Ist diese märchenhafte Paste noch Dessert – oder schon Droge?
Es war einmal ein Königreich, umringt von Bergen aus Muffins und Cupcakes, wo Sirup in Strömen floss und Häuser nicht aus Backsteinen, sondern aus Wiener Waffeln gebaut waren. Dort, in diesem honigsüssen Land, regierten König Karamell und Königin Kondensmilch. Eines Tages entsprang ihrer Liebe ein Kind – eine Prinzessin, süsser als alle anderen Kinder. Ihr Name: Dulce de leche.
Der Ausflug in die Welt der Phantasie ist bei der Beschreibung der südamerikanischen Spezialität fast zwingend: so märchenhaft gut schmeckt sie. Die cremig-luxuriöse Paste krönt jeden Eisbecher, verzaubert jede Torte, adelt als Aufstrich sogar die einfache Scheibe Brot. Dabei ist sie eigentlich ein supersimples Produkt.
Was ist Dulce de leche?
Dulce de leche besteht aus Milch, Zucker und – nach Belieben – Vanille, Zimt oder etwas Salz. Die Mischung wird eingekocht, bis der Zucker caramelisiert und sich alles in eine cremige, goldbraune Paste verwandelt. Noch einfacher ist die Zubereitung mit Kondensmilch: Die Tube oder Dose wird rund anderthalb Stunden im Wasserbad erhitzt und danach abgekühlt – fertig ist die «Milchkonfitüre».
Dulce de leche aus der eigenen Küche? Klar! Hier geht’s zum Rezept.
Wozu verwendet man Dulce de leche?
Bevor man Dulce de leche weiterverwendet, ist Qualitätskontrolle angesagt. Hierzu so viel Dulce de leche wie möglich direkt aus der Dose in den Mund löffeln. Stimmt die Qualität, steht dem Einsatz der Paste nichts mehr im Weg: Sie schmeckt, leicht angewärmt, hervorragend zu Vanille- oder Schokoladeglace. Auch im Kaffee macht sich die Caramelnote gut. Zur Höchstform läuft Dulce de Leche aber als Zutat selbstgemachter Gebäcke auf. Hier sind unsere drei Favoriten:
Schokoladetörtchen mit Caramelkern
Ensaimada (Hefeteilggebäck aus Mallorca)
Alfajores (gefüllte Sablés)
Alles, was du wissen musst.
Wir ❤️ saisonal & regional.
