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President Donald Trump waves as he boards Air Force One at Naval Air Station Sigonella, Saturday, May, 27, 2017, in Sigonella, Italy. (AP Photo/Evan Vucci)

Goodbye: Donald Trump besteigt im sizilianischen Sigonella die Air Force One.  Bild: Evan Vucci/AP/KEYSTONE

Und weg ist er – 5 handfeste Erkenntnisse zu Trumps turbulenter Europa-Reise



Es sei ein «Home-Run» gewesen, meinte Trump gestern nach seinem ersten Ausland-Trip als US-Präsident. Neun Tage reiste er durch Saudi-Arabien, Israel und Europa. Zuletzt stand das G7-Gipfeltreffen in Sizilien auf dem Programm. 

Ein Fiasko konnte in Italien knapp vermieden werden, in letzter Sekunde gaben die USA ihren Blockade-Kurs in Sachen Freihandel auf. Letzten Endes resultierte aus dem Treffen ein dürres Abschlusspapier aus nur sechs Seiten. Einig war man sich eigentlich nur in Sachen Terror-Bekämpfung. 

Aus Trumps turbulenten Tagen in Europa konnten wir folgende fünf Erkenntnisse gewinnen: 

Das Klimaabkommen steht auf der Kippe

Im Wahlkampf bezeichnete Trump den Klimawandel als «hoax», eine Lüge. Er kündete damals an, sich sofort aus dem Pariser Klimaabkommen zurückzuziehen, wenn er denn gewählt würde. Mittlerweile mässigte Trump seinen Ton etwas, vielleicht sei ja doch etwas dran am Klimawandel. 

Ob der US-Präsident dem Klimaabkommen treu bleiben will, ist aber auch nach dem G7-Treffen unklar. Zwar appellierten die anderen sechs Staatschefs an die USA, im Abkommen zu verbleiben, doch Trump wollte sich noch nicht festlegen. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel nannte den Stand der Klimadebatte mit den USA «sehr unzufriedenstellend».

Ein definitiver Entescheid ist nächste Woche zu erwarten, wie der US-Präsident auf Twitter mitteilte. 

Der Druck zuhause wächst

Egal, wie weit sich Trump vom Weissen Haus entfernt, das Thema Russland bleibt weiterhin in seinem Nacken.

In Abwesenheit des Präsidenten zogen die Ermittlungen über die Russland-Verbindungen weitere Kreise bis tief in Trumps Familie. Nach neuesten Enthüllungen soll Schwiegersohn Jared Kushner sich um einen geheimen Gesprächskanal mit Russland bemüht haben.

Nun steht Ivanka Trumps Ehemann im Visier der Ermittler. Er soll am Dienstag vor Kongressausschüssen aussagen. 

Die Flüchtlinge sind Trump ziemlich egal

Entwicklungsgruppen übten scharfe Kritik am G7-Gipfel und an Donald Trump. «Am schlimmsten ist die Blockade des US-Präsidenten bei Flucht, Zuwanderung und Ernährungssicherheit», sagte Experte Jörn Kalinski von Oxfam. Bitter nötige Initiativen der Italiener seien «in rücksichtsloser Manier einfach vom Tisch gewischt» worden.

So musste ein gesonderter Plan Italiens für eine «geordnete Zuwanderung» wegen des Widerstands der USA gekippt werden. Italien hatte die Flüchtlingskrise hervorheben wollen, indem als Tagungsort Sizilien ausgesucht wurde, wo die meisten Flüchtlinge anlanden, die über das Mittelmeer kommen. Auch waren Vertreter aus Äthiopien, Kenia, Niger, Nigeria, Tunesien und Guinea eingeladen.

Trotz der Appelle von Hilfsorganisationen machten die G7 keine neuen Finanzzusagen zur Bekämpfung von Hungersnöten in Afrika. Sie versprachen nur, den UNO-Hilfsappell über 6,9 Milliarden Dollar «energisch unterstützen» zu wollen. Dafür sind aber erst 30 Prozent zugesagt. Es drohen Hungersnöte für 20 Millionen Menschen im Südsudan, Somalia, Jemen und in Nigeria. «Da haben die G7 ihre Führungsrolle nicht wahrgenommen», sagte Jörn Kalinski von Oxfam.

