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USA und Australien schliessen wegen Unsicherheit Botschaft in Brasilien

Vor Wahl: USA und Australien schliessen wegen Unsicherheit Botschaft in Brasilien

Zwei Tage vor der Präsidentenwahl in Brasilien haben die USA ihre Konsulardienste im Land aus Sicherheitsgründen vorerst ausgesetzt.
03.10.2026, 06:5503.10.2026, 06:55

US-Bürger wurden aufgefordert, die diplomatischen Einrichtungen auch bei dringenden Anliegen nicht aufzusuchen und sich stattdessen an den zuständigen Bereitschaftsdienst zu wenden, wie die US-Botschaft in Brasilien mitteilte.

epa13277953 A photograph showing a projection on a building with the messages 'Brazil is a democracy' and 'Elections without Trump' in downtown Sao Paulo, Brazil, 02 October 2026.  ...
Die Anspannung in Brasilien vor den Wahlen ist gross.Bild: keystone

Bis wann die Aussetzung gelten sollte, wurde ebenso wenig erwähnt wie ein möglicher konkreter Grund für die Schliessung. Eine Quelle aus der US-Regierung erwähnte laut dem Fernsehsender «TV Globo» eine mögliche Bombendrohung. Unklar blieb demnach, ob diese gegen die US-Botschaft oder einen anderen Ort in Brasiliens Hauptstadt Brasília gerichtet war.

Auch Australien schliesst Botschaft

Auch die australische Botschaft in Brasília blieb am Freitag aus Sicherheitsgründen geschlossen. Australien verwies auf den US-Sicherheitshinweis und riet seinen Staatsbürgern, US-Botschaft, Konsulate und deren Umgebung zu meiden.

Die brasilianische Polizei verstärkte den Schutz rund um die US-Botschaft und erklärte laut dem Nachrichtenportal «G1», dass es bislang keine konkreten Hinweise auf eine Gefahr gebe. «Was in der Praxis besteht, ist eine grosse Sorge angesichts der Lage, mit einer polarisierten Wahl, einer Wahl, die weltweit ganz besondere Aufmerksamkeit auf Brasilien lenkt», zitierte «G1» den Kommandeur der Militärpolizei des Bundesdistrikts, Rômulo Flávio Mendonça Palhares.

Präsidentenwahl am Sonntag

Am Sonntag findet in dem grössten Land Lateinamerikas die Präsidentenwahl statt. Im Vorfeld des Urnengangs wies der brasilianische Geheimdienst Abin laut der Nachrichtenagentur Agência Brasil auf ein Risiko einer US-Einflussnahme und zunehmendem Druck auf Brasilien hin.

Die jüngsten Umfragen sehen den linken Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva und den rechten Senator Flávio Bolsonaro – Sohn des früheren Präsidenten Jair Bolsonaro – nahezu gleichauf und deutlich vor den übrigen Bewerbern. Eine Stichwahl gilt als wahrscheinlich. (sda/dpa)

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