International
USA

Giorgia Meloni spricht über Beziehung zu Trump – und räumt Irrtum ein

FILE -President Donald Trump greets Italy's Prime Minister Giorgia Meloni during summit to support ending the more than two-year Israel-Hamas war in Gaza after a breakthrough ceasefire deal, Oct. ...
Hatten mal ein gutes Verhältnis: Giorgia Meloni und Donald Trump.Bild: keystone

«Es kam anders»: Meloni räumt Irrtum bezüglich Trump ein

22.08.2026, 10:5022.08.2026, 11:53

Eigentlich pflegten US-Präsident Donald Trump und Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni eine gute Beziehung. Sie war gar die einzige EU-Regierungschefin, die zur Amtseinführung von Trump nach Washington gereist war.

Inzwischen befinden sich die beiden jedoch in einer diplomatischen Krise. In den vergangenen Wochen und Monaten hatte Trump seine italienische Amtskollegin immer wieder provoziert und kritisiert, etwa wegen Unstimmigkeiten in der aussenpolitischen Handlung beider Länder.

Nun äusserte sich Meloni in einem Interview zu ihrem Verhältnis. «Es ist klar, dass ich dachte, mit Donald Trump würde es einfacher werden, angesichts unserer Übereinstimmung in der Einwanderungspolitik und der Woke-Kultur», sagte sie am Freitag. «Aber es kam anders.»

Sie fügte hinzu, dass sie seit Wochen keinen Kontakt mehr zu Trump gehabt habe. Ob es nach der Sommerpause zu einem Treffen kommt, liess Meloni offen: «Wir werden sehen», so ihre Antwort. Doch sie sagte auch, dass sie politische Entscheidungen nicht auf Grundlage ihrer persönlichen Beziehungen treffe. «Ich bin weiterhin der Überzeugung, dass die westliche Einheit sehr wichtig ist», sagte die Ministerpräsidentin.

Der grösste Eklat zwischen den beiden hatte darin bestanden, dass Trump in einem TV-Interview behauptet hatte, Meloni habe bei ihm während des G7-Gipfels um ein gemeinsames Foto gefleht. Daraufhin ging die italienische Regierungschefin den US-Präsidenten öffentlich in einem Instagram-Video an: «An eines sollte er stets denken: Ich und Italien betteln niemals.» (hkl)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Im Trump-Staat Wyoming wechseln Demokraten die Seiten – das steckt dahinter
In ultrakonservativen US-Bundesstaaten wechseln demokratische Wähler vor den Midterms die Seiten, um bei den republikanischen Vorwahlen mitzubestimmen. Ihr Ziel: den «am wenigsten gefährlichen» Gegner durchbringen, weil demokratische Kandidaten ohnehin keine Chance haben. Die Partei erklärt gegenüber watson, dass sie diese Taktik «überhaupt nicht gutheisst». Wir haben in Wyoming einen solchen «Verräter» getroffen.
Für die gegnerische Partei stimmen – das ist die ungewöhnliche Entscheidung vieler Demokraten, die in den konservativsten Bundesstaaten der USA leben. Vor vier Jahren hatte diese Praxis für grosses Aufsehen gesorgt.
Zur Story