Elvis.
Elvis. Presley.
Elvismotherf***ingpresleythemotherf***ingKINGOFROCKANDROLL.
Am 8. Januar wäre er 90 Jahre alt geworden.
Wäre – denn bekanntlich verstarb er bereits mit 42 Lenzen.
Aber hey – letztendlich wurde schon genug geschrieben und erzählt über die kulturelle Bedeutung des Phänomens Elvis Presley. Und dessen Lebensgeschichte wurde ebenfalls zigfach nacherzählt. Hier kommen eine Tonne grossartige Bilder zu 90 Jahren Elvis Presley – und eine ganze Reihe Fun Facts und Anekdoten als Schmankerl dazu. Let's ROCK!
Okay ... ganz so krass losrocken tun wir beim ersten Foto nun doch nicht ...
... denn das sind die Eheleute Gladys und Vernon Presley mit ihrem zweijährigen Sohn Elvis Aaron, zuhause in Tupelo Mississippi, anno 1937.
Und hier ist Klein-Elvis als Achtjähriger:
Jö.
Und hier als Frühpubertierender:
Aha. Hier sieht man bereits, in welche Richtung es geht.
Dunkelblond, okay. Aber nicht pechschwarz, wie man ihn gewöhnlich kennt. Bereits als er ein Teenie war, fing er an, sich die Haare zu färben. Gelegentlich kam seine natürliche Haarfarbe in Fotos der Fünfzigerjahre zum Vorschein.
Wir schreiben das Jahr 1954 – und Elvis ist bei Sam Phillips in Memphis, Tennessee vorstellig geworden, der ein kleines Aufnahmestudio sowie ein Plattenlabel betreibt – Sun Records:
Phillips, der zuvor ausschliesslich schwarze Blues-Artisten aufgenommen und herausgegeben hat, gefällt die Stimme dieses 19-Jährigen, der als Lastwagenchauffeur jobbt.
Phillips ist es auch, der Presleys erste Band zusammenstellt, The Blue Moon Boys. Und hier ist das erste Pressephoto, aufgenommen im Sommer 1954: Scotty Moore (l.) an der Gitarre und Bill Black (r.) am Kontrabass.
In dieser frühen Phase spielten The Blue Moon Boys eine ordentlich rohe Version von Rockabilly, anfänglich noch ohne Schlagzeug. Schlagzeuger DJ Fontana kam erst ein Jahr später dazu. Obwohl Elvis in den darauffolgenden Jahren einen persönlichen Management-Vertrag mit Colonel Tom Parker unterschrieb und 1956 das Plattenlabel wechselte, behielt er seine Band weiter. Black blieb bis 1959 bei Presley, Moore und Fontana bis 1968. Hier sind sie in einem Filmstill von «Jailhouse Rock» (1957) zu sehen:
Schauen wir mal ein paar Fotos der frühen Konzerte an! Hier sind The Blue Moon Boys live in Tampa, Florida, 31. Juli 1955:
Ach ja – jenes Foto ...
1956 erschien Elvis' erstes Album. 23 Jahre später diente es als Grafikvorlage für «London Calling», das dritte Album der Punkband The Clash.
Aber wir greifen vor.
... so die Worte von Kolumnistin Dorothy Ricker anno 1956 in der «Tampa Bay Times», die zudem orakelte: «Er wird in ziemlich kurzer Zeit vergessen sein.»
In einer Kolumne vom Oktober 1957 schrieb Paul Coates vom «Los Angeles Mirror», er würde Elvis «am liebsten seine freche Fratze von seinem Gesicht weghauen und ihn zum Haareschneiden schicken».
Haareschneiden? Dabei hatte Elvis seinen Look jemand anderem abgeschaut:
Der junge Elvis Presley war ein grosser Fan des Superhelden Captain Marvel Jr. und stylte seine charakteristische Frisur – und Haarfarbe – nach ihm. Elvis' spätere Bühnenkostüme lassen sich ebenfalls auf Captain Marvel Jr.'s Look zurückführen.
