International
USA

US-Institut Gallup beendet Umfragen zur Präsidenten-Beliebtheit

epa12719005 President Donald Trump walks towards the White House in Washington, DC after landing on the South Lawn of the White House on Sunday, February 8, 2026. The President spent the weekend in Pa ...
Die Zustimmungsrate für US-Präsident Donald Trump war im Dezember laut Gallup auf 36 Prozent gesunken.Bild: keystone

Renommiertes US-Institut Gallup beendet Umfragen zur Präsidenten-Beliebtheit

Nach mehr als acht Jahrzehnten will das renommierte US-amerikanische Meinungsforschungsinstitut Gallup laut Medienberichten keine Zustimmungswerte mehr für US-Präsidenten erheben.
12.02.2026, 14:3912.02.2026, 14:39

Das Institut, das bereits seit Franklin D. Roosevelt präsidiale Beliebtheitswerte verfolge, wolle seinen Fokus stattdessen auf Sachthemen legen, zitierte die «New York Times» die Meinungsforscher.

Auf die Frage, ob politischer Druck zu der Entscheidung beigetragen habe, betonte Gallup laut US-Nachrichtenportal «Axios», es handele sich um «eine strategische Neuausrichtung, die ausschliesslich auf den Forschungszielen und Prioritäten von Gallup basiert» – etwa Umfragen zu Themen, die das tägliche Leben prägten. Ausserdem würden Zustimmungswerte für politische Persönlichkeiten inzwischen von vielen Anbietern erhoben und seien daher kein Feld mehr, auf dem Gallup «den grössten eigenständigen Beitrag» leisten könne.

Gallup attestierte Trump zuletzt niedrige Werte

Die Zustimmungsrate für US-Präsident Donald Trump war im Dezember laut Gallup auf 36 Prozent gesunken, wie aus der aktuellsten Umfrage auf der Website des Instituts hervorgeht. Während seiner ersten Amtszeit hatte der Wert demnach durchschnittlich bei gut 41 Prozent gelegen. Zum Vergleich: John F. Kennedy erzielte unter den von Gallup erfassten Präsidenten die höchste durchschnittliche Zustimmungsrate mit rund 70 Prozent.

Indikator für die Stimmung im Land

Lange Zeit galt Gallups monatliche Umfrage als ein Stimmungsbarometer für die Haltung der US-Amerikaner zum Weissen Haus. Politische Analysten und US-Medien stützten sich auf diese Umfrage, auch um die sich im Laufe der Zeit verändernden Trends im Land zu verstehen, schrieb die «New York Times».

Gallup kündigte laut dem Portal «The Hill» an, ab diesem Jahr keine Zustimmungswerte einzelner politischer Persönlichkeiten mehr zu veröffentlichen. Genauere Zeitangaben gab es zunächst nicht. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Donald Trump in der Schweiz
1 / 12
Donald Trump in der Schweiz

Am Mittwochmittag ist der US-Präsident Donald Trump in Zürich gelandet.

quelle: keystone / evan vucci
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Demokratische Abgeordnete bezichtigt Trump nach Einsicht in ungeschwärzte Epstein-Files der Lüge
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Kompletter deutscher Fussballklub steht unter Geldwäsche-Verdacht
Weil sie Hehlerei betrieben haben sollen, werden zwei Fussballfunktionäre angeklagt. Auch die Mannschaft selbst soll in den Fall involviert sein.
Die Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart hat Anklage gegen zwei Vereinsfunktionäre des ehemaligen Fussball-Verbandsligisten GU Türkischer SV Pforzheim erhoben. Ihnen wird Bandenhehlerei und Geldwäsche in 190 Fällen vorgeworfen.
Zur Story