International
USA

Melania Trumps Wiedereinzug ins Weisse Haus wird verfilmt

Melania Trumps Wiedereinzug ins Weisse Haus wird verfilmt

Bald ist Melania Trump wieder die First Lady im Weissen Haus – dabei schaut ihr ein (umstrittener) Hollywoodregisseur über die Schulter.
06.01.2025, 07:5306.01.2025, 07:53
Anna-Lena Janzen / t-online
Ein Artikel von
t-online

Kurz vor der US-Wahl hat Melania Trump ihre Memoiren herausgebracht. Nun steht offenbar schon das nächste Projekt an. Die künftige First Lady soll im Weissen Haus für eine Dokumentation von einem Hollywoodregisseur begleitet werden.

FILE - First lady Melania Trump stands next to the 2020 Official White House Christmas tree as it is presented on the North Portico of the White House, Monday, Nov. 23, 2020, in Washington. (AP Photo/ ...
Für Melania Trump lohnt sich der erneute Sieg ihres Gatten – in welcher Hinsicht auch immer.Bild: keystone

Die Regie für den Film führt Brett Ratner, der für Filme wie «X-Men: Der letzte Widerstand» und «Rush Hour 3» bekannt ist. Der Streamingdienst Amazon Prime Video hat das Projekt in Auftrag genommen. Ein Studio-Sprecher beschrieb es in einer Mitteilung als einen «beispiellosen» Blick hinter die Kulissen auf Melania Trump. Der Film soll noch in diesem Jahr in Kinos und auf der Streamingplattform erscheinen.

Melania Trump wird bei dem Prozess offenbar Einfluss nehmen: Die Ehefrau des designierten US-Präsidenten Donald Trump ist den Berichten zufolge als ausführende Produzentin mit an Bord. Laut der Mitteilung sind die Dreharbeiten mit der 54-Jährigen bereits im Dezember angelaufen.

Melania Trump brachte Memoiren heraus

Melania Trumps Ehemann, der Republikaner Donald Trump, hatte die US-Präsidentschaftswahl im November gegen die Demokratin Kamala Harris klar für sich entschieden. Im Wahlkampf war Melania Trump kaum in Erscheinung getreten. Aktiv in der Öffentlichkeit war sie zuletzt bei der Werbung für ihre Memoiren. Das Buch mit dem Titel «Melania» erschien im vergangenen Oktober.

Das Ex-Model aus Slowenien lebt seit den 1990er Jahren in den USA. Nach der Hochzeit mit Donald Trump im Jahr 2005 erwarb sie die US-Staatsbürgerschaft. Ihr gemeinsamer Sohn Barron studiert in New York.

Die künftige First Lady werde in den nächsten vier Jahren voraussichtlich die meiste Zeit zwischen New York City und Palm Beach in Florida verbringen, sagten Insider gegenüber CNN. Sie will also offenbar nicht ins Weisse Haus einziehen. Die anonymen Quellen betonten jedoch, dass sie bei wichtigen Ereignissen weiterhin anwesend sein werde und als First Lady ihr eigenes Programm und ihre eigenen Prioritäten haben werde.

Ratner ist umstritten – Vorwürfe gegen ihn

Der frühere Blockbuster-Regisseur Ratner ist eine umstrittene Personalie im Filmgeschäft. Er hat seit Längerem kein grosses Hollywood-Projekt verfolgt. Im Zuge der «MeToo»-Bewegung war der Filmemacher 2017 von mehreren Frauen mit Vorwürfen sexueller Übergriffe konfrontiert worden, die teilweise in die 1990er Jahre zurückgingen. Das Produktionsstudio Warner Bros., mit dem Ratner einen Deal hatte, brach die Zusammenarbeit mit ihm aufgrund mehrerer Skandale ab.

FILE - Brett Ratner arrives at an event in Beverly Hills, Calif., April 26, 2017. (Photo by Willy Sanjuan/Invision/AP, File)
Brett Ratner
Brett Ratner wurden sexuelle Übergriffe vorgeworfen.Bild: keystone

Freunde von Ratner haben dem US-Branchenmagazin «Variety» erzählt, dass er offenbar einen Weg zurück ins Geschäft sah, indem er einen Dokumentarfilm dreht, der zunächst wenig Kapital erfordert und später im Prozess an einen Verleiher geht. Studios wie Amazon beteiligen sich demnach nicht an der Drehphase von Dokumentarfilmen, sondern erwerben einen fertigen Film, wenn dieser auf einem grossen Filmfestival vorgestellt wird. Ratner habe zunächst mit der Idee geliebäugelt, einen Dokumentarfilm über den zweifachen Oscar-Preisträger Anthony Hopkins zu drehen.

Wie das Projekt mit Melania Trump nun zustande kam, ist bislang unklar. Laut «Variety» führte der 55-Jährige Regie bei dem Universal-Thriller «Tower Heist», dessen Hauptschauplatz das Trump International Hotel & Tower in Chicago war. Donald Trump habe das Filmset mindestens einmal besucht. Ratner, der ursprünglich aus Miami stammt, soll auch Verbindungen zu Personen in Trumps Privatresidenz Mar-a-Lago in Florida haben.

Verwendete Quellen:

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Umfrage: Weniger Südkoreaner sind für Vereinigung mit Nordkorea
Die Unterstützung für eine Wiedervereinigung mit Nordkorea nimmt in Südkorea einer Langzeitumfrage zufolge langfristig ab. Nur mehr 39 Prozent halten eine Vereinigung der beiden koreanischen Staaten für notwendig oder eher notwendig, wie aus einer neuen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Gallup Korea im Auftrag der renommierten Seoul National University hervorgeht. Vor fast 20 Jahren, im ersten Erhebungsjahr 2007, lag der Wert noch bei 63,8 Prozent. Bei Südkoreanern in ihren Zwanzigern ist der Wunsch nach einer Wiedervereinigung mit 25,2 Prozent am geringsten. Zugleich befürwortet eine Mehrheit der Befragten eine eigene Atombombe.
Zur Story