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Filmingo ist ein neuer Streaming-Dienst, der das Anti-Netflix sein will

Filmingo
screenshot: Website Filmingo

Der neue Schweizer Streaming-Dienst «Filmingo» will das Anti-Netflix sein

02.04.2019, 10:4302.04.2019, 11:17

In der Schweiz geht ein neuer Streaming-Dienst an den Start. Doch im Gegensatz zu Netflix, Sky und Amazon setzt Filmingo nicht auf Mainstream-Filme oder Serien. Vielmehr möchte die neue Plattform Fans von Arthouse-Filmen ein Zuhause bieten.

So findet man dann auch keinerlei Blockbuster auf Filmingo, sondern ausschliesslich Independent-Produktionen aus aller Welt. Das Angebot umfasst aktuell 309 Filme und wird laufend erweitert. Dabei umfasst die Bibliothek Klassiker der Filmgeschichte wie «Ikiru – Einmal richtig leben» von Akira Kurosawa, aber auch topaktuelle Indie-Filme wie «Blaze» von 2018, bei dem Ethan Hawke das Drehbuch schrieb und Regie führte.

Blaze 2018
«Blaze» lief auch am Filmfestival Locarno.Bild: IFC Films

Hervorheben möchte sich der neue Streaming-Dienst auch durch kuratierte Filmtipps, welche wöchentlich erscheinen. Ebenfalls gibt es eine Sektion namens Director's Choice, in der bekannte Filmschaffende ihre Lieblingsfilme präsentieren und ihre Auswahl auch kommentieren.

Kosten und Verfügbarkeit

Zum Start ist Filmingo in drei Abomodellen verfügbar, welche allerdings nicht alle Flatrate-Varianten sind:

  • Filmfriend (9 Franken pro Monat / 90 Franken pro Jahr)
  • Filmfan (15 Franken pro Monat / 150 Franken pro Jahr)
  • Filmlover (240 Franken pro Jahr)

Im günstigsten Abo Filmfriend sind zwei Filme pro Monat inbegriffen, jeder weitere Film kann man sich als Video-on-Demand für acht Franken mieten. Ein gemieteter Film kann während fünf Tagen so oft angeschaut werden, wie man möchte.

Im Filmfan-Abo sind fünf Filme pro Monat inbegriffen, während man bei der Variante Filmlover unbegrenzt Filme gucken kann. Ein Nachteil ist, dass man sein Filmguthaben nicht auf den nächsten Monat übertragen kann. Dafür soll es problemlos möglich sein, innerhalb der Abos hin und her zu wechseln, natürlich unter Einhaltung der Kündigungsfrist. Ein Abo kann bei monatlicher Bezahlung immer auf Ende Monat gekündigt werden. Neu für einen Streaming-Dienst ist ebenfalls, dass man auch per Rechnung bezahlen kann – allerdings nur im Voraus.

Aktuell ist Filmingo über jeden gängigen Browser verfügbar. Für iPhone-Besitzer steht auch eine App zur Verfügung, während Android-User sich noch etwas gedulden müssen. Eine entsprechende App soll laut Filmingo aber bald erscheinen.

In dieser Qualität sind die Filme verfügbar

Laut Filmingo sind Filme mindestens in HD-Qualität verfügbar – selbst wenn sie schon mehrere Jahrzehnte alt sind. Untertitel sind jeweils mindestens in Deutsch verfügbar, während man beim Ton in der Regel auf eine deutsche Synchronisation verzichten muss.

Auch wer sich die Filme temporär herunterladen möchte, um sie auch offline schauen zu können, wird leider enttäuscht. Dafür sollen die Filme, nebst der ganzen Schweiz und Liechtenstein, teilweise auch in Österreich und Deutschland verfügbar sein. Hier kommt es laut Filmingo darauf an, ob die entsprechenden Streaming-Rechte für die Länder vorliegen.

(pls)

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