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Republican presidential candidate, Sen. Marco Rubio, R-Fla., left, spars with Republican presidential candidate, New Jersey Gov. Chris Christie, right as Republican presidential candidate, businessman Donald Trump, Republican presidential candidate, Sen. Ted Cruz, R-Texas, and Republican presidential candidate, retired neurosurgeon Ben Carson  listen during a Republican presidential primary debate hosted by ABC News at the St. Anselm College  Saturday, Feb. 6, 2016, in Manchester, N.H. (AP Photo/David Goldman)

Bild: David Goldman/AP/KEYSTONE

Rubio macht den Roboter, Trumps Frisur sitzt – die Republikaner-Debatte in New Hampshire

Zwei Tage vor den Vorwahlen in New Hampshire haben sich die republikanischen Kandidaten in einer weiteren Debatte dem Publikum gestellt. Von Nordkorea, über den «IS» bis zur Abtreibung diskutierte eine reine Männerrunde über die Fragen der Moderatoren von «ABC News». Dabei sind die «Underdogs» im republikanischen Bewerberfeld in die Offensive gegangen.



Die Erkenntnisse:

Aber der Reihe nach

Ben Carson wird gerne für seine eher zurückhaltende Art gelobt. Scharfe Attacken und rhetorische Schelten gegenüber seinen Mitbewerbern findet man beim Präsidentschaftskandidaten eher selten. Bei der Eröffnungszeremonie übertrieb es der Arzt und republikanische Aussenseiterkandidat mit der Zurückhaltung aber für einmal. Als die Moderatoren seinen Namen ausriefen, blieb Carson höflich hinter dem Vorhang stehen und lächelte unentwegt in die Kamera. Mit der Folge, dass er für einen kleineren Stau und viel Verwirrung sorgte.

Roboter Rubio

Marco Rubio, den nach den Vorwahlen in Iowa viele als heimlichen Favoriten sahen, machte in Manchester, New Hampshire, keine gute Figur. Der Senator aus Florida wurde gleich zu Beginn hart rangenommen von Chris Christie, Gouverneur von New Jersey. Christie warf Rubio mangelnde Erfahrung und einen schwachen Leistungsausweis vor. Rubio reagierte damit, dass die gleiche Sequenz – in etwa: «Amerika ist das beste Land der Welt, Obama hat einen fiesen Plan, wir müssen unbedingt Clinton verhindern.» – dreimal fast wortwörtlich wiederholte.

Auch Bush stellte die Fähigkeit von Rubio, Cruz und Trump für das Weisse Haus in Frage. «Führungsstärke muss man lernen, und man lernt es, indem man es macht», sagte der Sohn und Bruder zweier Ex-Präsidenten. Zudem nahm er sich Multimilliardär Trump vor, warf ihm unter anderem herzlose Praktiken als Unternehmer vor. «Wie stark ist es, einer alten Frau den Grundbesitz wegzunehmen?», konterte er, als Trump ihm vorhielt, er versuche, sich als «starker Mann» zu profilieren.

Republican presidential candidate and former Governor Jeb Bush (R) talks to another man at the edge of the debate stage during a break in the Republican U.S. presidential candidates debate sponsored by ABC News at Saint Anselm College in Manchester, New Hampshire February 6, 2016.     REUTERS/Carlo Allegri

Jeb Bush (rechts) am Rande der GOP-Debatte in New Hampshire. Bild: CARLO ALLEGRI/REUTERS

Für Bush und Christie geht es nach ihrem äusserst schlechten Abschneiden bei der ersten Vorwahl in Iowa nun am Dienstag in New Hampshire ums politische Überleben. Kommentatoren bescheinigten ihnen sowie dem Gouverneur von Ohio, John Kasich, bei der TV-Debatte am Samstagabend ihre bisher stärkste Leistung im Fernsehen.

Republican U.S. presidential candidate businessman Donald Trump has ian earpiece put in before a TV interview in the spin room after the Republican U.S. presidential candidates debate sponsored by ABC News at Saint Anselm College in Manchester, New Hampshire February 6, 2016.     REUTERS/Carlo Allegri

Der letzte Feinschliff, bevor es ernst gilt: Donald Trump. Bild: CARLO ALLEGRI/REUTERS

Trump geht als Favorit in die Vorwahl in New Hampshire, ist aber nach seiner Niederlage gegen den erzkonservativen texanischen Senator Ted Cruz in Iowa angeschlagen. Rubio hat trotz des durchwachsenen Auftritt in Manchester gute Aussichten, sich als Alternative zu Trump und Cruz zu positionieren, die beide vom Partei-Establishment abgelehnt werden.

Die wichtigsten Themen und die besten Quotes

Die republikanischen Präsidentschaftskandidaten

Das WIRKLICH beste Zitat

«Ich bin nicht nur hier, um ein wenig Schönheit auf die Bühne zu bringen.»

Ben Carson

Republican presidential candidate, Dr. Ben Carson meets with attendees during a visit to a campaign office Saturday, Feb. 6, 2016, in Manchester, N.H. (AP Photo/Matt Rourke)

Ben Carson: Mehr als Schönheit. Bild: Matt Rourke/AP/KEYSTONE

So reagierte das Internet:

Eine grosse Frage, danke Andy: Wieso wedelt Trump immer mit seinen Wurstfingern herum? Das macht keinen guten Eindruck ...

Jobwachstum seit der Einführung von Obamacare

Darth Vader hätte da auch eine Idee, wie das Jobwachstum sichergestellt werden könnte ...

Chris Christie: «Wir brauchen mehr Millionäre in diesem Land!» – Bernie Sanders so:

Über Trumps Pläne, «noch viel schlimmere Foltermethoden» als Waterboarding zu nutzen:

Ted Cruz hingegen würde nur ein klitzekleines bisschen Folter anwenden. Nur so einen Hauch von Folter

Übrigens: So hat sich Trumps politische Position seit 2000 gewandelt

Marco Rubio sagte, er würde wie Obama eine Moschee besuchen – was würde passieren, wenn Trump eine Moschee besuchte?

Geschlechter-Gleichberechtigung kam in der Debatte nicht vor – mit einer Ausnahme

Sieben Männer, die alle keinen Dienst leisteten diskutieren darüber, ob Frauen auch eingezogen werden sollten

Das Schlusswort

(wst/sda)

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