So wird am G7-Gipfel demonstriert

Trumps Hände bleiben im Fokus

Wahrscheinlich wurde noch keinem US-Präsidenten so genau auf die Hände geschaut wie Donald Trump. Und zwar wortwörtlich. Der Grund: Der US-Präsident hat beim Handshake die seltsame Angewohnheit, sein Gegenüber jeweils an sich heranzuziehen.

Dieses Mal werden jedoch jene Momente in Erinnerung bleiben, in denen es nicht zum Händeschütteln kam. So etwa, als Emmanuel Macron lieber die Umarmung mit Merkel suchte, Trump sich in die vorderste Reihe drängelte, oder als ihm Ehefrau Melania nicht die Hand halten wollte. 

Bei den Scheichs gefällt es Trump besser

Nach Trumps erster Auslandreise ist klar: Bei den Scheichs und Despoten dieser Welt gefällt es dem US-Präsidenten besser als bei seinen europäischen Partnern. 

Beim Empfang in Saudi-Arabien sah man Trump in bester Laune. Der 70-Jährige liess sich sogar zu einem Tänzchen mit den Öl-Scheichs hinreissen. Ausserdem wurde ein milliardenschwerer Waffen-Export-Vertrag abgeschlossen.

Deutlich schlechter war die Stimmung in Europa. Trump kritisierte seine Nato-Partner scharf und sagte im Bezug zu Deutschlands Handelspolitik: «The Germans are bad, very bad». Die Differenzen mit den USA «sind in unseren Diskussionen sehr klar geworden», stellte Italiens Regierungschef Paolo Gentiloni ernüchtert fest. (cma/sda/dpa)

Die Trumps beim Papst

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    Alle Leser-Kommentare
  • Märklin 28.05.2017 18:11
    Highlight Highlight Fazit ! Armes Amerika!
    ArmseligeG 6 Typen!
    Völker erwacht und jagt sie vom Hof!
  • Lowend 28.05.2017 14:43
    Highlight Highlight Man darf sagen, Trump liebt mordende Diktatoren, Fake-News verbreitende Oligarchen und ölreiche Potentaten, während er gegenüber faktentreuen und demokratisch gewählten Staatsoberhäupter nur tiefe Verachtung zeigt.

    Demokratische Staaten dürfen darum solches Verhalten nicht länger dulden und müssen denen die rote Karte zeigen.

    Die NATO und G6 Appeasement Politik hat klar versagt!


    PS: Menschen, die diesen Antidemokraten und Bewunderer der totalen Macht nun abgöttisch verehren, wie man hier und andernorts lesen muss, hätten vermutlich auch Ende der 30er Jahre begeistert dem Gröfaz zugejubelt!
    • Juliet Bravo 29.05.2017 01:34
      Highlight Highlight Was ist denn falsch? Dass die Deutschen "das schaffen"? Tun sie doch!
      Meine Hochachtung den Deutschen!
  • Stachanowist 28.05.2017 13:17
    Highlight Highlight Dass Macron Merkel als erste grüsst, ist klar. Als Mann grüsst man zunächst die Frau, alles andere wäre - zumindest als Anhänger der alten Schule - unhöflich. Was Veit Medick da reininterpretiert, bleibt sein Geheimnis.

