Bilder und Fakten zum Leben von Sir Patrick Stewart
Die meisten lernten Sir Patrick Stewart als Captain Jean-Luc Picard kennen und lieben. In seiner Rolle in «Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert» brachte er die unendlichen Welten des Weltraums in die Wohnzimmer auf der ganzen Welt. Nun ist der Schauspieler im Alter von 86 Jahren gestorben.
Wir wollen noch einmal auf das Leben des beliebten Schauspielers zurückblicken. Hier kommen 9 interessante Fakten zu Sir Patrick Stewart:
Best Buddies mit Ian McKellen
Die beiden britischen Schauspieler lernten sich in den 1970er-Jahren als ehrgeizige junge Schauspieler bei der Royal Shakespeare Company kennen. Damals standen sie sich jedoch noch nicht nahe. Beim ersten X-Men-Blockbuster im Jahr 2000 standen sie sich dann als Rivalen im Film gegenüber.
Abseits des Sets freundeten sie sich an. Fans bewunderten ihre innige Freundschaft stets, in Fernsehsendungen und auf dem roten Teppich begrüssten sie sich mit einem Kuss auf die Lippen. McKellen traute 2013 Stewart und seine Frau Sunny Ozell.
Übrigens: McKellen riet ihm einst davon ab, eine Hauptrolle in Star Trek zu übernehmen. Er fürchtete um Stewarts Bühnenkarriere in Grossbritannien. Später lachten die beiden darüber.
Ian McKellens rührender Post zum Tod seines Freundes:
Zum Ritter geschlagen
2010 wurde der legendäre Schauspieler von Königin Elizabeth II. zum Ritter geschlagen. Dadurch erhielt er den Titel Sir Patrick Stewart.
Theaterkind
Stewart war ein Theaterkind durch und durch – und blieb es seine gesamte Karriere lang, auch nach seinem grossen Hollywood-Erfolg.
Er entdeckte seine Liebe zum Theater in der Schule, als ein Lehrer ihn mit Shakespeare bekanntmachte und ihn zum Spielen ermutigte. Sein erster öffentlicher Auftritt war in einer Produktion von Cinderella, die in einer Kirche aufgeführt wurde. Bald wurde die Schauspielerei ein Zufluchtsort für ihn, denn er stammte aus schwierigen Familienverhältnissen. Sein Vater sei nach dem Zweiten Weltkrieg als Alkoholiker zurückgekehrt, habe unter einer posttraumatischen Belastungsstörung gelitten und Stewarts Mutter körperlich misshandelt.
Bereits mit 15 Jahren verliess Stewart die Schule, arbeitete zunächst als Reporter und Nachrufschreiber beim Dewsbury Reporter. Später gewann er ein Stipendium für die Bristol Old Vic Theatre School, wo er seine Theaterkarriere vollumfänglich begann.
Humor und Grosszügigkeit
Stewart war für seinen gutmütigen Humor bekannt. Dass er zudem trotz seines riesen Erfolges am Boden, bewies er immer wieder. Einmal auch 2014, als er für die Ice-Bucket-Challenge nominiert wurde (erinnerst du dich noch?), die auf die Krankheit amyotrophe Lateralsklerose (ALS) aufmerksam machen sollte. Statt sich einen Eimer voll Eis über den Kopf zu kippen, wie es damals der Trend war, veröffentlichte er ein wortloses Video, indem er einen Scheck von unbekanntem Betrag ausstellte, zwei Eiswürfel aus einem Eimer in ein Glas gab, sich einen Whiskey einschenkte und in die Kamera toastete. Ein wortloser Kommentar dazu, was im viralen Trubel oft unterging und der eigentliche Sinn der Challenge war: die Spenden für die ALS-Forschung und ALS-Betroffenen.
Stewarts Beitrag zur Ice-Bucket-Challenge:
Liebe im Restaurant
Seine Frau Sunny Ozell lernte er in einem New Yorker Restaurant kennen. Damals arbeitete sie als Kellnerin, Stewart war Gast. In einem Interview darauf angesprochen, ob er ordentlich Trinkgeld gegeben hätte, antwortete die Singer-Songwriterin: «Er ist Engländer, mehr sage ich nicht.»
Markante Stimme
Stewart wurde auch für seine markante Stimme berühmt und hatte daher einige Sprechrollen. Im Film «Emoji» lieh er Poop seine Stimme, zudem hatte er Gastauftritte in «Die Simpsons», «Robot Chicken» und «Futurama». Noch dieses Jahr spielte er an der Seite von Hugh Jackman und sprach einen alten Widder in «Die Schafdetektive».
Stewart in seiner Rolle in «Die Simpsons»:
Heimatliches Engagement
Stewart vergass seine Herkunft aus West Yorkshire nie. 2004 wurde er Rektor der Universität Huddersfield. Er hatte die Funktion bis 2015 inne. Danach wurde das Theatergebäude der Universität nach ihm benannt. Der Vizerektor der Universität sagte, Stewart sei immer sehr stolz darauf gewesen, Kanzler zu sein. Es sei für ihn eine persönliche Angelegenheit gewesen; seine Möglichkeit, Yorkshire etwas zurückzugeben.
Glatze als Markenzeichen
Bereits mit 17 Jahren begann der Haarausfall, mit 19 Jahren war Stewart bereits kahl. Anfangs sei das schwierig für ihn gewesen und er hätte bei Vorsprechen immer eine Perücke getragen, erzählte der Schauspieler einst. Mit der Zeit versuchte er nicht mehr, seine Glatze zu verbergen und sie wurde zu seinem unverkennbaren Markenzeichen.
Einmal flog seine Perücke sogar allein von London nach Los Angeles. Paramount bat ihn, eine Perücke zur Audition für die Rolle von Captain Jean-Luc Picard in «Star Trek: The Next Generation» zu bringen. Doch Stewart war bereits im Flugzeug. Seine damalige Frau brachte seine Perücke zum Flughafen, wo sie von einem British Airways Mitarbeiter abgeholt und auf einem späteren Flug nach Los Angeles geschickt wurde. Schlussendlich gefiel den Produzenten die Perücke jedoch gar nicht und sie wollten Stewart mit Glatze sehen.
Oder hier: Patrick Stewart in den Siebzigern in der Rolle des Sejanus. Die Serie «Ich, Claudius, Kaiser und Gott» wurde ab September 1976 auf BBC2 ausgestrahlt.
Und: Die perfekte Meme-Vorlage
Patrick Stewart hat sich öfters mit sichtlicher Belustigung darüber geäussert, dass er selbst und seine legendäre Rolle als Captain Jean-Luc Picard zu weltbekannten Internet-Memes wurden. Wie das Foto vom legendären «Picard-Facepalm»-Meme zustande kam? «Vermutlich hat mich gerade jemand gefragt, was ich zum Abendessen haben möchte», erzählte Stewart in einem Interview.
