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Verbrechen

Attentat in Ecuador – Bürgermeister von Grossstadt Manta tot

Attentat in Ecuador – Bürgermeister von Grossstadt Manta tot

24.07.2023, 07:3024.07.2023, 07:30

Der Bürgermeister der ecuadorianischen Stadt Manta, Agustín Intriago, ist getötet worden. Intriago sei Opfer eines Attentats geworden, schrieb Staatspräsident Guillermo Lasso am Sonntag auf Twitter. Die Hintergründe waren zunächst unklar. Innenminister Juan Zapata twitterte, es handle sich um einen bewaffneten Angriff. Dabei habe es noch ein zweites Todesopfer sowie vier Verletzte gegeben – zwei von ihnen seien wegen mutmasslicher Beteiligung an der Tat in einer Klinik in Polizeigewahrsam. Die Staatsanwaltschaft meldete eine Festnahme.

augustin intriago
Agustín Intriago wurde nur 38 Jahre alt.Bild: twitter

Die Identität des zweiten Toten wurde zunächst nicht mitgeteilt – nach Medienberichten war es eine Frau. Unter anderem berichtete die Zeitung «El Universo», auf Intriago sei am frühen Sonntagnachmittag (Ortszeit) geschossen worden, als er den Ort eines geplanten Bauprojekts besucht habe. Nach einem Bericht des Lokalportals «La Marea» waren mehrere Männer in einem Fahrzeug angefahren und hatten das Feuer eröffnet. Intriago kam nach den Berichten zunächst in ein Krankenhaus und wurde kurz darauf für Tod erklärt.

Intriago war Medien zufolge 38 Jahre alt und Vater von zwei Kindern. Die Menschen in den sozialen Medien zeigen sich bestürzt über den Vorfall und teilen Videos von ihm, die ihn mit seinen zwei Kindern zeigen:

Der Jurist hatte bei Wahlen im Februar als Kandidat des Lokalbündnisses «Mejor Ciudad» (Bessere Stadt) eine zweite Amtszeit als Regierungschef gewonnen. Manta ist eine Hafenstadt am Pazifik mit mehr als 200'000 Einwohnern.

Das südamerikanische Land leidet unter einer Welle der Gewalt, die vor allem Banden von Drogenschmugglern zugeschrieben wird. Die Mordrate von rund 25 Tötungsdelikten pro 100'000 Einwohner im vergangenen Jahr war die höchste in der Geschichte des Andenstaates und eine der höchsten Lateinamerikas. Lasso schrieb, er habe den Chef der Nationalpolizei angewiesen, so viele Beamte wie nötig einzusetzen, um die Verantwortlichen für das Attentat zu finden. (saw/sda/dpa)

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