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Missstände-Vorwurf auf US-Flugzeugträger – Militär streit diese ab

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Die Besatzung des Flugzeugträgers USS Abraham Lincoln ist seit über 250 Tagen auf See. Bild: keystone

Flugzeugträger seit über 250 Tagen auf See – US-Militär streitet Missstände ab

14.08.2026, 10:5714.08.2026, 10:57

Das US-Militär hat Berichte über Missstände auf dem im Nahen Osten eingesetzten Flugzeugträger «USS Abraham Lincoln» zurückgewiesen. Der Flugzeugträger weise unter allen der US Navy eine der höchsten Wiederverpflichtungsraten der Besatzung mit 84,4 Prozent auf, teilte das für die Region zuständige US-Kommando Centcom auf der Plattform X mit. Eine solche Rate beschreibt den Anteil der Soldaten, die freiwillig weiter im Militär bleiben, nachdem ihre Vertragszeit abgelaufen ist.

Von Centcom hiess es weiter, die Matrosen und Marines blieben widerstandsfähig und entschlossen, nachdem sie mehr als 260 Tage auf See verbracht hätten. Anders als berichtet sei kein Besatzungsmitglied an Bord des Flugzeugträgers ums Leben gekommen. Ein Matrose, der am 3. August über Bord gegangen sei, sei schnell und sicher geborgen worden, hiess es weiter. Centcom sprach von Falschberichterstattung.

Iranische Medien hatten berichtet, bei gewaltsamen Auseinandersetzungen an Bord des Flugzeugträgers seien sieben Menschen ums Leben gekommen. Die Stimmung an Bord sei angespannt.

This image provided by U.S. Central Command shows Navy sailors signaling to at F-35C Lightning II on the flight deck of the USS Abraham Lincoln (CVN 72) during operations in support of the war in Iran ...
Die Besatzung der USS Abraham Lincoln soll unter Psychischen Problemen leiden.Bild: keystone

Berichte zu fehlender Seife, verstopften Klos und psychischen Problemen

Der Senator aus dem Bundesstaat Connecticut, Richard Blumenthal, hatte die US-Regierung zuvor auf der Plattform X aufgefordert, sie solle erklären, was sie tue, um die Streitkräfte an Bord zu unterstützen. «Weitverbreitete Berichte über Versorgungsengpässe, Probleme bei den Sanitäranlagen, eine Verschlechterung der psychischen Gesundheit und mehr erfordern sofortiges Handeln», hiess es weiter.

Fehlende Seife und verstopfte Klos sind demnach nicht einmal das schlimmste Problem: Bei Soldatinnen und Soldaten sei eine Verschlechterung der psychischen Gesundheit festzustellen, hiess es in der offiziellen Anfrage. Es seien «Sicherheitsbedenken hinsichtlich der Aussendecks» geäussert worden und, ebenfalls unschön für die Besatzung: Störungen im Postverkehr hätten dazu geführt, dass viele an das Schiff adressierte Versorgungspakete über Monate auf dem Transportweg verloren gegangen seien.

Derweil forderte der Minderheitsführer der Demokraten im US-Senat, Chuck Schumer, auf der Plattform X den sofortigen Rauswurf von Verteidigungsminister Pete Hegseth. Als dieser nominiert worden sei, habe jeder gewusst, dass er völlig inkompetent sei. «Jetzt zahlen unsere tapferen Matrosen dafür auf schreckliche und unfassbare Weise den Preis.»

U.S. Defense Secretary Pete Hegseth arrives to observe a U.S.-sponsored multinational military exercise in Panama City, Thursday, Aug. 13, 2026. (AP Photo/Matias Delacroix)
Pete Hegseth
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth, der davor Soldat und Fox-News Moderator war, bleibt stark umstritten.Bild: keystone

Flugzeugträger soll ersetzt werden

Laut Medienberichten soll der Flugzeugträger aus dem Nahen Osten abgezogen und durch die «USS George Washington» ersetzt werden. Das berichteten das «Wall Street Journal» sowie die US-Sender CNN und NBC News unter Berufung auf Insider. Laut CNN war der Austausch der Schiffe allerdings bereits vor den Beschwerden geplant.

Mit der aus dem Südchinesischen Meer abgezogenen «USS Abraham Lincoln» und ihren Begleitschiffen hatte das US-Militär bereits Anfang Januar seine Präsenz im Nahen Osten ausgebaut. Am 28. Februar hatten die USA und Israel Militärschläge gegen den Iran begonnen. Seither ist der Flugzeugträger im Arabischen Meer im Einsatz, um die US-Seeblockade gegen Schiffe durchzusetzen, die versuchen, iranische Häfen anzulaufen oder zu verlassen. (nil/sda/dpa)

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