International
Waffen

Hoppla! Russische TV-Sender zeigen «aus Versehen» geheime Waffenpläne

Screenshot der Sendung auf Kanal Eins.
Screenshot der Sendung auf Kanal Eins.
bild: twitter

Hoppla! Russische TV-Sender zeigen «aus Versehen» geheime Waffenpläne

Zwei russische TV-Sender haben Dokumente über ein neues System atomar bestückter Torpedos veröffentlicht. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow bestätigte am Mittwoch entsprechende Medienberichte. Es sei ein Versehen gewesen heisst es. Doch daran gibt es Zweifel.
12.11.2015, 01:5412.11.2015, 06:24

Die staatlich kontrollierten Sender NTW und Kanal Eins hatten am Dienstag in Berichten über ein Treffen von Präsident Wladimir Putin mit Militärvertretern in Sotschi Geheimdokumente zu einem noch in der Entwicklungsphase steckenden Torpedo-System mit der Bezeichnung Status-6 gezeigt.

In dem deutlich sichtbaren Begleittext heisst es, die auf U-Booten stationierten Torpedos würden bei ihrem Einschlag die Gebiete derart stark radioaktiv verseuchen, dass sie für lange Zeit für jede «militärische, landwirtschaftliche oder wirtschaftliche Aktivität unbrauchbar» seien.

Waffen

Zwar wurden die Aufnahmen von den beiden Sender später wieder gelöscht, doch auf mehreren Internetseiten wurden Screenshots veröffentlicht. Wie die Aufnahmen in die Sendungen gerieten, war zunächst unklar. Beide Sender stehen unter strikter Kontrolle des Kreml.

Putin hatte diese Woche den USA und ihren Verbündeten vorgeworfen, Moskaus atomare Kapazitäten ausschalten zu wollen. Moskau brauche deshalb Waffen, die in der Lage sein müssten, jede Form von Raketenschutzschild zu überwinden, erklärte er.

In den USA ist daher die Rede davon, dass es sich bei dem jüngsten Vorfall mit den TV-Bildern um eine geplante Provokation gehandelt haben könnte. Russland hätte den Fall inszenieren können, um den Anschein zu erwecken, das Land verfüge über eine neue, gefährliche Waffe, heisst es auf der US-Nachrichtenseite «Daily Beast». (dwi/sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
6 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
6
Spanien will rund eine Million Sans-Papiers legalisieren
Spanien geht in der Migrationspolitik einen eigenen Weg: Hunderttausende Menschen ohne regulären Aufenthaltsstatus sollen eine befristete Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis erhalten. Das Interesse ist deutlich grösser als erwartet.
In Spanien läuft eine der grössten Legalisierungsaktionen für Sans-Papiers der vergangenen Jahre. Menschen ohne regulären Aufenthaltsstatus konnten bis Ende Juni ein Gesuch einreichen, um ihren Aufenthalt vorläufig legalisieren zu lassen. Wie SRF berichtet, gingen bis Mitte Juni bereits mehr als 900'000 Anträge ein.
Zur Story