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Pentagon ruft Industrie auf, schneller Waffen zu produzieren

Pentagon ruft Industrie auf, schneller Waffen zu produzieren

09.08.2026, 19:0009.08.2026, 19:00

Das Pentagon hat Vertreter der US-Rüstungsindustrie dazu aufgefordert, die Produktion und Lieferung von Waffen rasch zu steigern. Das berichten die «Washington Post» und der US-Sender CNN übereinstimmend unter Berufung auf eine Mitteilung eines Ministeriumsvertreters. Pentagon-Sprecher Sean Parnell bestätigte der Deutschen Presse-Agentur die Echtheit des Dokuments. Es fällt in eine Zeit, in der Experten und Berichte von US-Medien zuletzt immer wieder auf schwindende Waffenreserven im US-Militär als Folge des Iran-Kriegs hingewiesen hatten. US-Präsident Donald Trump wies das zurück.

Was die US-Medien berichten

Der stellvertretende US-Verteidigungsminister Steve Feinberg habe Vertretern der Rüstungsindustrie am Mittwoch eine Frist von maximal drei Wochen übermittelt, um Pläne vorzulegen, die schnellere Liefertermine und/oder eine gesteigerte Produktion für kritische Fähigkeiten vorsähen, zitieren CNN und die «Washington Post» aus dem Dokument. Laut der Zeitung soll Feinberg darin eine klare Erwartung geäussert haben: «Jahrelange Entwicklungszyklen sind nicht akzeptabel.» Man müsse die Pläne drastisch beschleunigen und die Produktionskapazitäten jetzt ausbauen, zitiert ihn die «Washington Post» weiter.

Was der Pentagon-Sprecher sagt

Seit dem ersten Tag von Pete Hegseth als US-Verteidigungsminister konzentriere sich das Pentagon darauf, einen Wandel hinsichtlich der Geschwindigkeit, Kapazität und Schlagkraft der amerikanischen Verteidigungsindustrie herbeizuführen, betonte Parnell in einem Statement. Hegseths Stellvertreter Feinberg arbeite daran, ein veraltetes Beschaffungssystem zu reformieren. «Direkt mit führenden Vertretern der Industrie zusammenzuarbeiten, um die Produktion zu beschleunigen, ist nichts Neues.»

Was für Zahlen eine Denkfabrik jüngst genannt hat

Die Denkfabrik Center For Strategic & International Studies (CSIS) in Washington schätzte Stand Ende Juli, dass der USA noch bis zu knapp 830 Patriot-Abwehrraketen zur Verfügung stünden. Vor dem Iran-Krieg seien es geschätzt gut 2'300 gewesen. Bei THAAD-Abwehrraketen ging die Denkfabrik von 452 vor dem Krieg aus. Ende Juli seien es geschätzt noch bis zu 278 Raketen gewesen. (sda/dpa)

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53 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Es_gaht_mi_ja_nüt_a_aber…
09.08.2026 22:18registriert Dezember 2023
Wäre Pete Hegseth Verteidigungsminister, würden die zur Verfügung stehenden Waffen ausreichen weil soe unter Biden znd Obama auch ausgereicht haben. Pete Hegseth Ist nun aber Kriegsminister und das verändert alles.
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Callao
09.08.2026 21:49registriert April 2020
Indirekt heisst das für mich, dass das mit der Munitionsknappheit also doch stimmt!
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Maurmer
09.08.2026 21:42registriert Juni 2021
Der Krieg gegen Land, das ein halbes Jahrhundert unter massiven Sanktionen gelitten hat, hat 2/3 der Luftabwehrraketen erschöpft. Nicht auszudenken, was bei einem ernstzunehmenden Gegner passieren würde. Und das Zeug war ja nicht ausreichend. Um die Radaranlagen zu schützen…
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