Mutter teilt gegen eigene Tochter aus: Dieses Wahlkampf-Video sorgt in den USA für Aufruhr
Ein neues Wahlkampfvideo im Rennen um das Gouverneursamt in Ohio sorgt gerade für Empörung. Im Video ist die Mutter der kandidierenden Demokratin Amy Acton zu sehen. Diese bezeichnet ihre Tochter als «Lügnerin» und sagt, sie habe «ernste Probleme». Ausserdem soll sich Acton Geschichten aus ihrer Kindheit ausgedacht haben.
Die Demokratin machte im Jahr 2019 öffentlich, dass sie im Alter zwischen 9 und 12 Jahren von ihrem Stiefvater sexuell missbraucht worden sei, schreibt die «New York Times». Nachdem ihr leiblicher Vater eine Anzeige bei der Polizei erstattet hatte, wurde der Stiefvater 1978 wegen Vergewaltigung angeklagt.
Wow. I've never seen anything like this. Amy Acton's mom in an ad warning people they should not vote for her Daugher. "She's a liar.... She needs help." Here comes the onslaught against Acton's mother. Media are going to come all in supporting Acton. https://t.co/72mJrSrx05
— Jim Pfaff (@jimpfaff) October 20, 2026
Dabei soll die Mutter zu ihrem Mann gehalten und ihre Tochter nicht unterstützt haben. Den beiden Frauen zufolge haben sie sich das letzte Mal damals vor Gericht gesehen.
Laut einer Stellungnahme von Actons Bruder sollen er und seine Schwester nach der Verhaftung aus der Obhut ihrer Mutter genommen worden sein. Zudem schrieb er: «Unsere leibliche Mutter blieb bis zum Tod unseres Stiefvaters mit ihm verheiratet.» Im Wahlkampfvideo geht die Mutter nicht auf die damaligen Missbrauchsvorwürfe ein.
Kampagne wurde von republikanischen Gegnern produziert
Der Bruder warf dem republikanischen Kandidaten Vivek Ramaswamy vor, der Mutter eine Plattform gegeben zu haben, um das Trauma seiner Schwester für politische Zwecke auszunutzen.
Am Dienstag bestätigte der Republikaner dann, dass sein Wahlkampfteam das Video produziert hat, wie die «New York Times» schreibt. Das Team investiert vier Millionen Dollar, um das Video landesweit auszustrahlen. Für ihre Teilnahme soll die Mutter von Acton allerdings nicht bezahlt worden sein.
Inzwischen bezog sich Amy Acton in einem Interview kurz auf das Video. Auf die Frage, warum sie nicht mit Ramaswamy auf einer Podiumsdiskussion auftritt, antwortete sie: «Ich werde niemanden normalisieren, der behauptet, meine Kindheit sei nur etwas, worüber ich mich beklage.»
Zudem reagierte sie mit einem eigenen Video. Darin spricht ihr Bruder über die Misshandlungen ihrer Mutter.
Vivek Ramaswamy is not fit to lead. Watch our new ad. https://t.co/EhWNMdFjjH
— Dr. Amy Acton (@amyactonoh) October 20, 2026
(pem)
