International
USA

Tesla-Aktie bricht nach Streit zwischen Elon Musk und Donald Trump ein

Tesla-Aktie bricht nach Musks Streit mit Trump ein

06.06.2025, 06:2806.06.2025, 06:28

Der eskalierte Streit zwischen Elon Musk und US-Präsident Donald Trump hat die Aktie von Tesla auf Talfahrt geschickt. Das Papier des von Musk geführten Elektroauto-Herstellers verlor im US-Handel mehr als 14 Prozent.

Elon Musk looks on as President Donald Trump meets South African President Cyril Ramaphosa in the Oval Office of the White House, Wednesday, May 21, 2025, in Washington. (AP Photo/Evan Vucci)
Elon Mus ...
Tesla-Chef Elon Musk zofft sich gerade öffentlich mit Donald Trump.Bild: keystone

Der Finanzdienst Bloomberg schätzte, dass Musks Vermögen dadurch an einem Tag um knapp 34 Milliarden Dollar auf 335 Milliarden Dollar gefallen sei.

Trump hatte am Donnerstag unter anderem davon gesprochen, Musks Unternehmen Subventionen und Aufträge der Regierung zu entziehen. Musk führt auch die Raumfahrtfirma SpaceX, auf die die USA derzeit für Flüge von Astronauten und auch militärische Raketenstarts angewiesen sind.

Musk wetterte gegen Trumps Steuer- und Haushaltsgesetz

Auslöser für das Zerwürfnis von Musk und Trump war ein Streit über das vom US-Präsidenten vorangetriebene Steuer- und Haushaltsgesetz. Musk forderte stärkere Ausgabenkürzungen und warnte vor einem ausufernden Haushaltsdefizit. Trump legte hingegen nahe, dass Musk gegen das Gesetz nur Stimmung mache, weil damit Subventionen für Elektroautos gekürzt würden.

Der Kurs der Tesla-Aktie war nach der US-Präsidentenwahl im November steil gestiegen. Investoren spekulierten damals darauf, dass Tesla von Musks Nähe zu Trump profitieren werde. Unter anderem steht Tesla seit Jahren im Visier mehrerer Untersuchungen der Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA. Zugleich schreckten Musks rechte politische Ansichten so einige potenzielle Tesla-Käufer ab. Es gab immer wieder Proteste gegen den Tech-Milliardär – und auch Brandanschläge auf Tesla-Fahrzeuge.

Musk hinterlegt Aktien für Kredite

Für Musk persönlich könnte ein starker Rückgang des Tesla-Aktienkurses zum Problem werden. Der Tech-Milliardär ist bekannt dafür, Kredite mit seinen Tesla-Aktien zu besichern, die ihn zumindest auf dem Papier zu dem mit Abstand reichsten Menschen der Welt machen. Bei solchen Geschäften muss man oft Sicherheiten nachlegen, wenn der Kurs unter bestimmte Grenzwerte fällt. Wie aus dem aktualisierten Jahresbericht des Elektroauto-Herstellers für 2024 hervorgeht, hinterlegte Musk als Sicherheit für Kredite knapp 236 Millionen seiner Tesla-Aktien. (dab/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Sardinien-Trip mit «krankem» Kind: Neuer Wirbel um CDU-Skandalpolitiker Spahn
Jens Spahn steht neuer Ärger ins Haus. Der deutsche CDU-Politiker, der im Juli mit der sogenannten «Leihmutter-Affäre» für einen Skandal sorgte, sollte aus einem Ausschuss verbannt werden – er war anscheinend unter einem Vorwand einer Sitzung ferngeblieben.
Spahn hat sich unter der Woche, am Dienstag und am Mittwoch, im Haushaltsausschuss des deutschen Bundestags aus «familiären Gründen» entschuldigen lassen. Wie das Newsmagazin Stern berichtet, war der 46-Jährige offiziell nicht anwesend, weil er sich um sein krankes Kind habe kümmern müssen.
Zur Story