    Schlimm fand ich Trumps Benehmen gegenüber Duško Marković. Richtig ekelhaft.
    • Der Rückbauer 28.05.2017 15:48
      Highlight Highlight In Sachen Veit Medick: Macron hat, wenn ich richtig geguckt habe, nach Merkel noch zwei "Männer" begrüsst, bevor er in den Ring mit dem konkursiten Bauunternehmer stieg.
  • SJ_California 28.05.2017 11:54
    Highlight Highlight Trump ist eben nur happy wenn er Geld schnuppert 💰💰💰
  • Ron Collins 28.05.2017 11:39
    Highlight Highlight Entertainment pur war das diese Woche! Herrlich;))
    • Juliet Bravo 28.05.2017 13:51
      Highlight Highlight Ja schon - aber schlechte Unterhaltung fand ich.
  • lexander 28.05.2017 11:38
    Highlight Highlight Ich verstehe immer noch nicht, wie man so einen Typen folgen, wählen, ernst nehmen kann. Donald an der Spitze eines Konzernes - ok geht noch (oder auch nicht). Aber Politik ist keine Firma, auch wenns an beiden Orten hart und dreckig zu und her geht. T. ist als Präsident so fehl am Platz wie der Papst als Bordellbesitzer.
    Heute kriegt immer noch die Braut, wer am lautesten auf der Brust trommelt und noch dazu seine Gegner auslacht.

    Gopf bin ich naiv zu glauben, dass stille Venunft und gescheite Argumentation in der Welt regieren werden..





  • Hans Jürg 28.05.2017 11:32
    Highlight Highlight Da man hier leider keine Kraftausdrücke verwenden darf, bin ich bezüglich Trump absolut wortlos.🤐
  • Butzdi 28.05.2017 11:18
    Highlight Highlight Trump am Ende der Reise
    Benutzer Bild
  • roger.schmid 28.05.2017 10:25
    Highlight Highlight die ganze Reise war von A bis Z erschreckend und eine Katastrophe für Europa, aber auch die USA, die unter diesem Hochstapler weit zurückgeworfen werden.
    Die einzigen die sich gefreut haben dürften sind die Regierungen von Saudi-Arabien und Russland..
  • atomschlaf 28.05.2017 10:11
    Highlight Highlight Wenn Afrikaner auf dem Arbeitsmarkt benötigte Qualifikationen mitbringen, sollen sie selbstverständlich nach Europa einwandern können, so wie dies z.B. Inder auch können.
    Darüber hinaus braucht es keine «geordnete Zuwanderung» sondern endlich Grenzschutz und ein rigoroses Vorgehen gegen die illegale Migration.

    Gemäss Medienberichten, wollte Italien ja einen Passus über "Vorteile" der illegalen Migration im Abschlusspapier haben. Sowas kann man natürlich nicht ernst nehmen.
    • Enzasa 29.05.2017 09:42
      Highlight Highlight "Illegale Migration" ? Entweder Illegal oder Migration.
      Abschottung funktioniert nicht, sondern es geht um vernünftige und durchsetzungsstarke Politik.
    • atomschlaf 29.05.2017 12:23
      Highlight Highlight Wenn Afrikaner ohne Visa zu Tausenden nach Europa kommen ohne im Entferntesten verfolgt und damit asylberechtigt zu sein, aber trotzdem hierbleiben und teilweise sogar Sozialleistungen in Anspruch nehmen können, was ist denn das, wenn nicht illegale Migration?
      Ringelreihetanzen?
    • Enzasa 30.05.2017 00:53
      Highlight Highlight Ein akzeptierter Asylgrund ist z.B. Klimakatastrophe.
      Politische Verfolgung ist e i n Asylgrund.
      Es gibt aber andere Konventionen und Vereinbarungen nach denen auch andere Asylgründe anerkannt sind.
    Weitere Antworten anzeigen
  • pamayer 28.05.2017 10:00
    Highlight Highlight Das mit dem Handshake und das Gegenüber an sich heranzuziehen ist eine reine Machtdemonstration. Zeigen, wo der Bartli - in seinem Fall der Toupetträger - den Most holt.

