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Bericht: Fast 3000 Franken pro Sekunde in Atomwaffen investiert

Bericht: Fast 3000 Franken pro Sekunde in Atomwaffen investiert

Die neun Atommächte haben im vergangenen Jahr 19 Prozent mehr in Atomwaffenarsenale investiert als im Jahr davor.
09.06.2026, 03:1909.06.2026, 03:19

Das geht aus einem Bericht der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) hervor. Sie beziffert den Gesamtbetrag auf 119 Milliarden Dollar (knapp 94 Milliarden Franken). Damit hätten diese Länder im vergangenen Jahr zusammen fast 3000 Franken pro Sekunde für ihre Atomwaffenarsenale ausgegeben.

epa12287465 Anti-nuclear weapons signs at the entrance to the West Gate of the Lawrence Livermore National Laboratory (LLNL), known for its work in nuclear weapons design, stockpile stewardship, and n ...
Protestschilder in den USA anlässlich des Hiroshima-Gedenktages.Bild: keystone

Die Organisation war die treibende Kraft hinter dem UN-Atomwaffenverbotsvertrag. Sie erhielt dafür 2017 den Friedensnobelpreis. Der Vertrag trat 2021 in Kraft.

2025 hätten die USA mehr Geld für Atomwaffen ausgegeben als die acht anderen Länder mit solchen Waffen zusammen, berichtet ICAN. Insgesamt hätten sie 69,2 Milliarden Dollar investiert, gefolgt von China mit 13,5 Milliarden Dollar. Grossbritannien habe Russland auf den dritten Platz abgelöst, mit Investitionen von 12,6 Milliarden Dollar. In Russland seien es 9,5 Milliarden Dollar gewesen.

Wer die meisten Atomwaffen hat

Nach Angaben von ICAN hat Russland mit 5'420 die meisten Atomwaffen. Dahinter nennt sie die USA mit 5'042, China mit 620, Frankreich mit 300, Grossbritannien mit 225, Indien mit 190, Pakistan mit 170, Israel mit 90 und Nordkorea mit 60.

Rechnerisch könnten die Investitionen eines einzigen Tages dafür sorgen, dass zwei Millionen Menschen nicht mehr um die nächste Mahlzeit bangen müssen, berichtet ICAN. Mit den Mitteln allein aus den letzten drei Jahren hätte demnach der Hunger in der Welt beendet werden können. «Die Ausgaben des Jahres 2025 hätten den regulären Haushalt der Vereinten Nationen für 32 Jahre decken können», heisst es in dem Bericht. (sda/dpa)

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