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USA: Mitarbeiter des Weissen Hauses wettete auf Trump-Reden

FILE - The prediction market app Polymarket is displayed on a mobile phone, April 16, 2026, in Chicago. (AP Photo/Erin Hooley, File)
Polymarket US Market
Die Prognosemarkt-App «Polymarket».Bild: keystone

Mitarbeiter des Weissen Hauses wettete auf Trump-Reden – und füllte sich die Taschen

16.07.2026, 21:5816.07.2026, 22:23

Der Mitarbeiter des Weissen Hauses, der den Teleprompter von Donald Trump bedient, steht im Verdacht, mit Wetten auf Wörter in Reden des US-Präsidenten Geld auf einer Vorhersageplattform verdient zu haben. Er sei zunächst ohne Bezahlung beurlaubt worden, sagte Trumps Sprecherin Karoline Leavitt bei einer Pressekonferenz. Trump sei unterrichtet worden und denke, es sei «zutiefst bedauerlich und ehrlich gesagt eine Schande».

Auf Plattformen wie Kalshi und Polymarket kann man darauf wetten, ob ein Ereignis eintritt. Polymarket ist in den USA nicht zugelassen, Kalshi wird wie eine Börse mit Terminkontrakten von der Handelsaufsicht CFTC reguliert – was wiederum umstritten ist.

epa13115761 U.S. White House Press Secretary Karoline Leavitt speaks at a press briefing at the White House in Washington, DC, USA, 16 July 2026. EPA/ANNABELLE GORDON
Karoline Leavitt, Pressesprecherin des Weissen Hauses.Bild: keystone

Bericht: Über 100'000 Dollar verdient

Kalshi lässt die Nutzer unter anderem Geschäfte auf die Wahrscheinlichkeit abschliessen, dass bei einem Event bestimmte Worte oder Sätze fallen oder ein Thema angesprochen wird. Der Teleprompter-Bediener habe davon bei Trumps Rede zur Lage der Nation im Februar sowie bei anderen Auftritten des Präsidenten Gebrauch gemacht, berichtete der Fernsehsender ABC unter Berufung auf Quellen mit Kenntnis der CFTC-Ermittlungen. Er habe damit mehr als 100'000 Dollar (aktuell rund 87'400 Euro) verdient. Es ist davon auszugehen, dass er vorab Kenntnis vom Text der Rede hatte.

Kalshi-Manager Robert DeNault schrieb auf der Online-Plattform X, dass die Geschäfte dem Dienst aufgefallen seien und man die CFTC selbst eingeschaltet habe. Leavitt sagte, im Weissen Haus gebe es «strikte Ethik-Richtlinien», aufgrund derer solche Geschäfte verboten seien.

Es ist nicht der erste Fall dieser Art. Im April warf das US-Justizministerium einem Soldaten vor, auf der Plattform Polymarket über 400'000 Dollar mit geheimem Wissen über Pläne zur Festnahme des venezolanischen Machthabers Nicolás Maduro Anfang Januar verdient zu haben. (sda/dpa)

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7 Kommentare
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Amadeus
16.07.2026 22:52registriert September 2015
Ich wette darauf, dass Trump seine eigenen Ethik Richtlinien nicht befolgt?
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Roelli
16.07.2026 22:52registriert November 2014
100'000 ist halt zu wenig Geld. Erst ab paar Millionen werden bei den «strikte Ethik-Richtlinien» (haha grandioser Joke) alle Augen zugedrückt...
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