    Widerlich.
  • demokrit 28.05.2017 09:56
    Highlight Highlight Was hat die Hungersnot in Afrika jetzt mit Flüchtlingen zu tun? Wer hungert, kann weder nach Europa noch im Inland flüchten. Warum verquickt man die Dinge oben? Dass Italien politisch korrekt die positiven Effekte der Zuwanderung hervor streichen will, ist wirklich goldig, wenn man bedenkt, wie alle Migranten Italien und die Schweiz mit der Traumdestination Deutschland im Hinterkopf umgehend hinter sich lassen wollen. Trump hat, was die Zuwanderung angeht, so falsch seine Haltung in der Klimapolitik ist, vollkommen recht. Das Sicherheitsinteresse der Einwohner ist endlich höher zu gewichten.
    • MartinArnold 28.05.2017 13:10
      Highlight Highlight sehr viel!!!!
      demokrit!
      NB.
      Nicht nur bei Ihnen, es würde allen gut anstehen wenigstens so viel Mut zu beweisen und mit eigenem, richtigen, getauften, Namen aufzutreten.
      Sonst kann das Statement nicht ernst genommen werden!!!
    • Sapere Aude 28.05.2017 13:38
      Highlight Highlight Demokrit scheint sehr viel über das einfache Leben eines Flüchtenden oder Hungernden zu wissen. Ist ja logisch dass die sich nicht flüchten und gleichzeitig hungern können Gopf!
    • Juliet Bravo 28.05.2017 13:54
      Highlight Highlight ...manchmal wünschte ich mir fast, gewisse Leute wären mal selbst von Elend und Hunger betroffen. Nur mal für ein paar Tage.
    Weitere Antworten anzeigen
  • MartinArnold 28.05.2017 09:21
    Highlight Highlight Gut ist er wieder weg. Wo DT auftritt, vergiftet er das Klima! Ausser allenfalls bei den Saudis. Hier schleimt er sich mit dem 100 Mia. Waffendeal richtig ein. Auf dieser Reise hat er eigentlich bewiesen was er ist.
    DT ist ein Geschäftsmann, ohne Zweifel. Ein Staatsführer ist er bei weitem nicht. Eigentlich wäre es nur das Problem des Staates dessen Führer er sein will. Aber bei Amerika sieht es anders aus. Die halbe Welt eifert diesem Amerika nach, das ausser guter Musik, wenig auf die Reihe kriegt, dem es sich nachzueifern lohnt! Terror, Gewalt, Restriktionen supported by USA
    • Pisti 28.05.2017 13:58
      Highlight Highlight Stimmt ein guter Staatsführer nach Modell EU, verschleudert Steuergelder in 3. Welt Ländern, führt Krieg in Ländern wo uns die Konflikte nichts angehen, kümmert sich nicht darum dass es dem Mittelstand immer schlechter geht, lässt unbegrenzt Migranten rein und unternimmt nichts gegen die steigende Kriminalität. Aber hauptsache die Banane hat die richtige Krümmung. Da lob ich mir Trump, der Typ ist schlecht für Europa, aber ein Segen für die USA. Von diesen Bürgern wurde er auch gewählt. Die Politiker Europas sollen sich ein Beispiel nehmen daran und endlich unsere Interessen durchsetzen.
    • MartinArnold 28.05.2017 15:55
      Highlight Highlight Na Pisti, sprechen Sie mal mit Amerikanern,
      Da werden Ihnen die OHREN aufgehen!!!
      Und symply smarter
      Wenn der klimatisierte Raum, 24h offene Supermärkte, das starke Auto die Hauptargumente sind, den USA nachzueifern, dann haben Sie von Lebensqualität gerade mal nichts begriffen!
    • SemperFi 28.05.2017 16:30
      Highlight Highlight @simply smarter: 24h-Supermärkte und Einfamilienhäuser propagieren und dann wieder über die Zersiedelumg der Ballenberg-Schweiz jammern. Smart!
    Weitere Antworten anzeigen
  • FrancoL 28.05.2017 08:56
    Highlight Highlight Hat da jemand etwas anderes erwartet!
    Ich nicht!
    Deals sind sein Ziel und nur Deals die die USA bzw seine Auftraggeber aus den USA sich wünschen.
    Er ist eine Rüppel und benimmt sich wie ein Flegel.
    Zu rügen ist allerdings auch die restliche PolitElite die dieses Verhalten duldet.

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