International
USA

Mit Tee verbrüht: Starbucks muss einem Kunden 50 Millionen Dollar zahlen

epa11922708 The exterior of a Starbucks store in Los Angeles, California, USA, 24 February 2025. Starbucks CEO, Brian Niccol, said the company will lay off 1,100 corporate employees and will not fill  ...
Zum Vorfall kam es bei einem Starbucks-Drive-In.Bild: keystone

Mit Tee verbrüht: Starbucks muss einem Kunden 50 Millionen Dollar zahlen

Weil ihm in einem Drive-In im US-Bundesstaat Kalifornien ein Becher mit heissem Tee in den Schoss gekippt war, muss die Kaffeehaus-Kette Starbucks einem Kunden eine Entschädigung in Millionenhöhe zahlen.
18.03.2025, 05:4218.03.2025, 05:42

Wegen seiner dadurch erlittenen schweren Verbrennungen sprach ein Gericht in Los Angeles dem Mann am Freitag 50 Millionen Dollar Schmerzensgeld zu. Die Anwälte des Mannes hatten argumentiert, dass die Bedienung bei dem Vorfall im Jahr 2020 eines von drei bestellten Getränken nicht richtig in den Pappbecherhalter geschoben habe.

Als ihr Mandant das Tablett entgegengenommen habe, sei das Getränk umgekippt und in seinen Schoss geflossen, erklärten die Anwälte. Dabei habe der heisse Tee «Verbrennungen dritten Grades an seinem Penis, seiner Leiste und den Innenseiten der Oberschenkel» verursacht. Daraufhin zog der Mann vor Gericht.

Anwälte: Mehrere Hauttransplantationen nötig

Seinen Anwälten zufolge musste sich der Kläger mehreren Hauttransplantationen unterziehen. Zudem leide er unter den «durch die Verbrennungen verursachten Entstellungen, Schmerzen, Funktionsstörungen und psychischen Schäden».

Starbucks teilte der Nachrichtenagentur AFP mit, das Unternehmen habe Verständnis für den Kläger, werde aber gegen die Entscheidung des Gerichts Berufung einlegen. Den zugesprochenen Schadenersatz hält der Konzern einer Sprecherin zufolge für «überhöht».

Der Fall erinnert an eine historische Klage gegen die US-Fastfoodkette McDonald's in New Mexico aus dem Jahr 1994 – damals wurden einer Klägerin mehr als 2,8 Millionen Dollar zugesprochen, nachdem sie heissen Kaffee auf sich verschüttet hatte. (sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
33 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
33
Bericht: KI vom OpenAI-Rivalen bei Maduro-Einsatz genutzt
Bei der US-Militäroperation zur Gefangennahme des venezolanischen Machthabers Nicolás Maduro ist einem Medienbericht zufolge KI-Software des OpenAI-Rivalen Anthropic eingesetzt worden. Das Pentagon habe auf Anthropics ChatGPT-Konkurrenz Claude über Software der Datenauswertungsfirma Palantir zugegriffen, schrieb das «Wall Street Journal» unter Berufung auf informierte Personen.
Zur Story