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USA: Niederlage für Taylor Greene – Mike Johnson bleibt im Amt

Rep. Marjorie Taylor Greene, R-Ga., says she'll call a vote next week on ousting House Speaker Mike Johnson, R-La., during a news conference at the Capitol in Washington, Wednesday, May 1, 2024.  ...
Marjorie Taylor Greene ist mit ihren Umsturzplänen krachend gescheitert.Bild: keystone

Peinliche Schlappe für Taylor Greene: Mike Johnson bleibt problemlos im Amt

Über Wochen drohte eine radikale Republikanerin, ihren Parteikollegen aus dem Amt zu jagen. Mit dem Versuch scheiterte sie nun deutlich. Mithilfe der Demokraten.
09.05.2024, 04:2809.05.2024, 04:28
Ein Artikel von
t-online

Das von den Republikanern dominierte US-Repräsentantenhaus hat mithilfe der Demokraten ein Misstrauensvotum gegen den republikanischen Vorsitzenden Mike Johnson abgeschmettert. Mit einer deutlichen Mehrheit von republikanischen und demokratischen Abgeordneten wies die Parlamentskammer am Mittwoch (Ortszeit) den Versuch der radikalen Republikanerin Marjorie Taylor Greene ab, Johnson von seinem mächtigen Posten abzusetzen.

Greene, die eine glühende Anhängerin des früheren Präsidenten und aktuellen Präsidentschaftsbewerbers Donald Trump ist, hatte ihrem Parteikollegen Johnson über Wochen mit einem solchen Vorstoss gedroht und sich damit in Szene gesetzt. Einen entsprechenden Antrag brachte sie bereits Ende März ein, nachdem Johnson im Repräsentantenhaus eine Abstimmung über ein Haushaltspaket ermöglicht hatte, das republikanische Hardliner ablehnten.

epa11328136 Speaker of the House Mike Johnson delivers a statement in National Statuary Hall after a failed vote to remove him as speaker, on Capitol Hill in Washington, DC, USA, 08 May 2024. A vote t ...
Er war im Visier von Taylor Greene: Mike Johnson.Bild: keystone

Greene hatte dies zunächst nur als «Warnung» getan, aber bereits angekündigt, voranschreiten zu wollen, falls Johnson eine Abstimmung über US-Hilfen für die Ukraine zulassen sollte. So kam es rund einen Monat später: Der US-Kongress billigte milliardenschwere Hilfen für das von Russland angegriffene Land.

Für Greene eine peinliche Schlappe

Führende Demokraten in der Parlamentskammer kündigten daraufhin an, dass sie Johnson unterstützen und Greenes Antrag blockieren würden, sollte die 49-Jährige diesen tatsächlich stellen. Dieses Versprechen lösten sie nun ein und standen Johnson bei der Abstimmung in grosser Zahl zur Seite, um ein Misstrauensvotum abzuwenden.

Die Hilfe der Demokraten dürfte eine Gegenleistung für Johnsons Unterstützung für die Ukraine-Hilfen sein, die er zuvor monatelang blockiert hatte. Viele Republikaner wiederum, die genug vom Chaos in den eigenen Reihen haben, stellten sich ebenfalls hinter Johnson.

Für die Scharfmacherin Greene ist die Aktion eine peinliche Schlappe. Johnson sagte nach der Abstimmung, er hoffe, dass dies das Ende von derlei Ablenkungen, Profilierungsversuchen und Rufmordkampagnen sei, die die vergangenen Monate in der Kammer geprägt hätten. Das Parlament habe wichtigere Aufgaben zu erledigen.

Der 52-Jährige hatte das Amt, das in der staatlichen Rangfolge der Vereinigten Staaten gleich nach dem Präsidenten und dessen Vize kommt, erst vor etwa einem halben Jahr übernommen. Sein Vorgänger Kevin McCarthy war Anfang Oktober von einer Gruppe radikaler Republikaner aus dem Amt gejagt worden – mithilfe der Demokraten, die McCarthy damals nicht vor dem Absturz bewahrten. Die Republikaner haben nur eine hauchdünne Mehrheit im Repräsentantenhaus.

Verwendete Quellen:

  • Nachrichtenagentur dpa
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