1956 war das Jahr, in dem sich für Elvis so ziemlich alles änderte: Er unterschrieb einen internationalen Plattenvertrag bei RCA, es folgten Auftritte im nationalen Fernsehen und eine erste Hauptrolle in einem Hollywood-Film. Innerhalb von zwölf Monaten wandelte er sich vom subkulturellen Rock-'n'-Roller, der eine regionale Fangemeinde in den US-Südstaaten hatte, zu einem globalen Superstar. Indes blieb Elvis seinen Wurzeln treu: In Memphis, Tennessee, der Stadt, in der er aufgewachsen war, kaufte er das Anwesen Graceland, wo er bis zu seinem Tod wohnte. Und in seiner Geburtsstadt Tupelo, Mississippi spielte er am 27. September 1956 ein legendäres Homecoming-Konzert ...
... Bei dem es, na ja ... Es muss ordentlich abgegangen sein, denn es gab irgendwelchen Zoff mit der örtlichen Polizei und Behörden.
Ebenfalls im 1956 ging es zum ersten Mal nach Hollywood. «Love Me Tender» war Elvis' erster Kinofilm. Ein Bild der Kostümanprobe:
Eine der ersten Promi-Freundschaften in Hollywood: TV-Star Irish McCalla, bekannt als Sheena, Queen of the Jungle.
Wieder in Memphis, am 4. Dezember 1956, kam es zu einer Begegnung, die als The Million Dollar Quartet in die Annalen der Musikgeschichte einging:
Jerry Lee Lewis, Carl Perkins, Elvis Presley und Johnny Cash (v. l.) – keine schlechte Band. Diese spontane Jam Session entstand, als Elvis (inzwischen bei RCA) bei seinem alten Kumpel Sam Phillips im Studio vorbeischaute.
Ohnehin zeigte sich Elvis zeitlebens immer selbst als grosser Fan anderer Musiker. Elvis' Lieblingssänger war der Soulsänger Jackie Wilson (links ein Bild von 1960, rechts 1970).
Hier Elvis nochmals mit Johnny Cash, 1957:
Lassen wir den grossen B. B. King (im Bild unten, 1956 in Memphis) doch gleich selbst zu Wort kommen:
Elvis beim Football, zuhause in Graceland, Dezember 1956 ...
... und mit Panda-Teddy ...
... ach, wir wissen nicht, wo und wann genau. 1957, sehr wahrscheinlich.
Elvis' umstrittener Manager Colonel Tom Parker (richtiger Name Andreas Cornelis van Kuijk) liess sowohl «I like Elvis»- als auch «I hate Elvis»-Ansteckknöpfe herstellen. Damit stellte er sicher, dass sie nicht nur an den Fans, sondern auch an den Hatern Geld verdienen würden.
Elvis mit seinen Hitlieferanten der frühen Jahre: Jerry Lieber (l.) und Mike Stoller (r.):
Das Songwriter-Duo Leiber-Stoller schrieb vorwiegend Songs für schwarze Rhythm-'n'-Blues-Künstler – unter anderem «Hound Dog», der ursprünglich 1952 von Big Mama Thornton aufgenommen wurde und bereits ein lokaler Hit war. Elvis' Version gab den Ausschlag, weitere Songs für ihn zu schreiben, etwa «Jailhouse Rock» oder «Trouble». Gerüchten zufolge soll Elvis' Manager, Colonel Tom Parker, verhindert haben, dass die Zusammenarbeit länger andauerte.
Elvis' dritter Film war der MGM-Streifen «Jailhouse Rock». Während er in der Eröffnungstanznummer eine Stange hinunterrutschte, verlor Elvis eine Zahnkrone und inhalierte diese dabei versehentlich. Da die Zahnkrone nun in seiner Lunge steckte, musste sie sofort per Operation entfernt werden. Der Eingriff erforderte dabei die Separation seiner berühmten Stimmbänder. Glücklicherweise verlief alles gut. Nach einer Woche Heiserkeit war die Stimme wieder da.
Probehören im Studio, 1957:
Halloween 1957 in Hollywood – mit Schauspielerin Joan Bradshaw:
Ach, zitieren wir doch hier gleich die Bildlegende dieses Archivfotos ...
... «27. Dezember 1957 – Elvis Presley posiert mit seinen Hausgästen, Kathy Gabriel, 19, links, und Hanneri Melcher, 20, in Memphis. Melcher, die amtierende Miss Austria 1957, lernte Elvis im November 1957 in Las Vegas kennen und besuchte Graceland zur Weihnachtszeit mit ihrer Mitbewohnerin, Kathy Gabriel, der Miss Ohio 1957, als sie auf dem Weg nach New York waren.»
