International
USA

Venezuela: Regierung und Teile der Opposition starten neuen Dialog

Regierung und Teile der Opposition in Venezuela starten neuen Dialog

02.08.2026, 08:1802.08.2026, 08:18

Venezuelas Regierung und ein Teil der Opposition wollen einen von den USA unterstützten Dialog über die politische Zukunft des Landes aufnehmen. Die Bewegung von Oppositionsführerin María Corina Machado, die im Exil lebt, wird allerdings nicht an den Gesprächen teilnehmen. Das erste persönliche Treffen soll kommende Woche in der Hauptstadt Caracas stattfinden, wie Jorge Rodríguez für die Regierung mitteilte. Es solle dabei um Unterstützung für die Opfer der Erdbeben vom 24. Juni sowie um die «Stärkung der Demokratie» und «politische Rechte und Garantien» gehen.

Jorge Rodriguez speaks to press as death toll rises to 4,333 in Venezuela earthquakes CARACAS, VENEZUELA - JULY 11: Jorge Rodriguez, Chief of Staff for Temporary Camps, holds a press conference to sha ...
Jorge Rodríguez ist der Bruder von Delcy Rodríguez.Bild: www.imago-images.de

Parlamentspräsident Rodríguez, der Bruder der geschäftsführenden Präsidentin Delcy Rodríguez, soll die Gespräche für die Regierung führen. Auf Seiten der Opposition nimmt Dinorah Figuera teil, die frühere Präsidentin des 2015 gewählten Parlaments. Die USA unterstützen den Prozess, sind aber nicht selbst Verhandlungspartei.

Die mit dem Friedensnobelpreis 2025 ausgezeichnete Machado und der Oppositionspolitiker Edmundo González Urrutia, der bei der Präsidentenwahl 2024 für ihre Bewegung angetreten war, erklärten, ihr politisches Lager sei an den Verhandlungen über den Dialog nicht beteiligt gewesen. Der Mechanismus sei zwischen Mitgliedern des 2015 gewählten Parlaments und Regierungsvertretern vereinbart worden.

Figuera und Rodríguez hatten die gemeinsame Agenda bereits Mitte Juli angekündigt. Figuera nannte damals als Prioritäten die Stärkung demokratischer Institutionen und des Wahlsystems sowie politische Beteiligungsrechte. Der neue Dialog ist ein weiterer Versuch, die politische Krise in dem südamerikanischen Land durch Verhandlungen zu überwinden. Frühere Gesprächsrunden waren wiederholt gescheitert. (hkl/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Mutter und Sohn bei russischen Angriffen in der Ukraine getötet
Durch russische Drohnenangriffe sind in der ukrainischen Grenzregion Sumy zwei Menschen getötet worden.
Ein Privathaus sei von zwei Drohnen in Brand gesetzt und zerstört worden, schrieb der Chef der Militärverwaltung von Sumy, Oleh Hryhorow, auf der Nachrichtenplattform Telegram. Eine 29-jährige Frau und ihr neun Jahre alter Sohn seien dabei ums Leben gekommen.
Zur Story