Vier Wirtschaftsfragen, bei denen die Schweiz nicht wegschauen kann
Die Rahmenbedingungen für die Schweizer Wirtschaft haben sich spürbar verändert. Die wirtschaftspolitische Debatte wird heute, stärker durch geopolitische Spannungen, neue internationale Steuerregeln, zunehmenden Protektionismus und staatliche Eingriffe in die Wirtschaft geprägt. Für Unternehmen bedeutet das ein komplexeres und weniger berechenbares Umfeld. Die Schweiz muss sich nun die Frage stellen, wie sie ihre Wettbewerbsfähigkeit in einem veränderten Umfeld sichern kann.
Wie kann die Schweiz ihren Wohlstand zwischen den Machtblöcken sichern?
Die Globalisierung galt lange als Selbstverständlichkeit, doch die Weltordnung verändert sich. Die USA, China und die Europäische Union verfolgen ihre wirtschaftlichen Interessen immer entschlossener. Für unser kleines, international stark vernetztes Land ist dies eine grosse Herausforderung. Es stellt sich die Frage, wie viel Spielraum der Schweiz zwischen dem Druck der grossen Machtblöcke bleibt.
Was passiert, wenn internationaler Handel nicht mehr selbstverständlich ist?
Gleichzeitig ist die Schweiz auf offene Märkte und stabile Beziehungen angewiesen. Jeder zweite Franken wird in der Schweiz im Aussenhandel verdient. Zölle, Handelskonflikte und neue politische Hürden nehmen zu, Lieferketten werden unsicherer und nationale Interessen rücken stärker in den Vordergrund. All dies stellt das Erfolgsmodell der Schweiz infrage. Wie kann sich ein Land behaupten, das so stark auf offene Märkte angewiesen ist?
Warum investieren Unternehmen in der Schweiz?
Unternehmen treffen Investitionsentscheide oft mit einem Zeithorizont von vielen Jahren. Die Unsicherheit nimmt jedoch zu. Das veränderte internationale Umfeld beeinflusst die Entscheide internationaler Unternehmen. Hinzukommen Herausforderungen am Standort Schweiz, wie hohe Produktionskosten, neue steuerliche Rahmenbedingungen und zunehmender regulatorischer Druck. Die Schweiz hat nach wie vor wichtige Trümpfe im Ärmel, aber es lohnt sich, bereits heute zu überlegen, wie zukünftige Investitionen angezogen werden können, um unseren Wohlstand zu sichern.
Wie viel Staat braucht die Wirtschaft?
Andere Staaten, wie die USA, die Europäische Union oder China unterstützen strategisch wichtige Branchen heute mit milliardenschweren Förderprogrammen. Die Schweiz verfolgt traditionell einen anderen Weg und setzt auf stabile Rahmenbedingungen statt auf gezielte Industriepolitik.Ist dieses Modell auch künftig ein Wettbewerbsvorteil?
Zu den bisherigen Gästen gehören Prof. Dr. Andreas Bohrer (Lonza), Jürg Erismann (Roche), Helene Budliger Artieda (SECO), sowie Prof. Dr. Aymo Brunetti (Uni Bern).
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