It's good to be king.
Aber Sophia Loren war nicht irgendjemand.
Laut Anwesenden verschlug es Elvis gleich die Sprache, als der Filmstar sich ihm während der Dreharbeiten zu «King Creole» im Januar 1958 in der Cafeteria der Paramount Studios vorstellte – auf die italienische Art, versteht sich. Will heissen: Sie setzte sich ihm auf den Schoss, gab ihm einen Kuss und begann, an seiner berühmten Tolle herumzufingern.
«Weisst du, ich habe jeden einzelnen Film gesehen, den sie je gemacht hat», sagte Elvis danach zu einem Reporter. «Sie hat nur einen von mir gesehen.»
Wenn wir uns schon in Hollywood befinden: Hier liess sich Elvis von dem ukrainisch-amerikanischen Kleiderdesigner Nudie Cohn seinen ikonischen Goldlamè-Anzug entwerfen und schneidern.
1958 setzte sich Elvis' Manager, der umtriebige Colonel Tom Parker, durch. Aus dem «kruden», «ekelerregenden» Elternschreck sollte ein All-American-Wunschschwiegersohn werden. Das hiess: Ab ins Militär!
Die zwei Jahre Militärdienst in der US-Besatzungsarmee in Deutschland würden das einzige Mal sein, dass Elvis eine Zeit ausserhalb von Nordamerika verbrachte.
Weihnachtsurlaub 1958, zuhause, mit Vater Vernon und Grosi Minnie Mae.
Elvis' Mutter Gladys war im Sommer 1958 verstorben. Übrigens: Grosi überlebte alle. Elvis verstarb 1977, Vernon 1979, Minnie Mae? 1980!
Allen Berichten zufolge absolvierte Elvis seinen Dienst durchaus vorbildlich. Währenddessen wurden seine 1958 auf Vorrat aufgenommenen Platten in regelmässigen Abständen veröffentlicht und konnten einen Charterfolg nach dem anderen feiern. Die US-Army erlaubte Elvis, Promo-Aktionen durchzuführen – wie hier, als er sich einen BMW-507-Sportwagen vom deutschen TV-Star Uschi Siebert überreichen lässt:
1959, ebenfalls während der Militärdienstzeit in Deutschland, kam es zur ersten Begegnung mit Priscilla Beaulieu, Tochter eines US Air Force Captains.
Sie war damals 14 ... Elvis 24.
Vier Jahre später erlaubten Priscillas Eltern ihrer Tochter, bei Elvis in Graceland einzuziehen. Weitere vier Jahre später – 1967 – heirateten Priscilla und Elvis. Priscilla behauptet zeitlebens, sie sei bis zur Hochzeitsnacht Jungfrau gewesen ...
... was man von Herrn Presley wohl nicht behaupten kann. So soll er einige mehr oder minder offizielle Beziehungen mit einer ganzen Reihe seiner Film-Co-Stars gehabt haben. Natalie Wood, etwa. Oder Ann-Margret:
Oder Nancy Sinatra:
Doch 1967 heirateten Elvis und Priscilla. 1968 kam ihre Tochter Lisa-Marie zur Welt. 1972 trennten sich Elvis und Priscilla. 1973 kam es zur Scheidung. Ach.
Mitunter einer der Gründe für das Scheitern ihrer Ehe war, dass Elvis ab 1968 einen intensiven Auftritts- und Tourneeplan verfolgte. Fertig mit doofen Hollywood-Komödien – zurück zum Rock 'n' Roll! Erster Schritt dazu war die legendäre TV-Show «The '68 Comeback Special». Hier ein Bild der Proben:
Danach folgte eine scheinbar endlos abwechselnde Serie von Tourneen und Gastspielen in Las Vegas, die mehr oder minder bis zu seinem Tod andauerten.
Konzertprobe 1972:
Elvis live im New Yorker Madison Square Garden, 1972:
Wenn Elvis nicht auf Tournee war, zog er sich meist nach Memphis zurück, wo er von einer losen Gruppe von Freunden, Angestellten und Mitläufern umsorgt wurde, die alsbald den Übernamen «Memphis Mafia» erhielt.
