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Der Ölpreis knackt die 100-Dollar-Marke – Börsenbeben am Montag droht

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Aus Angst vor Ölknappheit stehen Menschen in Peschawar, Pakistan mit ihren Fahrzeugen Schlange vor Tankstellen.Bild: keystone

Der Ölpreis knackt die 100-Dollar-Marke – Börsenbeben am Montag droht

Der Ölpreis ist infolge des Iran-Kriegs erstmals seit Jahren wieder auf über 100 US-Dollar angestiegen.
09.03.2026, 02:4409.03.2026, 02:56

Der Preis für die in Europa massgebliche Nordseesorte Brent stieg im frühen Handel zeitweise um rund 20 Prozent auf 111 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Die Börsenkurse in Ostasien brachen daraufhin ein.

Zuvor war zum Handelsbeginn in Chicago die in den USA bestimmende Sorte West Texas Intermediate (WTI) über die Marke von 100 Dollar gesprungen – ein Preisniveau, das es zuletzt 2022 gegeben hatte. Zeitweise stieg der Preis sogar auf 111 Dollar pro Barrel.

Am Freitagnachmittag war Brent-Rohöl zur Lieferung im Mai noch mit über 90 Dollar gehandelt worden. Seit Beginn des Iran-Kriegs vor etwas mehr als einer Woche beläuft sich das Plus inzwischen auf rund 50 Prozent: Ende Februar lag der Preis noch um die 70 Dollar pro Barrel. Auch die Spritpreise sind seither deutlich angestiegen.

Die Angst vor einer längeren Sperrung der Strasse von Hormus bleibt ein bestimmendes Thema auf dem Ölmarkt. Seit den amerikanisch-israelischen Angriffen auf den Iran passieren kaum noch Schiffe die Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman. Durch diese wird in Friedenszeiten täglich rund ein Fünftel des weltweiten Ölhandels transportiert. Sie ist auch sehr wichtig für den Transport von Flüssiggas, etwa aus Katar.

Börsen in Asien reagieren geschockt

Die Börsen in Ostasien reagierten mit heftigen Verlusten auf den rasanten Anstieg der Ölpreise. In Tokio stürzte der Nikkei-Index für 225 führende Werte im frühen Handel um mehr als 6 Prozent unter die Marke von 53'000 Zählern. Rund 25 Minuten nach Handelsbeginn notierte der asiatische Leitindex bei einem satten Minus von 3409,92 Punkten oder 6,13 Prozent bei einem Zwischenstand von 52'210,92 Punkten.

Hohe Verluste verzeichnete auch die Börse in Südkorea. In Seoul verzeichnete der KOSPI nach Handelsbeginn zeitweise ein Minus von 378,55 Punkten – oder knapp 7 Prozent – bei einem Stand von 5200,17 Zählern.

Trump: Geringer Preis für Sicherheit und Frieden

US-Präsident Donald Trump, für den steigende Spritpreise mit Blick auf die wichtigen Zwischenwahlen im Herbst zum Problem werden könnten, versuchte, den Fokus auf die langfristige Entwicklung zu lenken: «Die kurzzeitigen Ölpreise, die nach der Beseitigung der nuklearen Bedrohung durch den Iran rapide sinken werden, sind ein sehr geringer Preis für die Sicherheit und den Frieden der USA und der Welt», schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. «Nur Idioten würden das anders sehen», fügte er an.

Warnung von Katars Energieminister

Ende vergangener Woche hatte Katars Energieminister Saad al-Kaabi in einem Interview der «Financial Times» vor schwerwiegenden Folgen des Kriegs im Nahen Osten für Lieferungen von Energierohstoffen aus der Region gewarnt. Es sei zu befürchten, dass alle Förderstaaten am Persischen Golf ihre Produktion innerhalb weniger Wochen einstellen könnten. Dann ist nach Einschätzung des Ministers ein Anstieg des Ölpreises bis auf 150 US-Dollar möglich.

Aufgrund der de facto Blockade der Meerenge von Hormus gehen den Produzenten am Persischen Golf teils die Lagerkapazitäten aus. Kuwait hat seine Produktion Medienberichten zufolge bereits gedrosselt. (sda/dpa/con)

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Die beliebtesten Kommentare
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Swiss Traveller
09.03.2026 05:23registriert Juni 2025
Einfach um es mal etwas ins Verhältnis zu setzen: Der Nikkei 225 ist innerhalb eines Jahre um +40% gestiegen (die heute Korrektur bereits eingerechnet), der KOSPI sogar +100% (ebenfalls nach der akt. Korrektur)... also entspannt euch mal ein bisschen. Schon letzte Woche wurde der Untergang der Wirtschaft und der komplette Börsencrash ausgerufen, der Effekt auf die allermeisten breiten ETF war zw. -2 und -3% und das nach Höchst- ja gar Rekordwerten. Also: settle down und entspannt euch etwas. Ist nicht das erste Öl-Rodeo und es gab jahrelange Strecken (2011 - Mitte 2014) mit 90 - 100 USD/brl.
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