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USA und Russland sprechen über Atomwaffen-Abrüstung

«Grundstein der globalen Sicherheit» – USA und Russland sprechen über Atomwaffen-Abrüstung

17.04.2020, 22:1618.04.2020, 15:14

Vor dem Ende des New-Start-Vertrags zur Begrenzung strategischer Atomwaffen hat Russlands Aussenminister Sergej Lawrow seinen US-Kollegen Mike Pompeo zu neuen Verhandlungen aufgerufen. Der russische Vorschlag, den im Februar 2021 auslaufenden Vertrag zu verlängern, stehe weiter, sagte Lawrow einer am Freitagabend veröffentlichen Mitteilung seines Ministeriums zufolge. Es gehe darum, «diesen Grundstein der globalen Sicherheit» zu erhalten. Beiden Seiten hätten vereinbart, den russisch-amerikanischen Dialog zur Beschränkung der Waffen und ihrer Weiterverbreitung zu intensivieren.

Pompeo sagte einer Mitteilung aus Washington zufolge, dass solche Gespräche unter Einbeziehung Chinas geführt werden müssten. Grundlage sei die Vision von US-Präsident Donald Trump von einem trilateralen Rüstungskontrollabkommen. China lehnt dies ab. Russland beklagt seit langem, dass die Zeit knapp sei, das letzte grosse Abrüstungsabkommen mit den USA zu retten. Moskau sieht die Gefahr eines neuen Wettrüstens.

US-Aussenminister Pompeo und sein russischer Amtskollege Lawrow wollen sich für bessere Beziehungen zwischen ihren Ländern einsetzen.
Die beiden Aussenminister Mike Pompeo (links) und Sergej Lawrow.Bild: EPA AP POOL

Atommächte an einen Tisch bringen

Der New-Start-Vertrag sieht vor, die Nukleararsenale Russlands und der USA auf je 800 Trägersysteme und 1550 einsatzbereite Atomsprengköpfe zu verringern. Moskau und Washington hatten sich bereit erklärt, über eine Verlängerung zu sprechen. Erst im vergangenen Sommer war ein anderes wichtiges Abrüstungsabkommen zwischen beiden Ländern aufgekündigt worden: der INF-Vertrag über das Verbot landgestützter atomarer Kurz- und Mittelstreckenwaffen.

Die beiden Minister sprachen auch über den von Kremlchef Wladimir Putin vorgeschlagenen Gipfel der fünf Atommächte im UN-Sicherheitsrat. Putin will die USA, Grossbritannien, Frankreich und China an einen Tisch bringen, um über die Weltordnung und Probleme der Menschheit zu sprechen.

Die beiden Chefdiplomaten sprachen zudem über den Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie. Zur Corona-Krise telefonierten auch US-Sicherheitsberater Robert C. O’Brien und der Sekretär des russischen Sicherheitsrates, Nikolai Patruschew, wie das Gremium am Abend in Moskau mitteilte. Russland hatte Hilfsgüter in die USA geschickt. (sda/dpa)

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