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Verdacht auf Lungenpest: Trump will mit Putin telefonieren

Verdacht auf Lungenpest: Trump will mit Putin telefonieren

07.10.2026, 03:1407.10.2026, 03:14

US-Präsident Donald Trump will wegen eines undurchsichtigen Krankheitsfalls mit Todesfolge einer Laborantin in Russland mit Kremlchef Wladimir Putin telefonieren. Auf die Frage einer Reporterin, ob er mit Putin über den Fall gesprochen habe, bei dem der Verdacht auf Lungenpest im Raum steht, sagte Trump in Washington: «Ich habe einen Termin für ein Telefonat.» Es werde sehr bald stattfinden.

Die US-Gesundheitsbehörde CDC hatte zuvor auf der Plattform X mitgeteilt, dass sie Kenntnis habe von Berichten über einen Verdachtsfall einer Lungenpest in der russischen Region Irkutsk, der zum Tod eines Menschen geführt hat, und die Entwicklungen aufmerksam verfolge. Die CDC machte zugleich deutlich, dass der berichtete Fall nicht bestätigt sei.

Nach Angaben der für Seuchenbekämpfung zuständigen russischen Behörde ist der Tod der 28-Jährigen, die am Institut zur Bekämpfung von Pestkrankheiten arbeitete, nicht auf einen Pesterreger zurückzuführen. Als Todesursache nannte sie eine «Lungenentzündung unbekannter Herkunft». Die Frau war am Freitag im Kreiskrankenhaus der Stadt Schelechow bei Irkutsk in Sibirien gestorben.

USA fordern schnelle Mitteilung von Informationen

Das US-Aussenministerium hatte die russischen Behörden aufgefordert, Informationen schnell und transparent mitzuteilen. Das «Wall Street Journal» berichtete unter Berufung auf US-Regierungsbeamte, dass die USA Moskau gewarnt hätten, dass es internationalen Gesundheitsverpflichtungen zuwiderlaufe, wenn Einzelheiten zum Tod der Labormitarbeiterin nicht offengelegt würden. Russland soll den USA demnach bislang nur wenige Informationen über den mysteriösen Vorfall zur Verfügung gestellt haben.

Die US-Botschaft in Moskau teilte auf ihrer Website mit, dass die Möglichkeiten der US-Regierung, Amerikanerinnen und Amerikanern in Russland zu helfen, insbesondere ausserhalb Moskaus begrenzt seien. Mitarbeiter der US-Regierung müssten wegen Gesundheits- und Sicherheitsbedenken möglicherweise mit zusätzlichen Einschränkungen für private und dienstliche Reisen in bestimmte Regionen rechnen, hiess es.

Lungenpest ist eine schwere Form der durch das Bakterium Yersinia pestis verursachten Pest. Sie kann entstehen, wenn sich die Infektion auf die Lunge ausbreitet. Die Erkrankung ist mit Antibiotika behandelbar, wenn die Therapie früh beginnt. (sda/dpa)

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