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USA priorisieren 2027 weisse Südafrikaner als Flüchtlinge

USA priorisieren 2027 weisse Südafrikaner als Flüchtlinge

23.09.2026, 10:1323.09.2026, 10:13

Die US-Regierung plant im Haushaltsjahr 2027 bis zu 17'500 Flüchtlinge, überwiegend weisse Südafrikaner, aufzunehmen. Diese seien in Südafrika Diskriminierung ausgesetzt, heisst es zur Begründung in einer Mitteilung des US-Aussenministeriums an den Kongress, die den US-Sendern CNN und CBS News vorliegt.

FILE - President Donald Trump meets South African President Cyril Ramaphosa in the Oval Office of the White House, Wednesday, May 21, 2025, in Washington. (AP Photo/Evan Vucci, file)
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Donald Trump bei einem Treffen mit dem südafrikanischen Präsidenten Cyril Ramaphosa im Mai 2025.Bild: keystone

Die US-Regierung gehe demnach davon aus, dass sich aus Südafrika aufgenommene Flüchtlinge vollständig in die USA integrieren und dabei die Ressourcen der US-Steuerzahler schonen würden. Für die Kosten der Umsiedlung seien Ausgaben von etwa 500 Millionen Dollar budgetiert, heisst es weiter. Das Haushaltsjahr 2027 der US-Regierung beginnt am 1. Oktober 2026.

Das Verhältnis zwischen Pretoria und Washington ist seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump angespannt. Trump wirft der südafrikanischen Regierung vor, weisse Minderheiten in Südafrika – insbesondere sogenannte Afrikaaner, also Nachfahren niederländischer Siedler – zu diskriminieren, und hat in dem Zusammenhang auch von einem «Genozid» gesprochen. Bei den aufgenommenen Menschen werde es sich daher «in erster Linie um Afrikaaner aus Südafrika» handeln, zitieren US-Medien aus der Begründung des US-Aussenministeriums.

Fachleute und Südafrikas Regierung widersprechen der Darstellung Trumps entschieden. Afrikaaner führten in Südafrika bis Anfang der 1990er Jahre das rassistische Apartheid-Regime an, das die schwarze Bevölkerungsmehrheit diskriminierte.

Weniger Flüchtlinge unter Trump

Trump hat die Aufnahme von Flüchtlingen drastisch reduziert. Pro Jahr sollen eigentlich nur noch maximal 7'500 Flüchtlinge aufgenommen werden dürfen, die aufgrund ihrer Herkunft, Religion oder politischen Überzeugung in ihrer Heimat verfolgt werden. Unter Trumps Vorgänger Joe Biden lag die Zahl mit 125'000 Personen deutlich höher. (dab/sda/dpa)

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