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Bei Wahlsieg: Trump will offenbar Elon Musk einen Job anbieten

Elon Musk arrives at the 10th Breakthrough Prize Ceremony on Saturday, April 13, 2024, at the Academy Museum of Motion Pictures in Los Angeles. (Photo by Jordan Strauss/Invision/AP)
Elon Musk
Könnte Trumps Berater werden: Elon Musk.Bild: keystone

Bei Wahlsieg: Trump will offenbar Elon Musk einen Job anbieten

Tech-Unternehmer Elon Musk könnte politischen Einfluss im Oval Office nehmen. Zwischen ihm und Donald Trump bahnt sich eine überraschende Allianz an.
30.05.2024, 04:3130.05.2024, 04:31
Anna-Lena Janzen / t-online
Ein Artikel von
t-online

Elon Musk gilt als einer der einflussreichsten Unternehmer unserer Zeit. Und wie das «Wall Street Journal» nun berichtet, könnte der Tesla- und SpaceX-Gründer bald noch mehr an Macht gewinnen – als möglicher Berater im Weissen Haus unter Donald Trump.

Im März trafen die beiden sich dem Bericht zufolge zu einem Gespräch auf dem Anwesen des Milliardärs Nelson Peltz in Florida. Auch die «New York Times» hatte von dem Treffen berichtet.

Peltz, ein Investor und Freund von Musk, spielt dem Bericht zufolge als Vermittler eine bedeutende Rolle: Während die auf sein Anwesen geladenen Gäste – eine Reihe von reichen und einflussreichen Amerikanern – am Sonntagmorgen ein vom Hauspersonal serviertes Frühstück aus Eiern, Speck und frischem Obst genossen, hätten Peltz, Trump und Musk sich zurückgezogen. Sie sprachen über die Wahlen im November und kritisierten die Politik von US-Präsident Joe Biden, heisst es im «Wall Street Journal».

Die mögliche Beraterrolle für Musk sei noch nicht ganz ausgearbeitet und werde vielleicht auch nie zustande kommen, sagten mit den Gesprächen vertraute Personen zum «Wall Street Journal». Die beiden Männer erörterten jedoch Möglichkeiten und hätten sich bei einigen Themen angenähert. Musk habe Trump nach dem Treffen bei Peltz angerufen – seitdem telefonierten die beiden mehrfach im Monat.

Musk könnte demnach Einfluss auf die Politik in Bezug auf Grenzsicherheit und Wirtschaft nehmen – Themen, zu denen der Unternehmer sich in der Vergangenheit schon öffentlich geäussert hat. Erst im März schrieb er zum Thema Immigration eine Nachricht auf der Plattform X: «Amerika wird fallen, wenn es versucht, die Welt aufzunehmen.»

Überraschende Allianz

Die Allianz zwischen Musk und Trump kommt überraschend, denn die beiden hatten eine Zeit lang ein eher frostiges Verhältnis. Noch vor zwei Jahren beschimpften sie sich öffentlich. Bei einer Kundgebung im Jahr 2022 bezeichnete Trump Musk als «einen weiteren Bullshit-Künstler». Musk schrieb einst in den sozialen Netzwerken, dass Trump «seinen Hut an den Nagel hängen und in den Sonnenuntergang segeln» solle.

Zu Beginn von Trumps erster Präsidentschaft war der Unternehmer zwar schon kurzzeitig Mitglied seines Wirtschaftsberatergremiums im Weissen Haus gewesen. Nachdem Trump und die USA 2017 aus dem Pariser Klimaabkommen ausgestiegen waren, gab Musk jedoch seine Position ab.

Doch nun könnten beide erneut Nutzen aus einer Zusammenarbeit ziehen. Denn während Musk offenbar eine Plattform für die Umsetzung seiner politischen Ideen sucht und wirtschaftlich von politischen Entscheidungen profitierten könnte, ist Trump im Wahlkampf auf der Suche nach mächtigen Spendern.

Musk plane zwar keine finanzielle Unterstützung für einen der Präsidentschaftskandidaten. Allerdings wolle er dem Bericht zufolge Treffen mit anderen wohlhabenden und mächtigen Verbündeten organisieren, um sie davon abzuhalten, Joe Biden und seine Demokraten im November zu unterstützen.

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