könnte, wenn die Demokraten die Midterms gewinnen
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
«Vormachtstreben» und «einseitiges Diktat»
Putin sieht in den USA Gefahr für den Weltfrieden
Der russische Präsident Wladimir Putin hat ein «Vormachtstreben» der USA als Gefahr für den Weltfrieden kritisiert. Das «einseitige Diktat» Washingtons führe zu einer Verschärfung von Konflikten und zur Entwicklung radikaler Regime, sagte Putin in Sotschi.
Zur Story