Auf Nachfrage erklärte er seine Beweggründe damit, dass er «nicht den Eintritt in den Himmel verweigert bekommen möchte aufgrund einer technischen Formalität».
Kommt, hier noch einige kultige Bilder aus dem letzten Lebensjahrzehnt des Kings! Hier etwa die Stabsübergabe in Las Vegas – Elvis beendete seine Konzertreihe im International Hotel, während Nancy Sinatra ihre eigene Konzeitreihe beging. Im Bild Nancy (l.) mit Elvis, Vater Frank Sinatra und Hollywoodlegende Fred Astaire:
Tiger King ...
... checksch? Tiger ... King? Tom Jones – «The Tiger of Wales» – mit den Presleys, 1967.
Elvis mit Soulsängerin Cissy Houston, der Mutter von Whitney:
Cissy Houston and the Sweet Inspirations waren eine erfolgreiche Girl Group mit Hits wie «Let It Be Me» oder «To Love Somebody». Auch waren sie gefragte Backgroundsängerinnen für Aretha Franklin, Jimi Hendrix, George Benson, Dusty Springfield und – aha – Elvis Presley, der sie wiederholt für seine Tourneen verpflichtete.
Mitte der Siebzigerjahre kam es auf dem Rollfeld des Flughafens Baltimore-Washington zu einer zufälligen Begegnung zwischen Elvis und Led Zeppelin, die damals auf dem Höhepunkt ihres Erfolgs waren. Eines der jüngeren Mitglieder von Elvis' Entourage soll die britische Rockband erkannt und sich ihnen vorgestellt haben. Während Sänger Robert Plant und Gitarrist Jimmy Page begeistert waren, das Idol ihrer Jugend zu treffen, zeigte sich letzterer eher an ihrem Transportmittel interessiert: «Ein schönes Flugzeug, das ihr da habt», so Elvis. Robert Plant erklärte, der Jet hiesse The Starship. «Es ist grossartig. Wir haben es für die ganze US-Tour gemietet.» «Oh», so ein sichtlich enttäuschter Elvis. «Ich besitze meins.»
Dieses Bild könnte man «Two Kings» betiteln:
Am 14. Februar 1973 schenkte Elvis Muhammad Ali einen Bademantel im damals bereits etablierten, mit Strasssteinen und Juwelen besetzten «Elvis-Stil», mit der Aufschrift «People's Choice» auf dem Rücken. Die Aufschrift war ein Fehler, worüber sich Elvis sehr ärgerte, denn es hätte eigentlich «The People's Champion» lauten sollen. Nichtsdestotrotz war Ali begeistert und er trug die Robe gleich am selben Abend in Las Vegas beim Einzug in den Kampf gegen Joe Bugner.
Jenes Bild mit Präsident Nixon kennt ihr alle. Aber dieser Präsident stand Elvis einiges näher:
Hier sehen wir Elvis am 26. Juni 1977 – drei Wochen vor seinem Tod – mit Präsident Jimmy Carter und der First Lady, Rosalyn Carter. Es stellt sich heraus, dass sie verwandt sind: Carter und Presley waren Cousins sechsten Grades.
Am 16. August 1977 verstarb Elvis zuhause in Graceland. Als Todesursache wurde ein plötzlicher Herztod in Zusammenhang mit Herzrhythmusstörungen angegeben. Medikamentensucht und eine chronische Darmerkrankung spielten wohl auch eine Rolle.
Am Tag danach versammelten sich nach Schätzung der örtlichen Polizei 50–100'000 Trauernde vor den Toren Gracelands.
Elvis ist einer der bestverdienenden Toten. Im Jahr 2023 verdiente der King laut Forbes um die 100 Millionen Dollar. Im Jahr 2007 belegte Elvis den ersten Platz und verdiente über 49 Millionen Dollar. Obwohl Elvis schon seit über 40 Jahren tot ist, verkauft er immer noch etwa 1 Million Alben pro Jahr.
Kenne viele, da Mama Fan war und die Kassettli im Auto liefen ,... non-stop
Return to sender.... *sing...
„bin im nache bis nach Graceland, bim Igang louft er eifach zue!“👻