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«Turbo» auf seinen Fisher-Price-Rädern. Bild: Courtesy Amy Birk

Gendefekt ausgetrickst

Das Wunder-Hündchen «Turbo» hat zwar keine Vorderpfoten, dafür rollt es auf Spielzeug-Rädern durchs Leben



Furchtbar verzweifelt kam eines Tages ein Paar in die Tierklinik von Amy Birk. Sie hielten ihr ein Bündelchen Frotteetuch hin. Als die Tierärztin das Knäuel auspackte, kam ein winziger Chihuahua zum Vorschein. 

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Der winzige Chihuahua. Bild: Courtesy Amy Birk 

Ein entzückendes kleines Hündchen, dem aber leider beide Vorderpfoten fehlten. Ein genetischer Defekt, mit dem zu leben es sich kaum lohne, meinten alle bisherigen Kliniken, die die Besitzer aufsuchten: Der Welpe mit den zwei Pfötchen sollte eingeschläfert werden. Doch das kam für die Hundehalter nicht in Frage.  

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Der Welpe ist mit einem Gendefekt zur Welt gekommen: Ihm fehlen beide Vorderpfoten.  Bild: Courtesy Amy Birk 

«Solange es nichts anderes gibt, das seine Lebensqualität einschränkt, werde ich ihn nicht einschläfern lassen.»

Als seine Geschwister begannen, dem Winzling den Weg zum Futternapf zu versperren, war es an der Zeit, etwas zu unternehmen: Vier Wochen alt, wog der Welpe nur kümmerliche 280 Gramm. Für die Besitzer war das aber noch lange kein Grund, den Mini-Chihuahua einfach aufzugeben: «Solange es nichts anderes gibt, das seine Lebensqualität einschränkt, eine Gaumenspalte zum Beispiel, werde ich ihn nicht einschläfern lassen», sagte die Hundehalterin gegenüber Today.

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Wie kann dem Welpen geholfen werden? Bild: Courtesy Amy Birk 

Also wickelten sie ihn in ein Tüchlein und trugen ihn in alle Tierkliniken, die die Stadt Indianapolis hergab. Und nur eine Doktorin war bereit zu helfen: Amy Birk. 

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Die Tierärztin Amy Birk mit ihrem kleinen Patienten.  Bild: Courtesy Amy Birk

Abgesehen von seinem genetischen Defekt war der Welpe gesund. Für die Tierärztin eine gute Nachricht: «Ein Chihuahua ist klein genug, sodass er mit einem Wägelchen umgehen kann.» 

Allerdings muss man mit der definitiven Montur warten bis der Hund sechs Monate alt ist, also war eine Übergangslösung gefragt: Aus einem Frettchen-Geschirr, Baukasten-Gestänge und zwei Rädern von einem Fisher-Price-Spielzeug bastelte Birk das provisorische Rollwäglein. 

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Turbo auf seinem Rollwäglein. Bild: Courtesy Amy Birk 

Und weil der hübsche Chihuahua so grosse Fortschritte machte, bekam er auch einen passenden Namen: Turbo. 

Er wiegt nun ein stolzes halbes Kilogramm und ist bereit für seine Adoption. Die Tierärztin bleibt aber trotz der vielen Interessenten skeptisch: «Diese Art von Hunden braucht viel mehr Fürsorge als andere. Wir müssen ‹Zieheltern› für ihn finden, die seine Bedürfnisse verstehen.»

«Er hat viel Leben in sich.»

Für den Moment ist Amy Birk aber einfach nur zufrieden wie weit der kleine Turbo schon gekommen ist: «Er hat viel Leben in sich.»  

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Turbo. Bild: Courtesy Amy Birk

(rof)

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