US-Zwischenwahlen 2026: So wird der Senat gewählt
Am 3. November 2026 stehen in den USA Parlamentswahlen an. Diese sind etwas komplizierter als die Präsidentschaftswahl. Ihr Ausgang bestimmt aber massgeblich mit, wie sich die US-Politik in den nächsten Jahren verändern wird. watson erklärt die wichtigsten Punkte zur US-Senatswahl 2024.
Was ist der US-Senat?
Die USA haben – wie die Schweiz – ein sogenanntes Zweikammer-Parlament. Der Senat nimmt dabei eine ähnliche Rolle ein wie hierzulande der Ständerat: Jeder der 50 Bundesstaaten ist im Senat durch zwei Senatorinnen oder Senatoren vertreten. Der District of Columbia mit der Bundeshauptstadt Washington schickt keine Vertretung in den Senat.
Im Senat sitzen daher 100 Mitglieder. Aktuell haben die Republikaner mit 53 Sitzen eine Mehrheit. Ihnen gegenüber stehen 47 Abgeordnete in der Fraktion der Demokraten (45 Demokraten und 2 zugewandte Unabhängige).
Wie wird der Senat gewählt?
Die Amtszeit beträgt sechs Jahre – gewählt wird aber nicht überall gleichzeitig. Die Senatorinnen und Senatoren werden in drei «Klassen» aufgeteilt. Die Einordnung entscheidet darüber, wann welcher Sitz neu gewählt wird. Die Idee dahinter ist, dass so eine gewisse Kontinuität gewährleistet wird.
Wie sieht die aktuelle Situation vor den Wahlen aus?
Am 3. November 2026 stehen die Senatssitze der Klasse II zur Wahl. Dazu gehören 33 Senatssitze. Zudem stehen die Senatssitze von Vizepräsident J.D. Vance und Aussenminister Marco Rubio zur Wahl. Beide haben ihren Sitz im Senat für Positionen in Präsident Donald Trumps Kabinett vorzeitig aufgegeben. Von den 35 Sitzen sind aktuell 22 von Republikanern und 13 von Demokraten besetzt.
Laut Umfragen dürften 9 der zur Wahl stehenden Sitze an die Demokraten und 14 an die Republikaner gehen. In 12 Fällen bleibt das Ergebnis offen. (leo)
