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Chinesische Werbung: Wenn der schwarze Mann mit weisser Hautfarbe aus der Waschmaschine steigt

Chinesische Werbung: Wenn der schwarze Mann mit weisser Hautfarbe aus der Waschmaschine steigt

Eine chinesische Waschmittel-Werbung sorgt weltweit für Empörung. Auf Twitter wird sie bereits als «rassistischste Werbung aller Zeiten» bezeichnet. 
28.05.2016, 12:1328.05.2016, 16:14

Die chinesische Firma Qiaobi wirbt in ihrem neuen Clip für Waschmittel. Doch da geht es nicht um dreckige Wäsche, die wieder strahlend sauber wird. Hier wechselt ein Mann seine Hautfarbe, nachdem er der Waschmaschine entsteigt.

Hier geht's zum Clip: 

Es ist nicht einfach die Malerfarbe, die ihm aus Gesicht und Kleidung gewaschen wird, es ist die der Haut. Der Mann ändert nach dem rabiaten Waschgang seine ethnische Zugehörigkeit. Und die chinesische Dame, die ihn in die Trommel gesteckt hat, ist mehr als erfreut über das Resultat. «Change starts with Qiaobi», lautet der Slogan. 

Hier werde die schwarze Hautfarbe als schmutzig dargestellt, meinen die einen und halten darum die Werbung für ausgesprochen rassistisch. 

Andere wiederum sehen in der Werbung nicht viel mehr als einen Witz: Die Reinigungskraft des Waschmittels werde hier überspitzt dargestellt. 

Und einige fragen sich, ob Qiaobi nun die Fail-Werbung des Jahrhunderts produziert oder doch eher den Titel Marketing-Genies des Jahrhunderts verdient habe. 

Wenn der Wandel von Schwarz zu Weiss rassistisch ist, was ist denn Weiss zu Schwarz? 

Der chinesische Clip spielt offenbar auf eine italienische Werbung an, die vor einigen Jahren den gegenteiligen Wandel propagierte: Vom weissen (untrainierten, haarigen und alten) hin zum schwarzen (sixpackbestückten, rasierten und jungen) Mann. Weil Farbe eben besser sei. 

Das italienische Pendant: «Koloriert ist besser»

«Die zwei verschiedenen Reaktionen auf den chinesischen und italienischen Clip zeigen gut, wie heuchlerisch unsere Gesellschaft ist. Es ist völlig in Ordnung, sich über weisse Menschen lustig zu machen. Tut man dasselbe aber mit schwarzen, dann sind plötzlich alle beleidigt.» 
YouTube-Kommentar
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Qiaobi-Chef weiss von nichts 

Der Firmenbesitzer sagte BBC China, dass er gar nicht gemerkt habe, dass der Clip rassistisch sei, bis es ihm jemand erklärt habe. «Um ehrlich zu sein», fügte er hinzu, «ich habe diesem Video nicht wirklich viel Aufmerksamkeit geschenkt.»

Auf der chinesischen Plattform Weibo sorgt diese Aussage grösstenteils für Empörung: 

«Wenn du nicht verstehst, warum das rassistisch ist, dann herzlichen Glückwunsch: Du bist ein Rassist!»
Kommentar auf Weibo

(rof) 

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