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Trump-Sohn gibt Namen vom Whistleblower der Ukraine-Affäre bekannt

FILE - In this Oct. 15, 2019, file photo, Donald Trump, Jr. speaks to supporters of his father, President Donald Trump, during a panel discussion in San Antonio. President Donald Trump has accused for ...
Verbreitete den angeblichen Namen des Whistleblowers via Twitter: Donald Trump Jr.Bild: AP

Trump-Sohn gibt angeblichen Namen vom Whistleblower der Ukraine-Affäre bekannt

07.11.2019, 03:3807.11.2019, 05:56

Der älteste Sohn von US-Präsident Donald Trump hat die mutmassliche Identität des anonymen Informanten verbreitet, der die Ukraine-Affäre ins Rollen gebracht hatte. Demnach handelt es sich um einen Analysten des Auslandsgeheimdienstes CIA, wie aus einer Botschaft von Donald Trump junior vom Mittwoch auf Twitter hervorgeht.

Der von dem Trump-Sohn genannte Name kursiert bereits seit Wochen im Internet. Durch den Tweet von Donald Trump junior wurde der Name nun erstmals aus dem unmittelbaren Umkreis des Präsidenten öffentlich verbreitet. In den US-Behörden gelten strikte Regeln, um die Identität von sogenannten Whistleblowern zu schützen, die über die dafür vorgesehenen offiziellen Kanäle über interne Missstände berichten.

«Es gibt keinen Whistleblower. Es gibt jemanden mit einer Agenda gegen Donald Trump»

Der Anwalt Andrew Bakaj, der den Ukraine-Informanten vertritt, wollte sich nicht dazu äussern, ob der von dem Trump-Sohn genannte Name zutrifft oder nicht. Er sagte jedoch, dass der genannte Regierungsmitarbeiter und dessen Familie durch die Namensnennung in Gefahr gebracht würden. Bakaj hatte bereits in den vergangenen Wochen «ernsthafte Sorgen» um die Sicherheit seines Mandanten bekundet.

Trump versucht seit Wochen, die Glaubwürdigkeit des Informanten zu zerstören. Er unterstellt ihm parteipolitische Motive. «Es gibt keinen Whistleblower. Es gibt jemanden mit einer Agenda gegen Donald Trump», twitterte der Präsident erst am Montag.

Der Whistleblower hatte intern Alarm wegen eines Telefongesprächs zwischen Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vom 25. Juli geschlagen, das im Zentrum der Affäre steht. Demnach drängte Trump seinen ukrainischen Amtskollegen zu Ermittlungen gegen den demokratischen Präsidentschaftsbewerber Joe Biden und dessen früher für eine ukrainische Gasfirma tätigen Sohn.

Trumps durch keinerlei Belege gestützter Verdacht lautet, sein potenzieller Herausforderer bei der Wahl 2020 habe in seinem früheren Amt als US-Vizepräsident seinen Sohn vor ukrainischen Korruptionsermittlungen geschützt. (mim/sda/afp)

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