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Rat der Weisen

«Ich glaube, mein Hund mag mich nicht mehr – kann das sein...?»

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Rat der Weisen

«Ich glaube, mein Hund mag mich nicht mehr – kann das sein …?»

15.06.2026, 10:0815.06.2026, 10:08

Frage von Alana:

Hallo!

Ich weiss nicht, ob ich komplett übertreibe oder ob da wirklich etwas ist, aber ich habe das Gefühl, mein Hund hat sich mir gegenüber verändert. Früher war er total anhänglich, ist mir überallhin nachgelaufen, wollte immer auf meinen Schoss und hat sich mega gefreut, wenn ich nach Hause gekommen bin. So richtig mit Schwanzwedeln, fast schon Ausflippen. Und jetzt ist das irgendwie alles weniger geworden.

Er ist jetzt knapp 3 Jahre alt, also eigentlich im besten Alter. Ich habe nichts Grosses verändert, zumindest denke ich das. Ich arbeite gleich viel wie vorher, vielleicht manchmal etwas mehr im Homeoffice. Aber eigentlich müsste das ja eher gut sein für ihn. Trotzdem wirkt er oft so, als würde er lieber alleine sein. Er liegt oft einfach irgendwo und schaut mich nicht mal an, wenn ich den Raum betrete. Wenn ich ihn rufe, kommt er zwar meistens, aber nicht mehr so freudig wie früher. Was mich auch verunsichert: Wenn mein Partner nach Hause kommt, reagiert er viel stärker. Da springt er auf, freut sich, will spielen. Bei mir ist das eher so ein «Ja, ok, bist auch da».

Das tut irgendwie mehr weh, als ich erwartet hätte. Ich weiss, es ist nur ein Hund, aber für mich ist er halt wie ein Familienmitglied. Ich frage mich jetzt die ganze Zeit, ob ich etwas falsch mache. Ob ich vielleicht zu wenig mit ihm spiele, obwohl ich mir eigentlich Mühe gebe. Oder ob Hunde generell einfach mit der Zeit ruhiger werden und ich das falsch interpretiere.

Oder noch schlimmer: ob er mich einfach weniger mag als früher. Kann ein Hund überhaupt seine Bezugsperson wechseln oder sich emotional distanzieren? Oder ist das alles komplett menschlich gedacht und ich projiziere da etwas rein? Ich will ihn ja nicht nerven, wenn er einfach seine Ruhe will, aber gleichzeitig habe ich Angst, dass unsere Bindung irgendwie kaputtgeht.

Hattet ihr das schon mal? Und wenn ja, was habt ihr gemacht?

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145 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Mocking Bert
15.06.2026 11:36registriert Februar 2022
Tu dir eine Katze zu. Die mag dich. Dann wieder nicht. Später vielleicht wieder, 10 Sekunden später dann doch wieder nicht... 😁
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Ich-möchte-verstehen
15.06.2026 10:51registriert April 2022
Ich kenne diese Verhaltensänderung aus eigener Erfahrung und würde sie positiv deuten. Ersten ist Dein Hund nun langsam erwachsen geworden, da geht der Spieltrieb generell etwas zurück. Wenn Dein Hund mit deinem Partner mehr spielen will, heisst das nicht, dass er mehr Bezugsperson ist - es heisst nur, dass der Hund ihn als Spielkamerad anschaut und Dich wohl als Partner. Wenn er ruhig und entspannt ist um Dich herum und auf Deine Kommandos hört, ist das sehr positiv. Gönne ihm die Spielstunden mit Deinem Partner und geniesse, dass Du für ihn der ruhende, respektierte, sichere Pol bist.
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Prodecumapresinex
15.06.2026 11:53registriert Oktober 2018
Bitte lese Hundesprache nicht mit unserem Verständnis. Was wir als Liebesbeweise deuten, (freudiges Hochspringen, nicht alleine sein), sind das Gegenteil (Dominanzverhalten, fehlendes Vertrauen/Verlustangst). Vieles sind Beschwichtigungssignale o. Stressabbau. Beides wichtig im Rudelleben. Ich empfehle dir, dich intensiv mit Hundesprache auseinanderzusetzen. Dass dich der Hund nicht mehr «belagert» und ohne deine unmittelbare Gegenwart zur Ruhe kommt, ist ein grosser Vertrauensbeweis. Würdige ihn. Hole den Hund nicht durch ständiges Abrufen aus der sehr wichtigen Ruhephase. Viel Freude! 🐶🍀
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